Das Erforschen des eigenen Sounds durch Effektgeräte war lange Instrumentalistinnen vorbehalten. Vocal-Effekte wurden meist vom Mischpult aus gesteuert und fremdbestimmt. Seit einigen Jahren emanzipieren sich Sänger und Sängerinnen und experimentieren eigenständig mit Effektgeräten, um ihre Stimme zu verfremden. Die Industrie hat entsprechend reagiert, und so gibt es mittlerweile einige Effektgeräte, die speziell auf Gesang ausgelegt sind. Jedoch unterscheiden sich das Angebot und die Möglichkeiten immer noch stark von denen für Instrumentalistinnen. Wir zeigen euch, welche Effektgeräte es bereits für Vocals gibt und worauf ihr beim Kauf achten solltet.

- Wozu brauche ich Vocal-Effekte?
- Was gibt es beim Kauf von Vocal-Effekten zu beachten?
- Gibt es Einzel-Effektpedale für den Gesang?
- Kaufberater Vocal-Effekte
- BOSS VE-22
- TC Helicon VoiceLive Play
- BOSS VE-1
- Zoom V6
- TC-Helicon Ditto Mic Looper
- BOSS VE-500
- Mooer Harmonier
- Mooer Autuner
- Mooer Loopation
- Gitarreneffekte für Vocals nutzen – Wie geht das?
- Gesangseffekte auf der Bühne: Ein Ratgeber für den Bühneneinsatz
- FAQ
Wozu brauche ich Vocal-Effekte?
Ein Effekt auf der Stimme trägt entscheidend zur Ästhetik und zur äußeren Wahrnehmung einer Gesangs-Performance bei. Steht die Stimme in einem trockenen, kleinen Raum oder in einer großen Halle? Klingt sie sauber und klar oder dreckig und verzerrt? Wirken die Vocals oldschool und puristisch oder modern und experimentell? Das alles beeinflusst stark, wie wir einen Song und seine Message wahrnehmen.
Über die Jahre haben sich die Effekt-Typen Delay (Echo) und Reverb (Hall) für Gesang besonders etabliert und spielen in nahezu jeder Aufnahme und im Live-Kontext eine grundlegende Rolle, um die Stimme in den Band-Sound einzubetten und ihr Tiefe und Dimension zu verleihen. Natürlich steht die Zeit nicht still, und die Gesangswelt arbeitet – unabhängig vom Genre – immer mehr mit experimentelleren Effekten wie Auto-Tune, Harmonizern oder Vocodern. Die Grenzen zwischen Stimme und Instrument verschmelzen somit zunehmend.
Derartige Sounds sind längst aus dem experimentellen Underground in die Mainstream-Welt übergelaufen und finden vor allem im Bereich Hip-Hop/Trap großen Anklang. Im Zuge dieser Entwicklung wurde es auch immer üblicher, dass Sängerinnen und Sänger ihre Vocal-Effekte selbst von der Bühne aus steuern, anstatt dies wie bisher dem Tontechniker oder der Tontechnikerin zu überlassen.

Wir beweisen euch, dass die Stimme mehr kann als nur Sprechen und Singen.
Was gibt es beim Kauf von Vocal-Effekten zu beachten?
Während sich Instrumentalistinnen vor der Fülle an Effektgeräten auf dem Markt kaum retten können, ist das Angebot an speziell für Vocals ausgelegten Effekten immer noch überschaubar. Am meisten verbreitet für Sängerinnen sind nach wie vor Multi-Effektgeräte, welche die wichtigsten Basis-Sounds wie Delay/Reverb und experimentelle Modulations-FX vereinen. Grundvoraussetzung für die Nutzung von Effekten mit Vocals sind ein XLR-Eingang sowie ein integrierter Mikrofonvorverstärker, denn ansonsten braucht ihr zusätzlich externe Geräte.
Diese Features sind in nahezu allen Vocal-, aber nicht in Gitarren-Effektgeräten verbaut. Bei den gängigen Multieffekten können je nach Preiskategorie ein oder mehrere Effekte in einem Gerät gleichzeitig genutzt und separat angesteuert werden. Ihr solltet euch außerdem Gedanken darüber machen, wie stark ihr euren Vocal-Effekt live bearbeiten wollt. Denn manche Geräte eignen sich besser für den intuitiven Live-Betrieb, während andere eher den Fokus auf voreingestellte, feste Presets legen, die dann live nur noch abgerufen werden. Außerdem legen einige Hersteller den Fokus auf die Nutzung als Bodentreter, während andere ihre Geräte eher auf die Nutzung per Hand hin konzipieren.
Gibt es Einzel-Effektpedale für den Gesang?
Wie schon gesagt: Am meisten verbreitet für Sänger*innen sind Multi-Effektgeräte. Schwierig wird es, wenn wir uns eine breite Auswahl an Einzeleffekten wünschen, also Effekte, die jeweils nur eine bestimmte Aufgabe haben und die wir uns dann nach persönlichen Vorlieben zusammenstellen können. Am individuellen Vocal-Pedalboard hindert uns das aktuell magere Angebot an spezialisierten Stimmeffektgeräten noch sehr.
Gitarrenpedalen fehlen die nötigen Kabelanschlüsse und die technische Ausrüstung, um sie ohne Weiteres als Stimmeneffekt zu nutzen. Die menschliche Stimme benötigt im Gegensatz zur E-Gitarre ein Mikrofon und einen Mikrofonvorverstärker, um über eine Lautsprecheranlage zu erklingen. Gitarreneffekte besitzen keinen für Mikrofone üblichen XLR-Anschluss und haben auch keinen Vorverstärker verbaut. Außerdem sprechen diese Geräte oft einen anderen Frequenz- und Pegelbereich an als den der menschlichen Stimme. Diese klingt deshalb unter Umständen dumpf oder dünn, wenn man sie mit Gitarreneffekten kombiniert. Wie ihr merkt: Als Sänger*in ist man nicht sonderlich flexibel, was individuelle Einzeleffekte angeht.
Das liegt vor allem daran, dass die Hersteller immer noch davon ausgehen, dass Sänger*innen im Vergleich etwa zu Gitarrist*innen aufgrund mangelnden technischen Interesses am besten mit übersichtlichen, kompakten Multi-Effekten beraten sind. Tatsächlich wünschen sich viele Sänger*innen aber mehr Einzeleffekte für Gesang, um sich ihre eigene, individuelle Klangwelt zu erschaffen. Die gute Nachricht ist, dass nach und nach derartige Geräte auf den Markt kommen. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Kaufberater.
Kaufberater Vocal-Effekte
Wir stellen euch im Folgenden die beliebtesten Einzel- und Multieffekte für Sängerinnen und Sänger vor.
BOSS VE-22

Der VE-22 ist die Weiterentwicklung des Boss VE-20, der bereits seit Jahren auf dem Markt etabliert ist. Der Multieffekt kombiniert diverse Effektarten wie Harmonies, Modulationseffekte, Delays und Reverbs mit einem einfachen Looper.
Die vielen Effekte sind in drei Sektionen aufgeteilt: HARMONY, EFFECT und ECHO. Sie lassen sich separat über drei kleine Regler editieren und anschalten. Für die Live-Performance als Bodentreter können sie auch über die großen Buttons im unteren Bereich des Pedals gesteuert werden. Diese Fußschalter erfüllen aber je nach Modus auch noch andere Aufgaben, wie etwa Bypass, Preset-Auswahl oder Looper.
Um zu diesen Funktionen gelangen zu können, müssen mitunter zwei Schalter gleichzeitig betätigt werden, was gerade im Live-Workflow und speziell beim Looper etwas hinderlich sein kann. Ein optional anschließbares externes Fußpedal mag hier Abhilfe schaffen, ist aber leider nicht im Lieferumfang enthalten. Zusätzlich zu den drei Hauptsektionen gibt es noch eine globale Dynamics-Einheit mit Parametern für De-Essing, Compression und Noise Reduction.
Im HARMONY-Bereich können bis zu zwei Harmonies gleichzeitig entweder chromatisch oder in einer festgelegten Tonart über und unter die Gesangsstimme gelegt werden. Das Tracking funktioniert hier ziemlich sauber, und auch die Soundqualität ist sehr klar. Das gilt auch für die EFFECT-Sektion, in der diverse Modulations- und Verzerrungseffekte wie etwa Chorus, Flanger, Overdrive oder auch Autotune beheimatet sind.
Der Autotune-Effekt hätte für unseren Geschmack noch eine Stufe aggressiver sein können, um wirklich drastische Trap-Sounds erzeugen zu können. Das Problem bei allen Effektgruppen in diesem Bereich ist, dass die jeweiligen Effekte nicht gleichzeitig genutzt und gelayert werden können, da sie alle in ihrer jeweiligen Sektion „gefangen“ sind. Man kann also nur einen der Effekte nutzen und ihn dann mit den anderen Sektionen kombinieren. Eine Alternative wäre, während eines Songs das Preset und somit die Effektart zu wechseln. Da für die Preset-Anwahl im Bodentreter-Workflow aber ein Doppeltritt nötig ist, gestalten sich derartige Unterfangen live sehr umständlich. Gleiches gilt für den Looper, zu dem man ebenfalls nur über Menü-Umwege gelangt und dem ein separater, händischer Level-Regler gutgetan hätte.
Auf der Rückseite ist der VE-22 mit einem XLR-Eingang für ein Mikrofon und zwei XLR-Buchsen für die Outputs bestückt. Gerade für die Outputs hätten wir uns XLR/Klinke-Kombibuchsen gewünscht. Dafür lassen sich die Outputs unterschiedlich routen. Zum Beispiel können Effekt-Signal und Dry-Signal separat ausgegeben werden, was gerade für den Live-Kontext wichtig ist. Außerdem gibt es noch zwei 3,5-mm-Klinkenanschlüsse für AUX IN und PHONES/LINE OUT. Das 9V-Netzteil ist leider nicht im Lieferumfang enthalten, dafür ist Batteriebetrieb möglich.
Der Boss VE-22 ist ein robust verarbeiteter Multieffekt mit klar auflösendem Sound und eignet sich besonders gut für Sänger*innen, die sich erstmals mit Vocal-Effekten auseinandersetzen wollen. Sind komplexere, tiefergehende Sound-Kombinationen und Optionen gewünscht, gerät der VE-22 jedoch konzeptbedingt schnell an seine Grenzen, und der Workflow ist etwas umständlich.
Die wichtigsten Features
- Multi-Effekt mit Vocal-Harmony, Modulation, Distortion, Autotune, Chorus, Delay, Reverb u. v. m.
- Farb-LCD
- 50 Presets + 99 User-Plätze
- XLR-Mikroeingang mit 48 V Phantomspeisung und Gain-Control
- 2 XLR-Ausgänge für Stereo-, Dual-Mono- oder Wet/Dry-Nutzung
- USB-C für Recording und Audio-Playback über Computer oder mobile Geräte
- Aux-Input
- Integrierter Looper
- Drei Switches für die Bedienung per Hand oder Fuß
- Expression-Pedal-Eingang
- Bis zu zwei externe Fußschalter nutzbar
- Batteriebetrieb mit 4× AA LR6
- Netzteilbetrieb möglich mit Netzteil PSA-S (nicht im Lieferumfang enthalten)
Preis: 359 EUR
Sternebewertung: 3,5/5 Sterne

Der Boss VE-22 Vocal Performer ist ein Multieffekt-Prozessor, der gezielt auf die Bedürfnisse von Sängerinnen und Sängern abgestimmt ist. Wir haben ihn gecheckt.
TC Helicon VoiceLive Play

Das TC Helicon VoiceLive Play bietet als Multieffektgerät eine Vielzahl von Effekten wie Hall, Echo und Modulation. Zusätzlich verfügt es über integrierte Harmoniefunktionen, die maximal zwei automatisch erstellte Harmonien in verschiedenen Intervallen ermöglichen. Das Gerät ist mit einem eingebauten Looper ausgestattet und hat eine separate Dynamics-Einheit mit Kompressor, EQ, De-Esser und Gate an Bord. Die Preset-Anwahl, Effektaktivierung sowie die Looper-Funktionen laufen hauptsächlich über drei robuste Fußschalter, was den VoiceLive Play auch als Bodentreter interessant macht.
Die Live-Performance mit Bearbeitung von Effektparametern ist durch lediglich einen Drehregler etwas umständlich, kann aber durch den Anschluss eines externen Pedals erleichtert werden. Der VoiceLive Play ist das letzte noch neu erhältliche Gerät aus TC-Helicons erfolgreicher VoiceLive-Reihe, die auch wesentlich umfangreichere und komplexere Geräte wie etwa den VoiceLive Extreme beinhaltet.
Die wichtigsten Features
- Tone, Harmony, HardTune, Reverb, Double und mehr
- 3,5‑mm‑Stereoklinkeneingang für externe Geräte
- USB‑Schnittstelle zum Abspielen und Aufnehmen mit dem Computer
- Dynamic-Einheit (EQ, Kompressor, De‑Esser)
- Gate und Tonhöhenkorrektur
- Looper mit Undo/Redo
- XLR‑Mikrofoneingang für dynamische Mikrofone und Kondensatormikrofone
- 2 XLR‑Stereoausgänge
- Kopfhöreranschluss
- USB‑Anschluss
- Abmessungen: 45 × 200 × 156 mm
- Gewicht: 0,95 kg
Preis: 194 EUR
Sternebewertung: 4/5

Die VoiceLive Play Effektpedale wurden speziell für Sänger und singende Gitarristen konzipiert. Bekommt die Performance mit ihnen den letzten Schliff? Unser Test!
BOSS VE-1

Das Boss VE-1 ist ein kompakter Vocal-Effekt, der sich speziell auf Reverb-/Delay-Sounds fokussiert, von denen sieben verschiedene Typen an Bord sind. Durch das überschaubare Angebot und die einfache Bedienung ohne Submenüs kommt er als pragmatischer Einzeleffekt-Bodentreter mit hilfreichen, separaten Zusatzfunktionen wie Autotune und Vocal-Dopplung daher. Somit deckt er die wichtigsten Basiseffekte ab, auch wenn die jeweiligen Parameter zum Bearbeiten vergleichsweise begrenzt sind. Außerdem fehlen Dynamic-Prozessoren wie Gate oder Kompressor, was gerade im Bandkontext dann doch einen zusätzlichen Tontechniker oder eine Tontechnikerin erfordert. Für den Einstieg in die Welt der Vocal-Effekte ist das VE-1 jedoch ein solider und preiswerter Kandidat.
Die wichtigsten Features
- 7 verschiedene, individuell einstellbare Ambience-Effekte
- Double-Tracking-Effekt
- Enhance und Pitch Correct (inkl. „Electronic Voice“-Effekt)
- Memory-Funktion
- USB-Interface
- XLR-Out
- Line-Out
Preis: 189 EUR
Sternebewertung: 3,5/5
Zoom V6

Das Zoom V6 ist ein Multieffekt mit drei separat ansteuerbaren Einheiten für VOICE, HARMONY und EFFECT. Bis zu zwei Harmony-Töne lassen sich zum Originalsignal addieren. In der VOICE-Sektion sind klassische Stimmen-Manipulatoren wie Vocoder, Talkbox oder Autotune zu finden. Den EFFECT-Bereich teilen sich Reverb, Delay, Distortion und Modulationssounds. Das ist etwas schade, da somit beispielsweise nicht Verzerrung und Reverb gleichzeitig genutzt werden können. Zur besseren Steuerung im Live-Kontext ist ein Expression-Pedal integriert, was für Vocal-Multieffekte dieser Preisklasse eher ungewöhnlich ist. Außerdem gibt es eine zweite Fußschalter-Einheit, unabhängig von den Bypass-Schaltern für die Effekte – ebenfalls eine Seltenheit. Dadurch lässt sich der Looper intuitiver steuern, und die Presets sind ohne Umwege zugänglich.
Das Zoom V6 besticht vor allem durch sein kompaktes Format und den Verzicht auf ausschweifende Submenüs. Das minimalistische Bedienkonzept liefert die Intuitivität, die gerade Sänger*innen bei anderen Vocal-Multieffekten vermissen. Diese erfrischende Eigenschaft des Zoom V6 wird leider überschattet von unregelmäßigem Pitch-Tracking, einem unpraktischen Harmonizer und der limitierenden Effektaufteilung. Wären diese Punkte etwas genauer überdacht worden, hätte das Pedal für diverse Einsatzbereiche uneingeschränkt empfohlen werden können. So bleibt es ein kompaktes, intuitives Vocal-Effektgerät, das vor allem Einsteiger*innen und Experimentierfreudige ansprechen wird, jedoch für die fortgeschrittene Profi-Bühne nur bedingt geeignet ist. Wer Funktionen wie die separat ansteuerbaren Einheiten und das Expression-Pedal nicht benötigt, kann auch zum etwas abgespeckten, günstigeren Zoom V3 greifen.
Die wichtigsten Features
- 12 unterschiedliche Voice-Effekte (z. B. Pitch-Korrektur, Unisono, Vocoder)
- Harmony-Sektion für bis zu 2 Backing-Vocals
- 10 Studio-Effekte wie Hall, Echo, Chorus oder Telefonstimme
- Formant-Expression-Pedal
- Integrierter Looper
- SGV-6-Richtmikrofon (unterdrückt Umgebungs- und Bühnengeräusche)
- Integrierter Kompressor und Enhance-Button (EQ und De-Esser kombiniert)
- USB 2.0 Audio-Interface mit 16/24/32 Bit und 44,1 kHz
- XLR-Mikrofoneingang (+48 V Phantomspeisung schaltbar)
- Micro-USB‑B‑Port
- Kopfhörerausgang: 3,5‑mm‑Stereoklinke
- XLR‑Line-Ausgang
- Abmessungen (B × L × H): 181 × 320 × 77 mm
Sternebewertung: 3,5/5
Preis: 330 EUR

Der kompakte Multi-Effekt Zoom V6 besticht durch seine intuitive Bedienung. Bewährt er sich auch klanglich?
TC-Helicon Ditto Mic Looper

Der TC-Helicon Ditto Mic Looper hat sich als Einzeleffekt für Vocals dem Looping verschrieben und bietet bis zu fünf Minuten Loop-Zeit mit unbegrenzten Overdubs, einer Undo-/Redo-Funktion und einem Loop-Speicherplatz. Am großzügigen Level-Poti lässt sich das Loop-Level regeln, und gerade im Live-Kontext macht der Ditto dank der robusten Verarbeitung eine gute Figur – auch wenn die beiden Fußschalter etwas eng beieinander liegen. Zugegeben: In nahezu jedem Vocal-Multieffekt ist heutzutage ein brauchbarer Looper verbaut. Wird jedoch, je nach Setup, lediglich ein Loop-Gerät ohne viel Schnickschnack benötigt, ist der Ditto eine gute, platzsparende Lösung.
Ein spannendes Zusatzfeature ist die MIC-Control-Kompatibilität. Hierbei handelt es sich um einen optional erhältlichen Adapter, der zwischen Mikrofon und Ditto gesteckt wird und mit dem sich die Loop-Funktion bequem in Mikrofonnähe aktivieren lässt – ganz ohne den Fuß dafür zu benötigen.
Die wichtigsten Features
- XLR-In und -Out (Mic Level)
- Phantomspeisung
- MIC-Control-fähig
- USB für Updates
- Undo/Redo
- 5 Minuten Flash-Memory
- 24‑Bit‑Quantisierung
Sternebewertung: 4/5
Preis: 87 EUR

Nach zwei erfolgreichen Ditto-Loopern von TC Electronic gibt es jetzt auch einen von TC Helicon – für Vocals natürlich. Wir hatten das brandneue Gerät schon da!
BOSS VE-500

Das Boss VE-500 ist ein Multieffekt für Vocals, das vor allem durch die intelligente Einbindung externer Instrumente und seine klangliche Vielseitigkeit besticht. Durch die robuste Verarbeitung und die minimalistische Bedienoberfläche eignet es sich gut als Bodentreter für die Bühne. Da die detaillierte Bearbeitung durch viele Submenüs und kleine Regler live etwas umständlich ist, eignet sich das Gerät eher für das Abrufen vorbereiteter Presets.
Ein Alleinstellungsmerkmal des VE-500 im Vocal-Bereich ist die Einbindung externer akustischer Instrumente in den Workflow. Es kann etwa eine E-Gitarre eingeschliffen werden, deren Akkorde als Grundlage für die Harmony-/Vocoder-Effekte dienen. Beeindruckend ist außerdem die Anzahl an Effekten. Angefangen bei der Enhance-Sektion mit Kompression, De-Essing und EQ gelangt der VE-500 über eine Pitch-Correction zu insgesamt vier Effektblöcken, die unterschiedlich geroutet und beispielsweise separat auf Hauptstimme und Harmonies gelegt werden können. Im Vergleich zu anderen Geräten wie dem Boss VE-22 sind diese Blöcke nicht in Kategorien eingeteilt, wodurch sich alle vorhandenen Effekte beliebig kombinieren lassen und der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind.
Die beiden XLR-Outputbuchsen lassen sich je nach Belieben als Stereo-Out, Dual-Mono- oder geteilter Dry/Wet-Output nutzen, was gerade im Live-Kontext ein wichtiges Feature ist. Klanglich brilliert die Stompbox weniger durch ihren etwas dünn und pauschal anmutenden Grundsound, vielmehr ist es die enorme Menge an möglichen Sounds und Parametern, die sich dank einer smarten Software bis ins Detail editieren lassen. Für klangorientierte Sänger*innen ist die Stompbox ebenso interessant wie für Instrumentalist*innen, die live beispielsweise Backing-Vocals beisteuern.
Die wichtigsten Features
- Enhance-Sektion für den Grundsound + Hall, Delay, Modulation, Verzerrung, EQ, Filter sowie diverse Effekte für die weitere Klangbearbeitung
- Eigenständiger Looper
- XLR-Mikrofoneingang mit einstellbarer Empfindlichkeit und aktivierbarer Phantomspeisung
- Stereo-Out (XLR)
- Drei zuweisbare Fußschalter
- Zwei Expression-Pedal-Anschlüsse
- 99 User-Speicherplätze zum Abspeichern von Patches
- Drei zuweisbare Potis
- MIDI- und USB-MIDI-Eingang zur Integration einer Harmony-/Pitch-Engine aus einem externen MIDI-Keyboard
- Graphic-LCD
- Instrument-/Thru-Eingänge (6,3 mm Klinke) zum Anschluss bzw. zur Durchschleifung externer Instrumente
Sternebewertung: 3,5/5
Preis: 425 EUR

Stimme trifft Instrument trifft Stimme: Vocal-Effekte ‚Next Level‘ mit dem neuen BOSS VE-500? Wir haben genauer hingeschaut.
Mooer Harmonier

Mit der Vocal-Effekt-Reihe wagt sich Mooer auf den selten begangenen Pfad der Einzel-Effektpedale für Sänger*innen. Der Harmonier ermöglicht bis zu zwei Harmonien, deren Kombinationen in 11 Modi festgelegt sind. Die Tonart kann jeweils zwischen Dur und Moll gewechselt werden. Die Bedienoberfläche wirkt mit drei Drehreglern, zwei Fußschaltern und einem LED-Button zunächst sehr übersichtlich, jedoch sind einige Funktionen wie etwa Reverb oder Dur/Moll-Switch nur über Umwege und nach einem Blick ins Manual zu erreichen. Verwirrend ist außerdem der Bypass-Schalter, der erst bei langem Gedrückthalten wirklich in den Bypass geht und sonst lediglich den Reverb aktiviert. Die verschiedenen Harmony-Modes sind sehr musikalisch gewählt und eignen sich gut für den intuitiven Einsatz. Das gilt besonders für Fifth Low und Third High. Der Modus Third Low ist etwas irreführend, da in diesem Fall keine Terz unter die Stimme gelegt wird, sondern die darüberliegende Terz oktaviert als Sexte unter der Hauptstimme landet. Das Tracking der Stimme läuft zuverlässig, wenn auch hörbar etwas langsamer als etwa beim Boss VE-22. Auch wenn die Harmonies angenehm und unaufdringlich klingen, wäre ein einfacher EQ für mehr Kontrolle schön gewesen. Der Mooer Harmonier ist vor allem für Sänger*innen interessant, die nicht mehr als Harmonies und einen einfachen Reverb benötigen und somit viel Platz und Geld gegenüber einem Multi-Effekt sparen können.
Die wichtigsten Features
- 12 Tonhöhen
- 11 Harmonie-Modi mit verschiedenen Intervall-Kombinationen
- Integrierter Reverb
- Drei EQ-Settings: Flat, Warm und Bright
- 7 Preset-Speicherplätze
- LED-Taster
- Sub-Menü-Funktionen etwa für Reverb-Bypass
- Zwei Output-Modi: Mixed und Individual
- Regler für Mode, Key, Level, Gain
- Optionale 48V-Phantomspeisung
- Schalter zur Auswahl zwischen Mikrofonpegel und Line Pegel
- Mikrofon-Eingang und -Ausgang: XLR
- Gitarren-Eingang und -Ausgang: 6,3-mm-Mono-Klinke
- Stromversorgung über integriertes 9 V DC-Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
Sternebewertung: 3,5/5
Preis: 159 EUR
Mooer Autuner

Mit dem Autuner bringt Mooer endlich wieder Leben in die Welt der Einzeleffekte für Sänger*innen. Das Pedal kümmert sich vor allem um Autotune-Sounds, hat aber auch Reverb und Delay mit jeweils drei Typen an Bord, die mit separaten Reglern gezielt eingesetzt und kombiniert werden können. Außerdem gibt es noch einen Tone-Button mit zwei festen EQ-Einstellungen. Das verspielte Design erinnert mitunter an Kinderspielzeug, wird aber durch eine hochwertige Verarbeitung ausgeglichen. Die Hauptfunktionen des Pedals kommen ohne unsichtbare Sub-Menüs aus. Lediglich für das Einstellen der Gitarren-Effekte sind bestimmte Tasten-Kombinationen nötig. Ähnliches gilt für den separaten Vocal Synthesizer-Modus. Der läuft nur über Gedrückthalten des linken Fußschalters und wirkt wie eine extrem starke Pitch Correction à la Cher. Diese Intensität ist beim eigentlichen Haupt-Autotune-Effekt nicht vorhanden, weshalb sich dieser eher zum soften Ausgleichen schiefer Töne eignet. Als wirklich flexibler Vocal-Effekt etwa für zeitgenössische Trap-Sounds kann der Autuner also nur bedingt herhalten. In Kombination mit Delay und Reverb lassen sich hier jedoch durchaus atmosphärische Klänge mit deutlich hörbarem Autotune-Einschlag kreieren.
Die wichtigsten Features
- Drei Gesangs-Klangmodi: Flat, Warm und Bright
- Separater Vocal Synthesizer-Mode
- Vier Delay-Modi: Tape, Digital, Slapback und OFF
- Vier Reverb-Modi: Room, Hall, Plate und OFF
- Delay und Halleffekte für Gesang und Gitarre nutzbar
- Tap-Tempo-Fußschalter für die Delay-Geschwindigkeit
- Hidden Mode für separate Instrument-Effekt-Einstellungen
- Zwei Output-Modi: Mixed und Individual
- Regler für Correction, Delay, Reverb, Gain
- LED-Taster für die Anpassung der Klangfarbe
- Optionale 48V-Phantomspeisung
- Schalter zur Auswahl zwischen Mikrofonpegel und Line Pegel
- XLR Ein-/Ausgang
- 6,3-mm-Mono-Klinken-Eingang/Ausgang
- Stromversorgung 9V DC Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
Sternebewertung: 3/5
Preis: 159 EUR
Mooer Loopation

Mit dem TC Helicon Ditto gibt es bereits einen Einzeleffekt-Looper für Vocals. Der Loopation von Mooer setzt sich davon unter anderem mit einem integrierten Reverb, einem einfachen EQ und einer Auto-Recording-Funktion ab. Diese Features sind jedoch nur über Umwege und nach einem Blick ins Manual zu erreichen. Generell ist die Bedienung etwas umständlich und deckt sich teilweise nicht 1:1 mit den Angaben in der Bedienungsanleitung. So lässt sich der gesamte Loop etwa nur durch einen Doppelklick auf den rechten Fußschalter löschen, wobei der zweite Klick gehalten werden muss. Solche Feinheiten können gerade im Live-Kontext schon einmal Stolperfallen verursachen und dadurch verunsichernd wirken. Ist der Workflow einmal verinnerlicht, liefert der Loopation endlos viele Loop-Layer mit solider Klangqualität. Es gibt elf direkt anwählbare Loop-Speicherplätze. Drei davon bieten bis zu zehn, die restlichen bis zu fünf Minuten Loopzeit. Über den linken Fußschalter lässt sich das gesamte Loop-Signal in Reverse abspielen und es können einzelne Layer gelöscht und wieder hinzugenommen werden. Gerade im Live-Kontext sind dies hilfreiche Tools, um Dynamik oder experimentelle Klänge zu erzeugen. Außerdem praktisch für live sind die separaten Eingänge für Mikrofon und Instrument. Dadurch könnt ihr etwa als Singer-Songwriter sowohl eure Akustik-Gitarre als auch euren Gesang loopen. Mehr braucht es meist nicht, wie nicht zuletzt Ed Sheeran immer wieder eindrücklich unter Beweis stellt. Habt ihr euch einmal an den zunächst verwirrenden Workflow gewöhnt, bietet der Looper einige hilfreiche Features, um gerade im Live-Kontext euer Setup kreativ und intuitiv zu ergänzen.
Die wichtigsten Features
- 11 Loop-Speicherplätze mit bis zu 70 Minuten Aufnahmezeit
- Unbegrenzte Loop-Overdubs
- Loop-Funktionen: Deleting, Undoing, Redoing und Reversing
- Zwei Aufnahmemodi: Echtzeit und Auto
- Integrierter Reverb
- EQ-Presets: Flat, Warm und Bright
- Zwei Output-Modi: Mixed und Individual
- Regler für Song, Master, Mix, Gain
- Optionale 48V-Phantomspeisung
- Schalter zur Auswahl zwischen Mikrofonpegel und Line Pegel
- XLR Ein-/Ausgang
- 6,3mm-Mono-Klinken-Eingang/Ausgang
- Stromversorgung via 9V DC Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
Sternebewertung: 4/5
Preis: 159 EUR
Gitarreneffekte für Vocals nutzen – Wie geht das?

Beispiel-Setup 1
Wie bereits angedeutet, braucht ein Mikrofon immer einen Vorverstärker, den ihr beispielsweise in einem Mischpult in Form des Gain-Reglers vorfindet. Schickt man das Mikro unverstärkt direkt durch einen Gitarreneffekt, wird kein Signal ausgegeben, da der Eingangspegel zu niedrig ist und das Effektpedal nicht reagiert. Es gibt diverse portable und günstige Mikrofonvorverstärker wie etwa den Art Tube MP. Dieser bietet neben einem XLR-Ausgang dann auch einen Klinken-Ausgang, von dem ihr dann mit dem verstärken Signal per Klinkenkabel in den Effekt geht. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, eurem FOH Mensch euer Stimmensignal auszugeben:
A) Ihr teilt euer Mikrofonsignal mithilfe eines sogenannten Splitter-Kabels in zwei Signale auf. Ein Signal geht direkt an den Mischer, das zweite schickt ihr vorher via Vorverstärker durch euer Effekt-Board. Wie viel Effektanteil euer Vocalsound hat, liegt nun in der Hand eures Mischers.
B) Ihr arbeitet mit einem Vocalsignal, welches ihr durch euer Pedal-Board schickt. Den Effektanteil bestimmt ihr selbst mithilfe der Mix-Regler der einzelnen Effekte: Sie geben das Verhältnis aus Trocken- und Effektsignal vor.
Beispiel-Setup 2
Ihr könnt euren Stimmensound auch mit Gitarreneffekten füttern, indem ihr euch quasi selbst auf der Bühne “vormischt”. Der benötigte Vorverstärker befindet sich dann in eurem Mini-Mischpult (z.B. Yamaha MG10), welches mit einem FX-Return ausgestattet ist. Aus dem FX-Send-Ausgang geht ihr nun in euer Effektpedal, von dem ein Kabel zurück in den FX-Return-Eingang läuft. Diesen Eingang könnt ihr nun je nach Mischpult in der Lautstärke regeln. Euer vorgemischtes Signal gebt ihr dann an euren FOH Mensch weiter.

Gesangseffekte auf der Bühne: Ein Ratgeber für den Bühneneinsatz
Die eben vorgestellten Workarounds bieten sich an, wenn ihr gern volle Kontrolle über euren Vocalsound haben wollt und eure Stimme nicht schutzlos dem unbekannten FOH Mensch überlassen wollt. Bedenkt allerdings, dass derartige Technik-Spielereien stets ein Risiko- und Stressfaktor sind. Man muss auf der Bühne ständig ein Auge darauf haben und ist recht aufgeschmissen, wenn mal etwas nicht funktioniert. Manchmal ist es deshalb ratsamer, mit einem eigenen FOH Mensch zu reisen oder sich genau zu überlegen, was man dem fremden Mischer für Anweisungen gibt. So oder so ist es gut und wichtig zu wissen, welchen Sound man eigentlich haben möchte und wie man ihn vielleicht auch ohne eigene Effekte schnell erreichen kann. Verlasst euch hierbei nicht auf euren Proberaum-Sound: Auf einer Bühne spielt stets der umgebende Raum eine wichtige Rolle. Prüft deshalb euren eigenen Effektsound auf Raumtauglichkeit und passt ihn gegebenenfalls an.
Abschließend interessiert es mich sehr, wie eure Einstellung gegenüber individuellen Vocal-Effekten ist. Sollte es mehr auf SängerInnen spezialisierte Einzeleffekte geben? Wenn ja, welche und warum? Lasst uns bei den Pedalherstellern Gehör verschaffen und schon bald erkennen sie, welch ein Trend ihnen vielleicht verborgen bleibt!
In diesem Sinne: Frohes Basteln! Euer Tom
FAQ
Wozu brauche ich Vocal-Effekte?
Mit Vocal-Effekten kannst du den Sound deiner Stimme verändern und erweitern. Vocal-Effekte können Tiefe, Raum und Atmosphäre verleihen und die emotionale Performance deines Gesangs steigern.
Welche Vocal-Effekte sind am häufigsten im Einsatz?
Die bekanntesten und gängigsten Effekte sind Reverb (Hall) und Delay (Echo). Sie werden immer schon im Studio und live genutzt und geben deiner Stimme Räumlichkeit und Präsenz.
Können Sänger*innen ihre Effekte heute selbst steuern?
Ja, moderne Vocal-Effekte sind dafür gemacht, von den Sänger*innen selbst auf der Bühne bedient zu werden. Mit ihnen bist du unabhängig von der Tontechnik.
Gibt es eigene Effektgeräte für Gesang?
Ja, immer mehr. Spezielle Vocal-Effekte sind auf die Anforderungen von Mikrofonen und Gesangsstimmen genau abgestimmt. Sie unterscheiden sich dadurch von Gitarren- oder allgemeinen Instrumenteneffekten.
Warum lohnt sich ein eigenes Vocal-Effektgerät?
Du kannst dir als Sänger*in viel mehr Zeit nehmen, deinen ganz eigenen Gesangseffekt-Sound zu entwickeln, zu verfeinern und in Ruhe herumzuexperimentieren. Zudem hast du so live die Kontrolle über deinen Gesangssound.
























Caym sagt:
#1 - 11.04.2019 um 23:21 Uhr
Ich bin dringend auf der Suche nach Einzeleffekten für die Stimme. Von Distortion über Flanger bis zu den üblichen Delay und Reverb. Die Idee mit Vorverstärker und Gitarrenpedalen zu arbeiten scheint mir die einzige Möglichkeit im Moment. Danke für diese Idee!
Catharina.Bonedo sagt:
#1.1 - 12.04.2019 um 06:23 Uhr
Lieber Caym,
wir auch! Aber wie Tom schon schreibt: Hersteller, mit denen wir gesprochen haben, sehen keine Nachfrage. Also sollten wir alle schick E-Mails mit unseren Wünschen schreiben. Herzliche Grüße, in der Hoffnung, dass sich bals was ändert, Catharima
Antwort auf #1 von Caym
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenNick (Redaktion Recording) sagt:
#1.1.1 - 12.04.2019 um 08:07 Uhr
Hallo allerseits,wie im Text oben beschrieben, sind Gitarrenpedale ja prinzipiell nicht so gut geeignet, was vor allem am Level und an der Impedanz liegt. Das lässt sich aber ändern mit "Reampern" oder rückwärts betriebenen passiven DI-Boxen. Unter https://www.bonedo.de/artik... wird das (eigentlich für den Mixdown, aber auch live genauso nutzbar) erklärt. In diesem Zusammenhang ein wirklich ganz tolles Werkzeug ist Eventides Mixing Link (https://www.bonedo.de/artik.... Man muss sich ein wenig mit der Signalführung auseinandersetzen, allerdings lohnt das total. Man kann dieses Teil wirklich sehr flexibel einsetzen und sich verschiedenste Settings zusammenfriemeln. Dry/Wet, temporäre Effekte, damit ist alles möglich. Besonders, wenn man schon Gitarrenpedale herumliegen hat, ist das toll. Da gibt es ja so viele für Vocals interessante, ich denke z.B. gerade an den SuperEgo von EHX.Beste Grüße
Nick Mavridis (Redaktion Recording)
Antwort auf #1.1 von Catharina.Bonedo
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenNick (Redaktion Recording) sagt:
#1.1.1.1 - 18.04.2019 um 08:12 Uhr
… und fast schon ein paar Jahreszeiten später fällt mir noch was ein: Die normalen Gitarrenpedale lassen sich mit Mikrofonen nutzen, die Level-/Impedanz an Gitarrenverstärker angepasst haben. Das ist einmal das 520 von Shure ("Fahrradlampe"/"How much ist the fish?"…), aber das klingt wirklich sehr speziell (Mundharmonikamikrofon). Aber das Shure 545D/545SD https://www.bonedo.de/artik... kann man auf Instrumentensignal umbauen (Sache von einer Minute, Schraube lösen, umstecken, Schraube wieder rein), dann kann es direkt am Pedal verwendet werden. Das Signal aus dem Pedal muss dann natürlich über eine DI-Box. Das 545 ist im Grunde ein SM57, es gibt auch einen Windfilter/Poppschutz (der gleiche wie für SM57). Ich habe das ein paar Mal gemacht, das funktionierte ganz hervorragend.Beste Grüße
Nick
Antwort auf #1.1.1 von Nick (Redaktion Recording)
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenDazze sagt:
#2 - 21.11.2019 um 07:10 Uhr
Ich habe lange Zeit nach einem "leichten" Distortion für die Stimme gesucht. Nachdem ein paar Versuche mit Gitarren-Verzerrer-Bodentreter sich als unbrauchbar herausstellten, kaufte ich mir einen TC Helicon X1 (Distortion). Der Effekt aus dem TC Helicon ist schon sehr stimmig. Allerdings fehlt mir sowas wie ein Dry/Wet Regler. Ich möchte meinen Gesang eigentlich nur leicht "anzerren" und nicht völlig verzerrt ans FOH schicken.
Als Lösung habe ich mir nun einen kleinen Kasten gebaut mit einem Mikrofon-Eingang der das Mikrofonsignal an das TC Helicon schickt und das verzerrte Signal kann ich dann mit einem Regler in dem Verhältnis mit dem cleanen Mikrofonsignal mischen wie es ans FOH soll. Damit kann ich das Dry/Wet Verhältnis selber bestimmen.
Problematisch beim Einsatz von verzerrtem Gesang sind Feedbacks. Gerade auf kleineren Bühnen verzichte ich dann lieber auf angezerrten Gesang - mag sein das es sauber funktioniert wenn das Mikro brav im Stand hängt und nicht bewegt wird. Wenn man aber viel rumspringt/sich bewegt und dann in die Nähe von Monitoren kommt, sind Feedbacks vorprogrammiert.
Catharina.Bonedo sagt:
#2.1 - 02.12.2019 um 16:07 Uhr
Hey Dazze,
danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich habe auch schon öfter Live mit verzerrtem Gesang experimentiert und genau die gleichen Erfahrungen wie du auf kleinen Bühnen gemacht. Hab es dann ebenfalls weggelassen, da mir die Performance wichtiger als der Vocaleffekt war.
Antwort auf #2 von Dazze
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenToni sagt:
#3 - 10.12.2022 um 05:12 Uhr
Ich habe wenig Ahnung von diesen Dingen aber könnte man nicht theoretisch mit einem Mikrofonkabel vom Mikro in ein TC Helicon-Gerät gehen, (welche doch alle einen Mic-Pre eingebaut haben/die Impedanz anheben ...oder?) und aus diesem dann in weitere Gitarrenpedale schleifen?? Und am Ende dann wieder ins FOH. So hätte man das Vorverstärkerproblem doch auch gelöst, oder? (Oder wäre das Signal, welches beim Mixer ankommt dann zu laut und müsste vorher etwa wieder herunter geregelt werden??) Ich wäre für eine (oder besser mehrere!) Antwort/en sehr dankbar, um herauszufinden, ob ich da in etwa richtig liege. Danke!!
Rainer Herlinger sagt:
#4 - 29.10.2023 um 19:47 Uhr
ich habe mehrere Geräte von TC-Helicon und Boss u.ä. ausprobiert. Leider muß ich immer wieder feststellen das die meisten Geräte für Gitarristen gebaut wurden und manche so viele Effekte beinhalten die ich so gut wie nie auf einer Bühne nutzen kann. Ich spiele Keyboard und suche nach einem Gerät welches mir das Doppeln meiner Stimme und Vielleicht 2 maximal drei Harmoniestimmen bietet. Hall, Echo und andere Effekte sind in den meisten Mischpulten sowieso vorhanden. Was soll ich mit den ganzen Effekten die die meisten Geräte bieten wenn ich sie auf einem Dorffest oder in Kneipen oder Cafés nicht gebrauchen kann. Speziell für Keyboards (Stereo Klinken) o.ä. hab ich bisher nichts gefunden oder nur Effekt überladene Geräte.