Das Walnut/Birch ist der Einstieg in Tamas professionelle Starclassic-Serie und der kleine Bruder des legendären Starclassic Maple. Das W/B wird vor allem für seinen durchsetzungsfähigen und geradlinigen Sound beworben. Wir checken heute, was die Trommeln können.

- gute Verarbeitung
- satte und direkte Sounds
- leicht stimmbar
- sehr gute Hardware
- spannende Optik des neuen Finishes
- keine Marken-Resonanzfelle an den Toms

Bewährte Kesselkonstruktion
Unser Testset stammt direkt aus dem deutschen Tama- und Meinl-Showroom und besteht aus den folgenden Kesselgrößen:

- 22“ x 16“ Bassdrum
- 10“ x 7“ und 12“ x 8“ Toms
- 14“ x 12“ und 16“ x 14“ Standtoms
Dazu habe ich außerdem die farblich passende, 14×6,5 Zoll große Snare erhalten. Das Finish nennt sich Molten Platinum Burst und ist ein neue Hochglanz-Verlaufslackierung, die sehr ansehnlich ausgeführt ist und in bestimmten Lichtsituationen eine fast 3D-mäßige Anmutung hat.
Die Kessel sind ohne Verstärkungsringe gefertigt und fallen mit sechs Millimetern bei Toms und Snare recht dünnwandig aus, die Bassdrum ist mit einer Wandstärke von acht Millimetern etwas stärker. Die zwei Lagen auf der Innenseite bestehen bei allen Kesseln aus Walnuss, die Lagen aus Birkensperrholz.
Die Gratung fällt Tama-typisch von außen leicht verrundet aus. Insgesamt machen die Kessel einen sehr guten Eindruck, die einem professionellen Anspruch genügen, auch wenn auf ein aufwendiges Finish auf den Innenseiten verzichtet wird. Wer hier noch mehr möchte, muss auf die in Japan gefertigten Star Serie zurückgreifen, dafür allerdings auch wesentlich tiefer in die Tasche greifen.

Wie ist die Hardware-Ausstattung und was gibt es an Zubehör dazu?
Da die Bassdrum in dieser Ausführung ohne Tomhalterung ausgeliefert wird, finden sich zwei MC69-Halter im Lieferumfang, die sich an bereits vorhandene Beckenständer klemmen lassen. Dazu gibt es noch die sechs Standtom-Beine und ein Evans Bassdrum-Kissen.
Das Set ist ansonsten mit allen aus der Starclassic-Serie bekannten Features ausgestattet. Dazu gehören die Gussreifen auf den Toms, die Quick-Lock Brackets an allen Tomhaltern und Standtom-Beinen, sowie die robusten Teleskop-Füße an der Bassdrum. So macht der Aufbau und das Handling Spaß, und das Set macht gleichzeitig einen sehr wertigen und robusten Eindruck.

Die Befellung kommt von Evans und ist keine Überraschung. Hier hat sich im Vergleich zum letzten Test nichts verändert. Tama setzt weiterhin auf die klare G2-Schlagfell- und Powercraft-II-Reso-Kombination. Obwohl man sich bei einem Set in dieser Preisklasse dann schon fragt, ob nicht doch Marken-Resos wie beim Starclassic Maple drin sein könnten? Die Bassdrum ist mit der bekannten Kombi aus klaren EQ4-Schlagfell und schwarzem, vorgedämpften Resonanzfell bestückt.

























