Hersteller_Sabian 2013_Jahresrueckblick
Test
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14.02.2013

Sabian 20“ HHX Zen China Test

China-Crash Cymbal

In der Ruhe liegt die Kraft

Mit dem „Cymbal Voting 2012“ hatte der kanadische Beckenhersteller Sabian letztes Jahr einen ganz großen Wurf gelandet. Kein Produktmanager und auch kein Top-Endorser entschied darüber, welche der zwölf vorgestellten Becken-Prototypen ins reguläre Programm aufgenommen wurden – nein: Der Kunde höchstpersönlich durfte per Online-Voting darüber abstimmen.

Startrommler wie Mike Portnoy oder Terry Bozzio stellten sich zu Demonstrationszwecken zur Verfügung, indem sie ihre Stöcke schwangen und in kurzen Videoclips die Einzelstücke vorführten. Neben eher konventionellen Modellen wie dem AAX Stadium Ride oder den HHX Click Hats gab es auch einige außergewöhnliche Kreationen, von denen es schließlich das 20“ HHX Zen China auf's Siegertreppchen schaffte.

Details

Das markanteste optische Merkmal des HHX Zen China ist die „umgekrempelte“ Form, die zwar nicht neu ist – diese Erfindung ließ sich Paiste im Jahre 1983 für seine Novo Chinas patentieren – , aber trotzdem immer noch ungewöhnlich anmutet. Durch dieses spezielle Profil ist es im Gegensatz zu herkömmlichen China-Becken möglich, auch bei umgekehrter Aufhängung die Kuppe für Ride-Effekte zu nutzen. Der umgebogene Rand des bislang nur in 20 Zoll Durchmesser erhältlichen, verhältnismäßig leichten Beckens ist sechs Zentimeter breit.

Wie alle Modelle der HHX-Serie besteht auch das Zen China aus B20-Bronze, dem am häufigsten verwendeten Material für hochklassige Cymbals, welches hier zu einem makellosen Endprodukt verarbeitet wurde. Die handgehämmerten HHX-Becken sind eine Weiterentwicklung der HH-Serie und verfügen über eine auffällige Oberflächenstruktur mit  unregelmäßig verteilten Hammereinschlägen unterschiedlichen Durchmessers. Während auf der Oberseite die winzigen Krater dicht beieinander liegen, wurde das Becken auf der Unterseite zusätzlich mit einem größeren Werkzeug bearbeitet, gut zu erkennen an den kreisförmig angeordneten, fingernagelgroßen Einschlägen. Einen eindeutigen Hinweis auf die manuelle Bearbeitung liefern auch die unterschiedlich breiten Rillen des Abdrehmusters. Im Kuppen- sowie im Randbereich des Testbeckens scheint an einigen Stellen das rohe Grundmaterial durch, was den „Handmade Look“ ebenfalls unterstreicht.

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