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Test
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13.08.2021

Quilter Superblock UK Test

Pedal-Amp für E-Gitarre

Pedal-Bolide für Brit-Sound-Fans

Der Quilter Superblock UK ist ein vollständiger Gitarrenamp im Pedalgehäuse inklusive Hall und einer Endstufe, deren Leistung laut Hersteller an die einer 25 Watt Röhrenendstufe heranreichen soll. Lange vorbei sind die Zeiten, als Saitenquäler noch große Gitarrenracks auf die Bühne schleppten.
Mittlerweile hat sich der Trend dank enormer Fortschritte im digitalen Bereich fast schon umgedreht und so sind ultrakompakte Mini-Gitarrenamps gerade in aller Munde. Ob der Spruch "klein, aber fein" auch für den Quilter Superblock UK gilt, sagt euch unser Test.

Details

Das Konzept

Da der Superblock UK von Quilter eine Class D Endstufe beinhaltet, kann das Pedal im Gegensatz zu einem Röhrenboliden auch ohne angeschlossene Box betrieben werden. Class D Endstufen werden oft fälschlicherweise als digitale Verstärker bezeichnet. Das Funktionsprinzip ist aber analog und basiert auf der Pulsweitenmodulation. Also hat man es hier im Grunde bis auf den Hall mit einem komplett analogen Gerät zu tun, das mit einer patentierten neuen Implementierung der Endstufe arbeitet. Wie die Bezeichnung "UK" vermuten lässt, ist das Gerät auf englische Gitarrensounds ausgelegt. Als Klang-Vorlage dienten den Entwicklern die beiden Klassiker VOX AC 30 (Normal & Top Boost) und ein 1979 JMP Marshall. Ein serieller Einschleifweg rundet das Bild. Das Ganze gibt es bei Abmessungen von gerade einmal 165 x 108 x 38,1 mm (B x T x H) und einem Gewicht von 610 g.

Die Bedienelemente

Auch wenn sich weder bei meinem originalen VOX AC 30 noch meinem JMP Marshall, beide aus den 70er-Jahren, ein Master-Volume- oder Gain-Regler findet, hat der Superblock UK von Quilter beide. Das ist auch gut so, denn wie sonst soll man mit dem Pedal die Verzerrung regeln, die meine Altertümchen mit ihren Endstufen realisieren? Des Weiteren findet sich hier eine Dreibandklangregelung bestehend aus Treble, Bass und Mid. Eine gewisse Tiefe trägt der eingebaute Digitalhall bei und der Limiter sorgt für eine gleichbleibende Lautstärke, allerdings geht bei zu hohen Einstellungen die Dynamik flöten.
Kommen wir zu den Schaltern oberhalb der Regler. Mit dem Voice-Schalter kann man zwischen den drei Ampsettings 1979 JMP, dem AC Norm und Top Boost wählen. Der mittig gelegene Schalter ist für zwei integrierten Cab-Simulationen und ein Fullrange-Signal zuständig. Letzteres eignet sich für diejenigen, die lieber externe Speakersimulationen verwenden. Dritter im Bunde ist der Powerschalter.

Die Anschlüsse

An der Stirnseite finden sich neben dem Gitarreneingang und dem seriellen Einschleifweg eine Klinkenbuchse für den Kopfhörer. Für das Powermanagement stehen zwei Netzteilanschlüsse zur Verfügung. Wenn man das Pedal im Studio verwendet oder man nur in sehr geringer Lautstärke spielen möchte, tut es ein Standard 9-12 Volt DC-Netzteil mit 300 mA an der entsprechenden Buchse. Will man aber in den Genuss der vollen 25 Watt Leistung des Pedals kommen, schließt man den beigelegten 24 Volt DC 3A Adapter an die zweite Netzteilbuchse an. Der Lautsprecherausgang befindet sich an der linken Pedalseite. Bliebe noch der Line-Out-Ausgang in Form einer XLR-Buchse auf der Pedaloberseite zu erwähnen.

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