Neben der überarbeiteten Road-Serie und den Super-Dreadnoughts stellt Martin Guitars pünktlich zur NAMM 2026 zwei weitere, äußerst edle Gitarren vor. Die streng limitierte Martin O’ahu K-42 Hibiscus präsentiert sich dabei als moderne Interpretation des historischen Kealakai-Korpusformats. Ebenfalls neu ist eine opulent gestaltete M Paisley Ember Burst aus Martins Custom Shop, die nur für ein Jahr lang produziert wird. Entsprechend exklusiv fällt auch die Preisgestaltung aus …


Die Geburtsstunde der Dreadnought: Welche Geschichte steckt hinter der Kealakai-Gitarre von Martin Guitars?
Bereits 1916 gab der prominente hawaiianische Musiker Major Mekia Kealakaʻi bei C. F. Martin & Co. ein Gitarrenmodell in Auftrag, das größer sein und voluminöser klingen sollte als alle bislang vom Hersteller gefertigten Instrumente. Zudem hatte er bei der Saitenwahl Stahlsaiten im Sinn, mit denen Martin zu diesem Zeitpunkt erst seit Kurzem experimentierte.
Das Ergebnis war die K-Bauform, die als Vorläufer der Dreadnought gilt und damit einen bis heute gültigen Standard im Gitarrenbau setzte.
Modern interpretiert und streng limitiert: Die Martin O’ahu K-42 Hibiscus im Detail
Die historische Martin K-1 setzte auf einen Hals-Korpus-Übergang am 12. Bund. Den für diese Bauform konzipierten Body kombiniert der Hersteller nun mit einem Hals, der erst am 14. Bund in den Korpus übergeht – eine Premiere im Hause Martin. Dies soll für mehr Projektion und Klarheit sorgen, ohne den vollmundigen, kraftvollen Klang zu verlieren, für den Dreadnoughts so geschätzt werden.

Bei der Holzauswahl vertraut die auf 100 Exemplare limitierte Martin O’ahu K-42 Hibiscus auf eine Kombination aus Koa-Korpus, Fichtendecke, Mahagonihals und Ebenholzgriffbrett. In Szene gesetzt wird das Instrument zudem mit einem Dark-Toasted-Burst-Finish, kunstvoll verzierten Hibiskus-Inlays auf dem Griffbrett, Einfassungen aus Madagaskar-Palisander sowie Waverly-Stimmmechaniken.
Vom CEO persönlich entworfen: Martin Custom Shop M Paisley Ember Burst
Die ebenfalls neu vorgestellte Custom Shop M Paisley Ember Burst wurde von Martin-CEO Thomas Ripsam entworfen und kommt im M-/0000-Format mit Engelmann-Fichtendecke, Boden und Zargen aus Wölkchen-Ahorn sowie einem dunklen Amber-Burst-Finish. Besonders ins Auge fällt die aufwendig verzierte Decke mit Paisley-Muster.

Wie auch bei den ebenfalls neu präsentierten Super-D-Dreadnoughts kommt bei der Martin Custom Shop M Paisley für die Beleistung das Forward-Shifted Golden Era Scalloped X-Bracing zum Einsatz, das für einen klaren und reaktionsschnellen Klang sorgen soll. Laut Hersteller verbindet der mit einem Ebenholzgriffbrett ausgestattete GE Modified Low Oval-Hals aus schwarzem Walnuss Vintage-Feeling mit modernem Spielkomfort. Weitere Ausstattungsdetails sind ein Binding aus geflammtem Ahorn, Abalone-Schneeflocken-Inlays, goldene Waverly-Mechaniken, LR-Baggs-Anthem-Elektronik sowie ein vom CEO handsigniertes Custom-Label.
Nichts für Sparfüchse
Dass die in den USA gefertigten Gitarren des Herstellers im gehobenen Preissegment angesiedelt sind, ist kein Geheimnis. Für diese beiden Sondermodelle muss man allerdings noch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Martin O’ahu K-42 Hibiscus kann bereits bei Thomann zu einem Preis von 20.399 Euro vorbestellt werden. Die Martin Custom Shop M Paisley Ember Burst wird hingegen auf der Website des Herstellers mit einem Preis von 11.299,99 US-Dollar gelistet.
Weitere Informationen: https://www.martinguitar.com/
