Bereits seit ’76 gehört der SSL Bus Compressor zur Master-Sektion aller SSL-Konsolen: ein klassischer VCA-Kompressor mit Peak-Detection und Feedforward-Regelung, der selbst zur Legende wurde. Unzählige Nachbauten und Varianten von SSL folgten, darunter sehr hochpreisige 19-Zoll-Geräte und fummelige 500er-Module.
- Unauffällige, musikalische Verdichtung mit klassischem SSL-Punch und Glue
- Übersichtliche Bedienung mit großen, griffigen Reglern: gerasterte Attack-, Release-, Ratio- und Filter-Einstellungen
- Praxisgerechter Sidechain-Hochpass, externer Stereo-Sidechain
- Preisstabilität

Auf Steroiden gab es das Ganze zuletzt als THE BUS+, der bereits Features der neuesten Konsolen Oracle und Odyssey vorwegnahm, für manchen allerdings zu komplex geraten war. Jetzt folgt der Klassiker: reduziert, aber mit zeitgemäßen Extras und dicken Knöppen. Na dann mal los!
- Unauffällige, musikalische Verdichtung mit klassischem SSL-Punch und Glue
- Übersichtliche Bedienung mit großen, griffigen Reglern: gerasterte Attack-, Release-, Ratio- und Filter-Einstellungen
- Praxisgerechter Sidechain-Hochpass, externer Stereo-Sidechain
- Preisstabilität
Bus Comp Classic: Zurück zu den Wurzeln
SSL muss man gern haben: Neben den neuen Flaggschiff-Konsolen Oracle und Odyssey sowie dem Preis-Leistungs-Wunder ORIGIN kamen zuletzt auch hochmoderne 19-Zoll-Geräte auf den Markt, welche die Essenz der Marke perfekt eingefangen haben: insofern reiht sich der neue Bus Comp Classic neben Super 9000 und Revival 4000 nahtlos ein.

Dank günstiger Fertigung in China zu einem Bruchteil der einstigen X-Racks. Fehlt eigentlich nur noch der neue SSL Summierer “Made in China” und man könnte sich so sein eigenes Pult in 19-Zoll bauen.
Schlicht, übersichtlich und modern verteilt SSL alle wesentlichen Bedienelemente gleichberechtigt auf einer Höheneinheit im 19-Zoll-Format. Links beginnt das Ganze mit einem hochwertigen, beleuchteten VU-Meter für die essenzielle Gain Reduction – gefolgt von Threshold, Attack, Ratio, Release, Make-up-Gain, Sidechain-Filter und VCA Drive, allesamt mit dicken grauen Reglerkappen garniert.

Pro Stereo-Kanal gibt es dabei einen eigenen VCA; die Sidechain-Regelung sowie sämtliche Einstellungen gelten dagegen gemeinsam für beide Kanäle. So bleibt das Stereobild bei der Kompression stabil. Link/Unlink oder individuelle Gain-Regler gibt und braucht es nicht. Dazu kommen angenehm große Druckschalter für Bypass und External Sidechain. Das VU-Meter leuchtet übrigens nur bei aktivem Kompressor. Absolut funktional und damit gut.
Ein absoluter Klassiker, neu sortiert und herrlich aufgeräumt präsentiert.
Dem Kenner dürfte auffallen: Ein so regelbaren VCA Drive gab es in dieser Form bislang nicht, auch die Frequenzen des Sidechain-Filters unterscheiden sich von anderen Varianten. Mit unter 1.500 Euro Einführungspreis ist die Stereo-Unit fair bepreist – insbesondere angesichts der Preise vergleichbarer Nachbauten von Smart Research oder der pummeligen 500er-Module von SSL selbst. Die Regler sind jedenfalls allesamt schön groß, griffig, weit genug auseinander und damit sehr angenehm zu bedienen.

Ohnehin sind sämtliche Parameter gerastert, mit Ausnahme von Threshold, Make-up-Gain und VCA Drive. Recall ist entsprechend unkompliziert. Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass sich die Einstellungen des Bus Compressors in meiner ORIGIN ohnehin kaum ändern. Er ist praktisch immer aktiv – auch beim Produzieren und Monitoren. So lässt sich von Anfang an direkt in die Kompression hineinarbeiten. Aber dazu später mehr.
Vorher noch ein kurzer Blick auf die professionelle Rückseite: Verriegelte XLR-Eingänge, XLR-Ausgänge und separate XLR-Anschlüsse für den externen Sidechain – alles in Stereo. Dazu ein IEC-Netzanschluss samt internem Universalnetzteil für 100 bis 240 Volt. Das Ganze präsentiert sich in schlichtem Grau mit gebürsteter Aluminiumfront. I like.


























