Der Kurzweil K2088 ist die aktuelle Synthesizer-Workstation des renommierten US-Herstellers. Mit V.A.S.T.-Synthese, FM mit sechs Operatoren, Virtual Analog und KB3 Organ stellt er sich klanglich ziemlich breit auf. Anspruchsvolle Live-Keyboarder schätzen die hochwertige Fatar-Hammermechanik-Klaviatur samt Aftertouch und das haptisch angenehme Bedienfeld.
Wir haben den Kurzweil K2088 für euch angespielt und möchten unsere Begeisterung kurz und direkt weitergeben. Innerhalb der Riege aktueller 88er-Synthesizer-Workstations hat er einen guten Stand – mehr dazu hier im Test mit über 15 Minuten an Soundbeispielen!

- Exzellente 88er Tastatur mit AT
- Ausgeklügelte Synthese-Engine
- Gute Live-Performance-Sounds
- Riesiges Preset-Angebot
- Übersichtliches Panel
- Masterkeyboard-tauglich
- Komplexe Soundprogrammierung

Inhaltsverzeichnis
- V.A.S.T.-Synthese und weitere Features – was steckt im Kurzweil K2088?
- Die Hardware des Kurzweil K2088 – gut spiel- und bedienbar?
- Wo liegen die klanglichen Stärken des Kurzweil K2088?
- Kurzweil K2700 und K2088 – Studio versus Performance?
- Worin unterscheiden sich Kurzweil K-2088 und K-2061?
- Was macht das Kurzweil anders als Korg, Yamaha und Roland?
Ergänzend zum Video „Kurzweil K2088 – Die ultimative Workstation für Bühne und Studio?“ fassen wir unsere Eindrücke kritisch zusammen:
V.A.S.T.-Synthese und weitere Features – was steckt im Kurzweil K2088?
Unter der Haube walten enorme Kräfte: V.A.S.T. mit 256 Stimmen und 16 Multi-Parts plus KB3-Zugriegel-Orgel, Saitenresonanz bei den Pianos, klassische FM-Synthese mit sechs Operatoren und Import von DX7-Voices sowie die virtuell-analoge Engine VA1.
Jederzeit sind Multisamples im jeweils zwei Gigabyte großen Factory-/User-Flash-Speicher verfügbar. Mehr über die Historie und Besonderheiten der Synthese bietet das Feature über die V.A.S.T-Klangerzeugung.

Flexible Effekte mit überzeugendem Sound, aber auch mit Einschränkungen
Das Effekt-System des Kurzweil K2088 präsentiert sich mit über 1.000 FX-Ketten aus bis zu 16 klassischen Effekttypen pro Kette und erlaubt eine sinnvolle Echtzeit-Kontrolle über das Panel. Es klingt sehr überzeugend; bei kreativerem Sounddesign, etwa per Granular-FX, stößt man aber auf Grenzen.
Sequencer und Arpeggiator im K2088 und 2061
Nach Workstation-Manier findet sich ein MIDI-Sequenzer mit 16 Spuren an Bord – eher für kleinere Zuspielungen live und als musikalisches Notizbuch sinnvoll. Mehr praktische Bedeutung haben der klassische Arpeggiator, der MIDI-CC-Step-Sequenzer für Klangmodulationen oder auch der Riff-Generator mit fertigen Patterns. Jede der 16 konfigurierbaren Zonen umfasst ihren eigenen Arpeggiator, Riff-Generator oder Step-Sequenzer.

Die Hardware des Kurzweil K2088 – gut spiel- und bedienbar?
Über 22 Kilogramm bringt der Kurzweil-Gigant auf die Waage – für tourende, kräftige Musiker ist dieses Gewicht noch akzeptabel. Das Instrument fühlt sich mit seinen Bedienelementen insgesamt hochwertig an. Beide Tester-Daumen schnallen vor allem beim sehr differenziert bespielbaren 88er-Fatar-Keybed TP/40L samt Channel-Aftertouch nach oben. Es ist eine fantastische Allround-Tastatur, beziehungsweise ein guter Kompromiss zwischen Piano- und Synth-Performing.

Ebenso praktisch sind der große Ribbon-Controller mit drei Zonen sowie jeweils neun Knobs und Fader plus zehn Buttons. Gerade mit den Fadern kann man intuitiv ins Klanggeschehen eingreifen. So lässt sich beispielsweise schnell einmal die Filterfrequenz oder Effekt-Intensität regeln, und bei Orgelsounds fungieren die Fader als Zugriegel.
Der Farb-LCD mit 480 × 272 Punkten ist zwar vollkommen okay, lässt aber keine Fortschritte gegenüber dem früheren Modell K2700 erkennen.
Anschlüsse: Standards für Live und Studio
Auf der Rückseite sind die Standard-Anschlüsse zu sehen: Zwei Stereo-Ausgänge, ein Stereo-Eingang, MIDI In und Out (kein Thru), USB-MIDI, USB-Storage und natürlich eine Kopfhörer-Buchse. Externe Audio-Signale wie Vocals oder Live-Instrumente lassen sich einspeisen und bearbeiten. Ein USB-Audio-Interface integriert der K2088 aber nicht.
Genau das, was sich Livemusiker wünschen: Master-Transportkontrolle, Transpose-Tasten, und auch ein dezidierter Tempo-Regler ist schnell zur Hand. Und auch das ist ein toller Service und auf der Kurzweil-Download-Seite gratis zu bekommen: Sound-Editor als Standalone und Plugin sowie Controller-Software für Mac und Windows gibt es ebenso wie einen iPad-Editor. Wer also tiefer in die Programmierung einsteigen möchte, erfährt durchaus Unterstützung. Die Lernkurve ist aber bei der Soundbearbeitung ziemlich steil.






















