Dixon setzt bei der Cornerstone-Serie auf eine Rezeptur aus drei Hölzern, vielen Finish-Optionen sowie einer Ausstattung, die in einigen Teilen über das bekannte Maß hinausgeht. Ob das Hybrid Kit des taiwanesischen Herstellers uns überzeugt hat, erfahrt ihr hier.
- gute Ausstattung
- leicht stimmbar / großer Stimmumfang
- kompakter, druckvoller Sound
- Markenschlagfelle auf allen Trommeln
- preisgünstige, optionale Stahlsnare mit gutem Sound
- knitteriges Bassdrum-Resonanzfell
- Mikrofonhalter sollten etwas länger sein

Einmal ausgepackt…
Für mich als Tester ist immer spannend, sich „amtliches“, aber etwas preisgünstigeres Equipment anzuschauen und herauszufinden, was abseits der großen Hersteller so an Konzepten präsentiert wird. Das Cornerstone Hybrid Kit wird in zwei Kartons ausgeliefert und kostet zum Zeitpunkt des Tests 1.299 Euro. Dazu habe ich eine Cornerstone Steel Snare in 14″ x 6,5“ erhalten, die mit 225 Euro ebenfalls sehr attraktiv ausgepreist ist. Unser Set ist eine sogenannte Studio-Konfiguration mit den folgenden Kesselgrößen:

- 20″ × 16″ Bassdrum
- 10″ × 7″ und 12″ × 8″ Toms
- 14″ × 12″ Floortom
Wer es etwas größer mag: Es gibt auch Varianten mit einer 22“ x 18“ Bassdrum und einem 16“ x 16“ Standtom – zum identischen Preis wie die hier vorliegende Studio-Konfiguration.

Lieferumfang und Felle
Bis auf die Bassdrum sind alle anderen Trommeln bereits fertig befellt und quasi spielbereit. Apropos Felle: Dixon stattet alle Cornerstone-Trommeln mit Markenschlagfellen von Evans aus. Für die Bassdrum ist ein klares Evans EMAD dabei, auf den Toms befinden sich klare G2-Felle. Und sogar die Cornerstone Steel Snare ist mit einem UV1-Schlagfell ausgestattet. Das ist in dieser Preisklasse wirklich selten.
Bei den Resonanzfellen wird dann etwas gespart, sie sind dünner und tragen lediglich das Dixon-Logo. Ein bisschen enttäuschend ist das vorgedämpfte Bassdrum-Resonanzfell im Chrome-Look: Es kommt bei unserem Testset stark zerknittert aus dem Karton, sodass ich es ziemlich stark spannen muss, damit es etwas ansehnlicher aussieht. Positiv fällt auf, dass das Loch zum Mikrofonieren direkt mit einem Bassdrum O’s Lochverstärkungsring versehen ist.
Dixon Cornerstone: Die Kessel und Gratungen
Wahrscheinlich auch um sich von der Topserie Artisan mit reinen Ahornkesseln abzugrenzen, verwendet Dixon beim Cornerstone eine Kombination aus drei Holzarten: zwei äußere Lagen Ahorn, drei Lagen Red Silkwood und zwei Innenlagen Pappel.
Bei Red Silkwood scheint es sich um einen schnell wachsenden Laubbaum zu handeln, der vor allem in fernöstlichen Ländern vorkommt. Den roten Anteil in der Mitte der Cornerstone-Kessel kann man jedenfalls sehr gut erkennen.
Die Toms kommen auf eine Wandstärke von 6,7 Millimetern, die Bassdrum auf 7,2 Millimeter. Die Kesselgratungen sind im 45-Grad-Winkel geschnitten und haben einen sehr kleinen Gegenschnitt. Das ist bekannter Standard, an den Gratungen gibt es von meiner Seite aus nichts zu beanstanden.

Beim Finish handelt es sich um eine silbergraue Lackierung (Metallic Silver with Turquoise Blue) die sehr sauber ausgeführt ist. Als Kontrast kommen die Spannreifen der Bassdrum ins Spiel. Sie sind innen türkis (oder je nach Lichteinfall auch mintgrün) lackiert und außen mit einer Chromfolie überzogen. Das passt optisch hervorragend zum vorgedämpften Resonanzfell. Wem das Finish allerdings einen Tacken zu viel des Guten ist, dem sei gesagt, dass es auch zahlreiche andere Finishes gibt, die etwas klassischer ausfallen. Zum Beispiel ein hochglanzlackiertes Schwarz oder ein ebenfalls hochglanzlackiertes Natural-Finish mit dunkleren Spannreifen.
Hardware und Zubehör
Alle Trommeln sind mit 2,3 Millimeter starken, dreifach geflanschten Reifen bestückt, die Toms haben ein Rims-System, das am untersten Punkt mit einem Gummi am Kessel anliegt. Das kann man auf dem folgenden Foto gut erkennen.

Ein paar Extras außer der Reihe
Wie schon in der Einleitung angesprochen, hat das Cornerstone Hybrid ein paar Besonderheiten im Lieferumfang. Dazu gehören beispielsweise zwei Mikrofonadapter für die kleineren Toms, die in die breiteren Zwischenräume des Hängetom-Aufhängungssystems passen. Das ist eine coole Idee, da Anclip-Mics in Kombination mit Rims viele Tonmenschen vor Herausforderungen stellen.
In meinem Fall konnte ich sie allerdings nicht benutzen, da der obere Teil etwas kurz geraten scheint. Meine Audix-D2-Mikrofone berühren so die Trommelfelle, deshalb musste ich auf meine eigenen Klemmen zurückgreifen.

Mit Mikrofonen wie dem Sennheiser E609, das sich nach hinten abwinkeln lässt, sollte es funktionieren. Vielleicht sollte Dixon den oberen Teil der Adapter etwas verlängern, damit auch normale Tom-Mikrofone besser passen.
Ebenfalls dabei ist der Drummer Pouch, der einen Stimmschlüssel und einige Ersatzteile enthält.
Vermisst habe ich ein Dämpfungskissen für die Bassdrum. Auch ein Schutzaufkleber für den Schlagfell-Spannreifen der Bassdrum liegt nicht bei. Der wäre durchaus sinnvoll, um Kratzer durch das Bassdrum-Pedal zu vermeiden.
Die Cornerstone Steel Snare
Die 14“ x 6,5“ große Cornerstone Steel Snare ist eine passende Ergänzung zum Set. Sie hat einen 1,0 Millimeter starken, geschweißten Kessel ohne mittlere Sicke, der mit zehn Doppel-Spannböckchen ausgerüstet ist. Auch hier bin ich von der Ausstattung positiv überrascht. Eine stabile, seitlich abklappbare Abhebung mit komfortablen Einstellrädchen und ein guter Snareteppich sowie das UV1-Schlagfell runden das Gesamtbild ab.

























