Der UDO DMNO ON ist die Desktop-Version des DMNO-Synthesizers und kann mit den ebenfalls neu erschienenen ONM-2 Modulen ergänzt werden.

UDO DMNO OM
Bei dem DMNO ON handelt es sich um die Desktop-Version des DMNO-Synthesizers, der im September 2025 erschienen ist. Wie sein großer Bruder verfügt auch er über 8 Stimmen. Auch er wurde mit den zwei unabhängigen analog-hybriden Klangerzeugern des DMNO ausgestattet. Jede Engine verfügt über das Dynamic Multi-Core Stereo VCF. Die Desktop Version kann mit den Modulen ONM-1: Synth Control und ONM-2: FX Control für eine komfortablere Bedienung ergänzt werden.
Was ist das besondere am DMNO Konzept?
Bei multitimbralen Synthesizern ist es normalerweise so, dass zwar mehrere Klänge gleichzeitig berechnet werden können, die Bedienoberfläche jedoch nur eine Synthesizer-Engine abbildet. Beim DMNO verfolgt UDO dagegen ein völlig anderes Konzept: Beide Engines verfügen jeweils über eine vollständige Bediensektion mit allen Reglern, die für die Programmierung der jeweiligen Synthesizer-Engine erforderlich sind. Damit lassen sich beide Engines unabhängig voneinander und gleichzeitig bedienen. Nach meinem Wissen ist dieser Ansatz einmalig.

DMNO ON mit nur einer Bediensektion, aber…
Bei der schlankeren Desktop-Version musste UDO allerdings Abstriche machen. Sie verfügt lediglich über eine Bediensektion für beide Engines. Damit orientiert sich die Desktop-Version an dem üblichen Konzept eines klassischen multitimbralen Synthesizers. UDO berücksichtigt allerdings auch die Anwender, die den Bedienkomfort der Tastaturversion bevorzugen und beide Engines gleichzeitig steuern möchten. Deswegen gibt es die beiden Module ONM-1 Synth Control und ONM-2: FX Control.

ONM-1: Synth Control und ONM-2: FX Control
Als Ergänzung stehen die ONM-2 Effects Control und die ONM-1 Synth Control zur Verfügung. Die zusätzlichen Einheiten werden mithilfe eines verschraubbaren D-Sub-Kabels an den DMNO ON angeschlossen. Die ONM-Einheiten erkennen den DMNO ON sofort und müssen daher nicht konfiguriert werden und benötigen kein Netzteil.

Bei dem ONM-1 Synth Control handelt es sich um das fehlende zweite Synthesizer-Bedienfeld. Mit ihm lässt sich das komplette Doppel-Panel Layout des größeren Bruders abbilden.

ONM-2: FX Control erlaubt direkten Zugriff auf die Effekt-Engines des DMNO, die bisher nur über das Display erreichbar waren. Änderungen der Parameter werden live auf dem LED-Display des DMNO ON angezeigt.
Damit richtet sich das System an unterschiedliche Nutzergruppen: Wer mit der klassischen Arbeitsweise eines Desktop-Synthesizers zufrieden ist, kann den DMNO problemlos über die vorhandene Bediensektion programmieren. Wer dagegen den erweiterten Bedienkomfort der Tastaturversion nutzen möchte, kann die beiden zusätzlichen Controller erwerben und damit beide Engines gleichzeitig steuern.

Noch mehr Module…
UDO plant in der Zukunft noch weitere Module anzubieten, womit ein eigenständiges ON-Ökosystem entstehen kann. Leider verrät UDO noch nicht, was sie geplant haben.

Das DMNO Konzept
Was die Klangerzeugung und die Features betrifft gab es beim DMNO und DMNO ON keine Unterschied. Es folgen dehalb jetzt die schon bekannten Funktionen des Synthesizers.
DMNO wurde mit zwei voll ausgestatteten, unabhängigen Synthesizer (DMNO 1 & 2) ausgestattet. Jeder der beiden Synthsizer besitzt seine eigenen Oszillatoren, Filtern, Modulation und Effekten. Beide DMNOs werden von zwei digitalen FPGA-Oszillatoren mit angetrieben, die jeweils durch ein analoges Stereofilter geschickt werden.

Das Play-Modes-System
Mit einem einzigen Regler lässt sich die interne Architektur sofort neu konfigurieren: Die beiden Engines lassen sich über acht Play Modes unterschiedlich kombinieren, splitten oder verschalten. Die Play Modes umfassen konventionelle Konfigurationen wie Single, Dual oder Split, aber auch ungewöhnlichere Modi wie One-Two, Cycle, Random oder Chaos.

Die Effekte des DMNO
Im DMNO findet sich eine digitale Effekt-Engine, die mit Delay, Reverb, EQ, Verzerrung und Chorus ausgestattet wurde. Eingestellt werden die Effekte mithilfe des Displays.

Die Anschlüsse des DMNO
Im DMNO findet sich ein USB-Audiointerface und ermöglicht eine direkte Verbindung zur DAW. Es stehen 2 Ausgänge und 2 Eingänge zur Verfügung. Der Audioeingang verfügt über einen Preamp und einen Gate-Generator. Zusätzlich steht ein Envelope Follower zur Verfügung, der über die Modulationsmatrix angesteuert werden kann.

Preis und Verfügbarkeit
Preis und Verfügbarkeit des DMNO ON und der ONM-1 Synth Control und ONM-2: FX Control Module sind derzeit noch nicht bekannt. Wir werden euch informieren, sobald wir mehr wissen. Der DMNO ist in Schwarz und Weiß erhältlich und kostet jeweils 2969,00 Euro.
UDO DMNO ON: Features
- Kompaktes Desktop Format des DMNO
- erweiterbar mit dem ONM-System
- 8-stimmig polyphon, 2 unabhängige Parts (DMNO 1 & DMNO 2) mit jeweils 4 Stimmen
- 8 wählbare Spielmodi: Single, Dual, Split, One-Two, Cycle, Random, Chaos, Series
- pro Part zwei digitale Super-Waveform Oszillatoren (FPGA basiert) mit 5 Wellenformen (Sinus, Sägezahn, Rechteck, Dreieck, Puls), Rauschen und 6 alternativen Wellenformen
- analoges stereo Multi-Core Filter pro Stimme (Tiefpass, Hochpass, Bandpass, Allpass und Phaser) mit parallelem oder seriellem Signalweg
- Mixer mit Overdrive für Oszillator 1 & 2 und externe Audiosignale
- flexibler Modulations-LFO mit 10 Wellenformen
- 3 ADSR-Hüllkurven mit Loop-Mode und mehreren Modulationszielen
- programmierbare Modulationsmatrix
- Arpeggiator und Step-Sequencer mit MIDI-Sync
- Effekte: Reverb, Delay, Multi-Mode Distortion, Chorus, 3-Band Equalizer
- VFD-Anzeige und 4 Encoder zur Editierung von Presets, Voice-Einstellungen, Modulationsmatrix, Effekten etc.
- Speicherplätze für 128 Performances und 128 Patches
- Stereo-Ausgang: 2x 6,3 mm Klinke
- Stereo Aux-Ausgang: 2x 6,3 mm Klinke
- Stereo-Kopfhörerausgang: 6,3 mm Klinke
- Stereo-Eingang: 2x 6,3 mm Klinke
- 2x CV- und 2x Gate-Ausgang: 3,5 mm Klinke
- Sustain- Volume- und Expression-Pedal Eingänge: 3x 6,3 mm Klinke
- MIDI In/Out/Thru: 5-Pol DIN
- USB-Port

