Hersteller_AudioTechnica
Test
2
05.02.2013

Fazit
(4.5 / 5)

Der neueste Wurf des vor allem in den USA sehr beliebten Mikrofonherstellers Audio-Technica ist meines Erachtens der bislang weiteste: Das AT5040 ist ein würdiges Topmodell unter den Mikrofonen im Portfolio der Japaner. Verarbeitungs- und Klangqualität sind geradezu erhaben, besonders hervorzuheben ist die konstruktive und dadurch resultierende klangliche Eigenständigkeit des Vocal-Mikrofons – ich habe während des Tests vor Erstaunen fast "rechteckige Ohren" bekommen. Etwas trübt aber leider das klare Bild: Bei sehr, sehr hohen Pegeln kann die Elektronik mit der Kapsel-Dynamik nicht mehr mithalten – die Bauteile verlassen ihre linearen Kennlinien, was sich in einer schnell zunehmenden Kompression äußert. AT hätten daher gut daran getan, dem 5040 ein Pad mitzugeben, -10 dB hätten wahrscheinlich völlig ausgereicht.

Zwar ist der Preis durchaus ordentlich, doch kommt mit dem Viermembran-Mikrofon ein Charakterkopf ins Spiel, der die übliche Range gut ausgestatteter Studios (also beispielsweise gesegnet mit U 47, U 67, C12, R44, SM 7B, RE20 und MK4 samt ihrer Klone und Nachfolger) um eine weitere klangliche Nuance erweitern kann.

  • Pro
  • generelle Dynamik
  • sehr eigenständiges, hochwertiges Klangbild
  • schnelle Transienten
  • Contra
  • Dynamikverhalten bei hohen Pegeln
  • TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN
  • Membranen: vier rechteckige, hochkant zu zwei Pärchen ausgerichtete Membranen,
  • Durchmesseräquivalent Rundmembran: 1,4"
  • Empfängerprinzip: Druckgradientenempfänger
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Wandlerprinzip: Kondensator
  • Betriebsspannung: 48V Phantomspeisung
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz
  • Übertragungsfaktor: 56,2 mV/PA
  • THD+N: 5 dB (A-bewertet)
  • maximaler Schalldruckpegel: 142 dB SPL (1% THD)
  • Ausgang: XLR male
  • Preis: € 3558,10 (UVP)
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