Martin Guitars legt kurz vor der NAMM 2026 noch einmal nach und präsentiert gleich zwei Signature-Modelle für die amerikanische Bluegrass-Musikerin Molly Tuttle. Wie die Produktbezeichnung unschwer erkennen lässt, orientiert sich die in den USA gefertigte Martin D-18 Molly Tuttle am klassischen Dreadnought-Modell des legendären Herstellers und ist von Mollys eigener D-18 aus dem Jahr 1943 inspiriert. Als preisgünstigere Alternative bietet Martin zudem die in Mexiko gefertigte D-X2E Molly Tuttle an, die sich ebenfalls an der D-18 orientiert und zusätzlich mit einem Tonabnehmersystem ausgestattet ist.


Wer ist Molly Tuttle?
Molly Tuttle zählt seit einigen Jahren zu den großen Stars der amerikanischen Bluegrass-Szene und ist vor allem für ihre außergewöhnliche Flatpicking-Technik bekannt. Die 1993 geborene Sängerin, Gitarristin, Songwriterin und Banjospielerin stand bereits von Kindesbeinen an gemeinsam mit ihrem Vater und Mentor Jack Tuttle auf der Bühne und veröffentlichte 2012 ihr erstes Album.
2015 zog sie von Boston nach Nashville und widmet sich seither ihrer Solokarriere sowie zahlreichen weiteren Projekten. 2017 wurde sie als erste Frau von der International Bluegrass Music Association zur Gitarristin des Jahres gekürt. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt sie zudem eine Nominierung bei den Grammy Awards 2023 für das beste Bluegrass-Album.
Darüber hinaus lebt Molly Tuttle seit ihrer Kindheit mit der Autoimmunerkrankung Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) und nutzt regelmäßig ihre Social-Media-Plattformen, um anderen Betroffenen Mut zu machen und das Bewusstsein für diese Erkrankung zu stärken.
Worin unterscheiden sich die Martin D-18 Molly Tuttle und die D-X2E Molly Tuttle?
Als Vorlage für die Martin D-18 Molly Tuttle diente Mollys eigene D-18 aus dem Jahr 1943. Entsprechend ist ihre Signature mit einem V-Neck-Profil im Stil der Martin-Gitarren der 1940er-Jahre sowie einem schmalen, 42,9 mm breiten Sattel ausgestattet. Mit einer Fichtendecke und einem Mahagonikorpus setzt Mollys Signature auch sonst auf die klassischen Zutaten des legendären „Workhorse“ unter den Martin-Gitarren. Ebenfalls vintage-korrekt ist das Rear-shifted GE scalloped X-Bracing.

Die preisgünstigere D-X2E Molly Tuttle orientiert sich optisch an ihrer großen Schwester, fällt in den Details jedoch etwas schlichter aus. So kommt hier eine teilmassive Korpuskonstruktion zum Einsatz, bei der Boden und Zargen aus laminiertem Mahagoni gefertigt sind. In Sachen Beleistung und Halsabstimmung unterscheidet sich die D-X2E Molly Tuttle jedoch nicht von der US-Variante – bemerkenswert ist zudem, dass der schmale Sattel hier erstmals innerhalb der X-Serie von Martin verwendet wird. Darüber hinaus ist die D-X2E Molly Tuttle ab Werk mit dem Martin-E1-Tonabnehmersystem ausgestattet. Einen kleinen, aber feinen optischen Akzent setzen beide Modellvarianten mit ihren Moon-Phase-Griffbrett-Einlagen.

Preise und Verfügbarkeit
Beide Varianten können ab sofort bei Thomann bestellt werden. Die Martin D-18 Molly Tuttle ist zum Preis von 5.699 Euro erhältlich und wird inklusive Koffer ausgeliefert. Deutlich günstiger fällt die D-X2E Molly Tuttle mit einem aktuellen Preis von 1.359 Euro aus, hier gehört ein Softlight Case zum Lieferumfang.
Alternativ werden beide Modelle auch in einer Linkshänder-Version angeboten.
Weitere Informationen: https://www.martinguitar.com/
