Gitarre Hersteller_Zoom
Test
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11.06.2019

Praxis

G1X Four mit Gitarrenamp

Für den ersten Teil in unserem Praxistest habe ich das Zoom G1X Four vor meinen clean eingestellten Sovtek MIG-50H geschaltet. Der Amp läuft über eine 4x12 Marshall Box (Celestion G12M), die mit einem Neumann TLM-103 abgenommen wird. Es geht erst einmal los mit verschiedenen Werksounds, an denen ich nicht herumgeschraubt habe. Hierzu muss man sagen, dass es einmal für die Verwendung direkt ins Pult und ohne Gitarrenamp Patches mit Amp- und Cabsimulation gibt, und natürlich vorgefertigte Sounds zum Einsatz mit einem Gitarrenamp. Leider sind die unterschiedlichen Sounds nicht gekennzeichnet, alles ist bunt durcheinander, da muss man immer mal ausprobieren. was passt.

Die Presets legen eine bunte Mischung an Sounds aufs Parkett, die auch mit Effekten nicht geizen, aber es sind auch einige Brot-und-Butter-Sounds dabei. Insofern kann man sich daraus durchaus einen als Ausgangsbasis zum Editieren herauspicken. Das geht am Gerät recht flott von der Hand, die einzelnen Sektionen können direkt angewählt werden und die Effekte werden allesamt mit vier Parametern eingestellt. Lediglich die Ampsimulationen verfügen über acht Parameter, verteilt auf drei Seiten.

Die Soundqualität ist im Mittelfeld angesiedelt, da kommt es immer darauf an, wie das G1X Four eingesetzt wird und welche Effekte benutzt werden. Der Prozessor ist nicht leistungsstark, das konnte man ja bereits beim vorangegangenen Beispiel mit dem Octaver mit der ausklingenden E-Saite hören. Da gab es ordentlich Aussetzer beim Effekt. Aber man kann natürlich keine Wunder bei einem Multi-Effekt für 79 bzw. 99 Euro erwarten, dementsprechend wird der Pitch-Shifter auch nicht wie ein Eventide klingen. Die Overdrive-Sounds sind in Ordnung und lassen sich auch mit dynamischen Spielereien oder Aktionen am Volume-Poti der Gitarre im Klang beeinflussen. Im zweiten Beispiel ist das zu hören. Wenn dann aber mehrere Effekte gleichzeitig klingen (Bsp. 3), wird der Ton wesentlich undefinierter.

Nun wird der Amp abgekoppelt und das G1X Four wird direkt ins Audio-Interface gespielt, jetzt sind Sounds mit Amp- und Cabsimulation am Start. Den Anfang macht aber der integrierte Akustik-Simulator.

Die Ampsimulationen klingen durch die Bank recht flach, sind zum Üben in Ordnung, aber für die Bühne oder Recording würde ich sie nicht empfehlen. Da fehlt es eindeutig an Durchsetzungskraft und auch das Spielgefühl ist nicht sonderlich gut.

Zum Abschluss gibt es noch eine Kostprobe von einigen Drumbeats - absolut ausreichend, um mal ein paar Riffs mit Drums zu üben.

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