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Test: Peavey Vypyr X2 – Ein günstiger Modeling-Amp als High-Gain-Geheimtipp?

Der Peavey Vypyr X2 tritt als modernisierte Version der beliebten Vypyr-Serie mit überarbeitetem Design und einem verbesserten Lautsprecher auf. Eine breite Auswahl an Amp-Simulationen und Effekten sorgt für vielseitige Klangoptionen des kompakten 1×12“ Combos. Klanglich deckt der Verstärker ein großes stilistisches Spektrum ab und eignet sich für E-Gitarre, Akustikgitarre und sogar Bass. Dadurch empfiehlt sich der Vypyr X2 als vielseitiger Allrounder für Übungseinheiten, Homerecording und Proben.

Test: Peavey Vypyr X2
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • überzeugende Clean- und High-Gain-Sounds
  • einfache Bedienung
  • flexibel
  • guter Preis
Contra
  • lauter Plopp beim Einschalten
  • Verbindungsprobleme mit der Mobile-App
Artikelbild
Test: Peavey Vypyr X2 – Ein günstiger Modeling-Amp als High-Gain-Geheimtipp?
Für 289,00€ bei

Der Peavey Vypyr X2 – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist der Peavey Vypyr X2? Der Peavey Vypyr X2 ist ein 60-Watt-Modeling-Combo mit einem 1×12“-Speaker sowie zahlreichen Amp- und Effektmodellen.
  • Die wichtigsten Features des Peavey Vypyr X2: Zur Ausstattung gehören Pre- und Post-Effekte sowie zwölf Amp-Modelle mit jeweils drei Kanälen. Vier Bänke, davon zwei für E-Gitarre sowie je eine für Bass und Acoustic, bieten jeweils vier Speicher-Slots für Presets. Zusätzlich ist ein Looper integriert.
  • Welche Übe-Amp-Features bietet der Peavey Vypyr X2? Der Peavey Vypyr X2 verfügt über einen Kopfhörerausgang für lautloses Spielen, eine Bluetooth-Verbindung zum Streamen von Backingtracks sowie einen USB-Port zur Nutzung des Amps als Audio-Interface.
  • Brauche ich den optionalen Sanpera-Fußschalter? Um den Amp zu nutzen, ist der optionale Sanpera-Footswitch nicht nötig. Allerdings lassen sich die Wah-, Volume-Pedal- und Looper-Funktionen nur über das Pedal steuern. 
  • Was sagt der Test? Der Peavey Vypyr X2 ist ein günstiger, vielseitiger Übecombo mit überzeugendem Sound und durchdachten Practice-Features. Während Low- und Mid-Gain-Sounds bei der Konkurrenz teils besser gelingen, spielt er seine Stärken klar im High-Gain-Segment aus.

Abmessungen, Ausstattung, Gewicht und Bedienung des Peavey Vypyr X2

Der Peavey Vypyr X2 kommt in einem schwarzen Gehäuse mit den Maßen 545 × 255 × 450 mm (B x T x H) und legt handliche 13,4 kg auf die Waage. Die Bedienelemente präsentieren sich auf der Oberseite in Form von drei Reglern mit Druckfunktion, die den Instrumenten- oder Stompbox-Typ, das Amp-Modell und den Effekt bestimmen. Durch Drücken der Potis gelangt man zur Editierfunktion. Rechts daneben gibt es die klassischen Amp-Regler mit Pre- und Post-Gain sowie einem Dreiband-EQ. An der linken Außenseite befinden sich vier Buttons, über die das angeschlossene Instrument und dessen jeweils vier Presets ausgewählt werden. Neben E-Gitarren-Voreinstellungen bietet der Amp Optionen für Akustikgitarre oder Bass. 

Fotostrecke: 5 Bilder Der Vypyr X2 tritt als modernisierte Version der beliebten Serie an.

Praxistaugliche Konnektivität für heimisches Üben

Der Peavey Vypyr X2 ist als handlicher Übecombo ausgelegt, und das zeigt sich auch an den sinnvoll gewählten Anschlussoptionen. Neben dem Input verfügt der Amp über einen Phones-Out, einen Aux-Eingang sowie eine Bluetooth-Option. Diese ermöglicht es beispielsweise, Backingtracks von einem Mobilgerät über den Amp wiederzugeben. Die rückseitig angebrachte 5-Pol-Buchse erlaubt den Anschluss des optional erhältlichen Sanpera-Footcontrollers.

Peavey Vypyr X2 – Direktzugriff statt Softwarepflicht

Im Gegensatz zu vielen anderen Modeling-Amps lassen sich beim Vypyr sämtliche Editierfunktionen direkt am Gerät durchführen. Versteckte Parameter, die ausschließlich über eine zusätzliche Software zugänglich wären, gibt es somit nicht. Ergänzend stellt Peavey mit Vypyr Edit Mobile dennoch einen Editor für iOS- und Android-Geräte bereit. Im Test kam es jedoch wiederholt zu Verbindungsproblemen, die sich im Verlauf des Reviews leider nicht dauerhaft beheben ließen.

Die Bedienelemente auf der Oberseite bestehen aus drei Reglern mit Druckfunktion, über die sich Instrumenten- oder Stompbox-Typ, Amp-Modell und Effekt auswählen lassen.
Die Bedienelemente auf der Oberseite bestehen aus drei Reglern mit Druckfunktion, über die sich Instrumenten- oder Stompbox-Typ, Amp-Modell und Effekt auswählen lassen.
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So wird der Peavey Vypyr X2 getestet 

Für die Soundfiles wird der Combo mit einem AKG C414 mikrofoniert und über den Preamp eines RME Fireface UFX aufgenommen. Der Phones-Out wird zum Vergleich direkt mit dem Audio-Interface verbunden. Die verwendeten Gitarren sind jeweils angegeben.

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So klingt der Peavey Vypyr X2 mikrofoniert

Zunächst widme ich mich den Amp-Modellen und lasse die Effekte bewusst außen vor. Der Vypyr X2 fährt hier eine beeindruckende Palette an Klassikern von Marshall, Fender und Budda auf, ergänzt durch zahlreiche Peavey-eigene Designs wie dem Classic, 6505, Butcher oder XXX. Besonders praxisnah: Jeder Amp bringt gleich drei Kanäle – Clean, Crunch und Lead – mit, wodurch sich innerhalb eines Modells bereits eine erstaunliche klangliche Bandbreite abrufen lässt. Die Vorbilder werden insgesamt solide getroffen, wobei die hauseigenen Peavey-Modelle, insbesondere im High-Gain-Bereich, klanglich aus meiner Sicht deutlich authentischer wirken.

Bei mittleren Gain-Stufen liegen Mitbewerber teilweise noch einen Tick näher am Original. Das Spielgefühl präsentiert sich angenehm direkt und Dynamik sowie Ansprache gehen für einen Übecombo dieser Preisklasse absolut in Ordnung. Das Cabinet liefert einen druckvollen Grundsound, auch wenn sich eine leichte „boxy“-Tendenz nicht ganz verleugnen lässt. Unterm Strich überzeugt der Vypyr X2 mit einer mehr als soliden Klangqualität und einer erfreulich großen Soundvielfalt. Dennoch trumpft der Amp bei Clean- und High-Gain-Sounds für meinen Geschmack stärker als im Low- bis Medium-Gain-Sektor.

Audio Samples
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Clean – Stratocaster Crunch – Stratocaster Medium Gain – Les Paul High Gain – Les Paul

Der Peavey Vypyr X2 trumpft mit einer Vielzahl an Pre- und Post-Effekten

Die Aufteilung der Effektsektion in Pre- und Post-Effekte erweist sich als ausgesprochen cleverer Schachzug von Peavey. Auch hier präsentiert sich eine beeindruckende Auswahl an sämtlichen gängigen Standardeffekten, ergänzt durch Instrumentensimulationen wie Synthie, Bass, Resonatorgitarre oder Sitar. Delay und Reverb laufen dabei außerhalb der eigentlichen Haupteffekte separat, sodass sie sich flexibel mit allen Pre- und Post-Algorithmen kombinieren lassen – unterm Strich stehen somit vier gleichzeitig nutzbare Effektblöcke zur Verfügung. Klanglich bewegt sich das Ganze auf einem preisgerechten Niveau. Neben soliden Brot-und-Butter-Sounds sind durchaus auch experimentellere Klanglandschaften möglich.

Audio Samples
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TS + Delay – Stratocaster Comp + Chorus + Delay – Stratocaster Fuzz Octaver – Stratocaster Tremolo – Stratocaster

So klingt der Peavey Vypyr X2 über den Phones Out

Der Kopfhörerausgang des Vypyr X2 ist mit einer Speaker-Simulation ausgestattet, sodass leisem Üben oder auch Recording via Phones-Out nichts im Wege steht. Die Sounds sind durchaus überzeugend, auch wenn High-Gain-Sounds für mein Empfinden etwas harscher rüberkommen, als über den Speaker.

Audio Samples
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Phones Out – Clean – Les Paul Phones Out – High Gain – Les Paul Crunch + Rotary – Les Paul
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Fazit

Der Peavey Vypyr X2 erweist sich im Test als vielseitiger und preislich attraktiver Modeling-Combo, der sich vor allem an Einsteiger und Home-Player richtet. Die große Auswahl an Amp-Modellen, Effekten und praxisnahen Features wie Bluetooth-Anbindung macht ihn zu einem flexiblen Allrounder für E- und Akustik-Gitarre. Besonders die Clean- und High-Gain-Sounds überzeugen mit Druck und Transparenz, während Low- und Mid-Gain-Klänge nicht ganz an einige Konkurrenzprodukte heranreichen. In Kombination mit dem 1×12“-Speaker liefern die gebotenen 60 Watt ordentlich Volumen, sodass auch dem Einsatz im Proberaum oder auf kleinen Bühnen nichts im Wege steht. Die direkte Bedienung über die Potis, ohne zwingend auf Software zugreifen zu müssen, ist ein klarer Pluspunkt für Nutzer mit wenig Vorerfahrung. Abzüge gibt es lediglich für das laute Ein- und Ausschaltgeräusch und die im Test nicht durchgehend stabile Mobile-App. Nichtsdestotrotz: Vor allem Freunde der härteren Gangart erhalten hier einen gelungenen Einsteiger-Amp mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Günstiger Modeling-Amp mit Druck: Der Peavey Vypyr X2 überzeugt vor allem im Clean- und High-Gain-Bereich.
Günstiger Modeling-Amp mit Druck: Der Peavey Vypyr X2 überzeugt vor allem im Clean- und High-Gain-Bereich.
  • Hersteller: Peavey
  • Name: Vypyr X2
  • Type: Modeling-Verstärker
  • Herstellungsland: China
  • Regler: Inst/Stomp, Amplifier, Effects (je mit Druckfunktion), Pre-Gain, Low, Mid, High, Post-Gain, Master-Volume
  • Schalter: On/Off, 4x Instrument Type/Preset, Tap Tempo, Bluetooth-Pairing
  • Anschlüsse: Input (6,3-mm-Klinke), Phones-Out, Aux-In (Miniklinke), USB, 5-pol-Anschluss
  • Leistung: 60 Watt
  • Speaker: 1x 12″ Custom-Voiced Heavy-Duty Speaker
  • Abmessungen: 545 × 255 × 450 mm (B x T x H)
  • Gewicht: 13,4 kg
  • Ladenpreis: 289,00 Euro (März 2026)

Herstellerseite: https://peavey.com

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