Test
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11.02.2017

Praxis

Ein On/Off-Schalter ist nicht vorgesehen oder vorhanden. Als Stromverbindung dient das im Lieferumfang enthaltene Power-Twist-Kabel. Zunächst greift es mit den eingearbeiteten Nuten wie gewohnt in den Netzanschluss des Fazers – die PowerCon-Buchse - und sitzt schlichtweg fest. Mit einer Drehbewegung im Uhrzeigersinn wird es erst wirklich festgeklickt und die Stromverbindung aufgebaut. Aber Achtung: Die PowerCon-/Power-Twist-Steckvorrichtung darf (gemäß Norm IEC 60320) unter Last weder verbunden noch getrennt werden, zumal die Gefahr von Beschädigung durch Lichtbogenbildung besteht. Entsprechend muss die Last vor dem Deaktivieren bzw. dem Trennen der Verbindung zunächst runtergefahren werden.

Variable DMX-Möglichkeiten

Der Fazer ist in 45 Sekunden einsatzbereit. Sobald die Warming-Up-Information nach Inbetriebnahme erlischt, geht es über das Display und dessen Tasten fröhlich durchs nahezu selbsterklärende Menü. Zunächst die DMX-Einstellungen: Je nach Einsatzgebiet nutzt ihr den Ein-, Zwei- oder Vierkanal-Modus, wobei erst letzterer sämtliche Funktionen bereit stellt, etwa Nebeldauer und -intervall. Die Parameter für das Ausstoßvolumen lassen sich zwischen 0 bis 100 Prozent justieren, bis vier Prozent passiert allerdings gar nichts. Im zweiten Kanal wird die Drehzahl des Lüfters konfiguriert, die bei fünf Prozent beginnt. Die Ausstoßdauer ist zwischen 3 - 250 Sekunden variabel, das Intervall zwischen 0 und 250 Sekunden. Einstellungen unter fünf Sekunden sind allerdings wenig sinnvoll. Eine traditionelle Fernbedienung ist nicht vorgesehen.

Um den Nebelausstoß händisch unter Volllast zu starten, wird die Taste „Manual“ gedrückt und gehalten. Beim Loslassen der Taste stoppt die Nebelproduktion und der etwa fünfzehnsekündige Reinigungsprozess beginnt – vollkommen unabhängig davon, ob der Nebel minutenlang oder lediglich für wenige Sekunden aktiviert war. Es wäre schön, wenn ADJ alsbald eine Lösung fände, bei der die Reinigungs- und Wartezeit in Relation zueinander stünden.

Effizienz

Wie ist er denn nun, der Dunst? Die Antwort: Fein und ergiebig. Vor allem lässt er sich vollkommen individuell einstellen, was den kreativen Einsatz deutlich erleichtert. Der Luftausstoß ist derart effizient, dass er locker den Fön fürs Haar-Styling ersetzen könnte. Für kleine bis mittlere Veranstaltung ist die Entourage aufgrund ihrer Leistung und Variabilität ideal. Bei Großevents könnte sie hingegen an ihre Grenzen stoßen. Aber wenn’s wirklich noch größer sein muss, wird man ohnehin mehrere Geräte an verschiedenen Stellen positionieren. Für Veranstaltungen, die üblicherweise den Terminkalender von DJs oder LJs füllen – Club-Gig, Disco-Einsatz oder Stadt- und Familienfeste – ist die Entourage jedenfalls bestens ausgestattet.

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