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James Gadson ist tot – Der legendäre Motown-Drummer hat unzählige Alben eingespielt

Er galt als einer der einflussreichsten Soul- und R’n’B-Drummer und hat in den Motown-Studios gearbeitet. Nun ist James Gadson im Alter von 86 Jahren verstorben. Der legendäre Groove-Meister spielte unter anderem auf Bill Withers’ Klassiker „Use Me“ und prägte mit seinem unverwechselbaren Stil den Sound einer ganzen Ära.

James Gadson in seinem Homestudio. (Bild: Alex Höffken)
James Gadson in seinem Homestudio. (Bild: Alex Höffken)

James Edward Gadson wurde am 17. Juni 1939 in Kansas City in eine musikalische Familie hineingeboren. Sein Vater war Berufsschlagzeuger, wollte jedoch zunächst nicht, dass sein Sohn in das schwierige Geschäft einsteigt. Dass James äußerst musikalisch war, wurde jedoch schnell offenkundig, denn er war nicht nur rhythmisch talentiert, sondern hatte auch eine fantastische Stimme. Schon als Jugendlicher verdiente er in den 50er-Jahren Geld als Doo-Wop-Sänger, zudem spielte er Marching Drums. Beides erlernte er als Autodidakt. In der US-Luftwaffe begann er schließlich mit dem Drumset-Spiel, arbeitete jedoch nach dem Dienst zunächst als reiner Jazzdrummer. Als er schließlich vom damaligen Earth, Wind and Fire-Gitarristen Al McKay gefragt wurde, ob er eine Studio-Session für eine R’n’B-Band spielen wolle, fühlte er sich zunächst nicht gut vorbereitet, der Song wurde jedoch ein Hit.

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1972 bekam er das Angebot, im Motown-Studio als Session-Drummer zu arbeiten. Aufgrund seines damals schon besonderen Stils erschien er den Produzenten als gute Besetzung. Die Einschätzung sollte sich als korrekt erweisen, denn James’ spezielle Art zu trommeln, entwickelt aus der Mischung aus feinfühligem Jazz-Drumming und einer durchgehenden, charakteristisch geswingten 16tel-Hihat, wurde zu einem stilprägenden Element der gesamten US-Popmusik der Dekade.

Nach Bill Withers spielte er mit unzähligen berühmten Künstlern, darunter Thelma Houston, Anita Baker, Ray Charles, Paul McCartney, die Four Tops, Jackson 5, Aretha Franklin, Herbie Hancock, Marvin Gaye und Gloria Gaynor. Anders als viele andere Drummer, die ihre Karriere Mitte der 1950er gestartet hatten, spielte James auch jenseits der 2000er noch viele relevante Songs ein, darunter für Künstler wie Lana Del Rey, Beck, Kelly Clarkson, D’Angelo, Norah Jones oder Harry Styles.

James Gadson hat eine nahezu unendliche Diskografie

Die Diskografie ist nahezu unendlich: Angeblich hat James Gadson in seiner Karriere mehr als 30.000 Songs eingespielt, darunter ungezählte wegweisende Grooves und Nummer-1-Hits.

In einem 2020 mit dem Bonedo-Kollegen Alex Höffken geführten Interview deutet er verschiedene Operationen an. Trotz angeschlagener Gesundheit war er jedoch bis zuletzt als Produzent und wohl auch Drummer aktiv. James Gadson starb am 2. April 2026.

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James Gadson in seinem Homestudio. Bild: Alex Höffken

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