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28.02.2020

AKG Lyra Test

USB-Mikrofon mit vier Kapseln

Von Mono- bis Ambience-Recording

Das AKG Lyra wird als USB-Mikrofon mit HD-Sound beworben und soll Podcastern und Youtubern ebenso zu exzellentem Klang verhelfen wie Gamern und natürlich Musikern. AKG denken insbesondere an Freunde von 4K-Filmaufnahmen, die Audio in Ultra-HD-Qualität einsetzen möchten. Darüber hinaus enthält das Mikrofon aber auch ein Mikrofon-Array, das für flexible Mono- und Stereo-Aufnahmeformate sorgt. Aufgrund dieser Bandbreite ist der Test des AKG Lyra eine wirklich spannende Sache …

Details

Gelieferter Umfang

Das Mikrofon wird auf einem Metall-Ständer vormontiert geliefert. Puristen werden sich freuen, dass sich der Desktop-Stand des Lyra auch abschrauben lässt. Dazu gibt es ein 2m langes USB-Kabel vom Typ-C auf Typ-A und ein Quick-Start-Guide. Als kleiner Bonus ist für PC und Mac die Recording-Software Ableton Live 10 Lite mit an Bord. Damit ist der Lieferumfang überschaubar, aber bietet alles Notwendige, um nach dem Auspacken direkt loslegen zu können.

Aussehen und Aufbau

Die Retro-Optik des AKG Lyra erinnert fraglos an einen Vintage-Klassiker der 1970er Jahre, das AKG C414. Kein Wunder daher, dass der AKG-interne Name des Lyra "C-44" ist. Auch wenn die Revisionen des C414 über die Jahre hinweg für dessen klangliche Entwicklung gesorgt haben, ist doch stets gleich geblieben, dass es vier verschiedene Richtcharateristiken liefert. Allein deshalb ist die Reminiszenz des Lyra an diesen Klassiker nicht vollständig aus der Luft gegriffen. Denn auch das Lyra bietet vier verschiedene Pattern. Auch wenn hier statt von Richtcharakteristiken von sogenannten "Capture Modes" gesprochen wird, und zwar "Front", "Front & Back", "Tight Stereo" und "Wide Stereo". Um diese Flexibilität zu erreichen, haben AKG dem Lyra nicht eine oder zwei Membrane in einer Kapsel gegönnt, sondern ihm ein Array mit gleich vier (!) separaten Membrankapseln spendiert.

Der USB-Anschluss des Mikrofons befindet sich an der Unterseite des Mikrofons. Über die hergestellte USB-Verbindung bezieht das Lyra auch seine benötigte 5 V-Spannung. Der Monitorpegel des Kopfhörerausgangs lässt sich auf der Vorderseite stufenlos per Poti regeln. Gleich darunter liegt ein Taster, der die Wahl des Array-Modus ermöglicht. Durch eine Direct-Monitoring-Funktion ist ein latenzfreies Monitoring des Lyra-Aufnahmesignals möglich. Auch der Eingangspegel ist mittels eines Potis justierbar, allerdings auf der Rückseite des Mikrofons. Unmittelbar darunter kann das Mikrofon per Taster stummgeschaltet werden. Die Bedienelemente dieser Funktionen sind durchweg selbsterklärend angeordnet.

Blick in die Technik

Eine Technologie mit der langen Bezeichnung "Internal Element Overload Prevention" soll nicht nur die Signalpegel optimieren und so Rauschen verhindern helfen, sondern auch Popplaute eliminieren. Und Körperschallübertragungen sollen durch eine interne Entkopplung der Membrane vermindert werden. Soviel zur bauart-bedingten Performance.

Die vom Hersteller angegebenen Werte des Mikrofons lesen sich mit einem Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz und einem Grenzschalldruckpegel von 129 dB SPL gut. Die Audioqualität des integrierten Audio-Interfaces ist mit einer Auflösung von 24 Bit / 192 kHz top. Eine Ausgangsleistung von 43 mW bei 16 Ohm Nennimpedanz deuten auf einen Kopfhörerausgang hin, der auch bei Impedanz-starken Kopfhörern noch ausreichend laut sein sollte. Sein von 20 Hz bis 22 kHz reichender Frequenzgang bildet sogar mehr ab als das Mikrofon aufgreifen kann. Der Signal-/Rauschabstand des verbauten Headphone-Preamps beträgt 98 dB und verspricht eine dynamische, rauscharme Wiedergabe auch bei geringen Signalpegeln.

Ein Blick in die technischen Spezifikationen des Herstellers zeigt, dass sich das AKG Lyra per Plug & Play an PCs, Macs, Andropid- und iOS-Geräten betreiben lässt. Erforderlich dafür sind mindestens die Betriebssysteme Windows 8, MacOS 10.7, Android 9 oder iOS 10 erforderlich. An iPads und iPhones wird für den Anschluss des AKG Lyra ein Apple Camera-Connection-Kit benötigt.

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