Mit der Gibson 1957 L-5 CES Reissue stellt der Traditionshersteller aus Nashville eine Neuauflage der berühmten Hollowbody-Archtop-Gitarre in den VOS-Nitrolackierungen Antique Natural und Vintage Sunburst vor. Die L-5 wurde in den frühen Zwanzigern des letzten Jahrhunderts erstmals vorgestellt und erreichte aufgrund ihrer aufwändigen Bauweise, aber auch dank des Einsatzes prominenter Musiker aus den Bereichen Jazz, Blues, Rockabilly und Country schnell Legendenstatus. Die Reissues orientieren sich eng an den besonders gesuchten Exemplaren aus den späten Fünfzigern. Entsprechende Originale wurden im Gibson Custom Shop exakt vermessen und mit passender Hardware und Elektronik bestückt, um ein bestmöglich authentisches Spielgefühl und Klangergebnis zu erzielen.

Konstruktion
Die Gibson 1957 L-5 CES Reissue ist Teil der Gibson Custom Serie und laut Hersteller den Raritäten optisch und klanglich dicht auf der Spur. Die massive Fichtendecke und der massive Riegelahornboden sind als Carved-Konstruktion ausgeführt. Der Korpus verfügt zudem über einen sogenannten Venetian-Cutaway, um die Erreichbarkeit der höheren Lagen zu erleichtern.
Der eingeleimte, dreiteilige Hals mit kräftigem D-Profil besteht aus Ahorn (Curly Maple) und Walnuss. Über eine Mensur von 25,5″ verteilen sich 20 Medium-Jumbo-Bünde auf dem Ebenholzgriffbrett mit 12″-Radius.

Geschmückt ist das Instrument mit Korpus-, Hals- und Kopfplatten-Bindings, einem Tortoise-Schlagbrett, großen Block-Inlays aus Perlmutt und dem Flowerpot-Logo auf der Kopfplatte. Die vergoldete Hardware kombiniert einen ABR-1 Tune-O-Matic-Steg auf einem Palisander-Sockel mit historisch korrektem Trapez-Tailpiece sowie Kluson-Sealfast-Mechaniken.
Elektronik
Bereits die aufwändige Holzkonstruktion dürfte die Gibson 1957 L-5 CES Reissue zu einem hervorragend klingenden akustischen Instrument machen. Die passende Elektronik darf aber natürlich nicht fehlen: In Steg- und Halsposition finden sich ungewachste Custombucker mit Alnico-3-Magneten, die sich an den 1957 erstmals eingeführten PAF (Patent Applied For) Humbuckern orientieren. Und es ist genau diese Kombination aus klassischem Archtop-Design und PAF-Tonabnehmern, die die Originale dieser Epoche so beliebt macht. Die Elektronik wird über einen 3-Wege-Toggle-Schalter und eigene Lautstärke- und Klangregler justiert. Goldfarbene Top-Hat-Potikappen verstehen sich von selbst. Wesentlichen Anteil am Klang haben zudem die Saiten. Die Instrumente werden deshalb mit einem Satz Flatwounds (.012–.052) ausgeliefert.

Preis und Verfügbarkeit
Die Gibson 1957 L-5 CES Reissue ist ein echtes Trauminstrument, bei dem Gibson an jeder Stelle aus den Vollen schöpft. Das äußert sich naturgemäß auch im Preis. Das Musikhaus Thomann hat beide Instrumente im Angebot. Die Ausführung in Antique Natural ist binnen weniger Tage zu einem Preis von 10.799 Euro mitsamt Custom-Koffer lieferbar. Die Variante in Vintage Sunburst hat eine Lieferzeit von ca. drei bis vier Wochen und liegt mitsamt Koffer bei 9.699 Euro. Linkshändermodelle sind nicht erhältlich.
Weitere Informationen unter: https://www.gibson.com/de-eu/products/gibson-custom-1957-l-5-ces-reissue-vos-antique-natural