Es gibt Veränderungen auf dem Synthesizer-Markt. Der schwedische Synthesizerhersteller Elektron wurde von Bonnier Capital übernommen.

Was ändert sich durch Übernahme für Elektron?
Laut der Pressemitteilung von Elektron und Bonnier Capital wird sich für die Mitarbeiter von Elektron nichts ändern. Der Hauptsitz von Elektron in Göteborg und die Niederlassungen in Los Angeles und Berlin bleiben bestehen. Das Team und die Ausrichtung der Marke sollen unverändert bleiben.
Elektron-Gründer Jonas Hillman und CEO Alexander Hellström sollen neben dem Bonnier-Capital Management das Unternehmen leiten. Für Kunden, Partner und die gesamte Elektron-Community gibt es ebenfalls keine Veränderungen. Produktentwicklungen, Support sowie bestehende Geschäftsverpflichtungen bleiben erhalten.

Was soll die Übernahme von Elektron durch Bonnier Capital bringen?
Die Übernahme soll Elektron bei Wachstum, Entwicklung und internationaler Expansion helfen. Als Teil von Bonnier erhält Elektron Zugang zu strategischen Ressourcen, die Bonnier im Laufe seines Bestehens entwickelt hat.
Was ist Bonnier Capital?
Bonnier Capital ist die Investmentgruppe der Bonnier-Gruppe. Bonnier ist eine traditionsreiche, familiengeführte schwedische Mediengruppe. Sie verfügt über eine lange Geschichte im Aufbau und in der Entwicklung von Unternehmen in den Bereichen Medien und Publishing. In Deutschland kennt man sie unter dem Namen Bonnier Media Deutschland, zu denen Verlage wie z. B. Carlsen, Hörbuch Hamburg, Lappan und Ullstein gehören.

Ausblick und Gedanken
Übernahmen in der Musikindustrie können sehr unterschiedlich verlaufen. Beispiele wie Native Instruments zeigen, dass es nach Investitionen und Eigentümerwechseln durchaus zu Spannungen zwischen kommerziellen Interessen und kreativer Ausrichtung kommen kann. Auch bei SoundCloud gab es Phasen, die von wirtschaftlichen Zwängen geprägt war.
Auf der anderen Seite stehen positive Beispiele wie Akai Professional und Moog Music, die unter dem Dach von inMusic eine stabile Weiterentwicklung erfahren haben. Gerade die Übernahme von Moog wurde im Vorfeld kritisch beobachtet.

Investoren wie Bonnier Capital wollen Rendite. Wenn Elektron sich nicht wie gewünscht entwickelt, kann das verschiedene Konsequenzen haben, wie z. B. Druck auf Effizienz und Umsatzsteigerung bis hin zu strategischen Veränderungen. Meistens leidet darunter die Qualität der Produkte, worauf Musiker und Fans der Marke empfindlich reagieren.
Gleichzeitig ist Bonnier aber bekannt dafür, Unternehmen langfristig zu begleiten und deren Identität zu respektieren. Wie viel Unabhängigkeit erhalten bleibt, bleibt abzuwarten. Hoffentlich hilft Bonnier dabei, spannende Synthesizer zu entwickeln, an denen wir uns auch in Zukunft erfreuen können.
Links
Die Bonnier Capital Pressemitteilung
























