Test
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19.06.2020

Zildjian Planet Z Complete Pack und Effektbecken Test

Becken Serie

Starthilfe

Zildjian Planet Z heißen unsere heutigen Testkandidaten. Bei diesen Becken handelt es sich um die Einsteigerserie des US-Herstellers. Anders als bei den teureren Modellen, kommt hier keine Bronze zum Einsatz, die Instrumente werden stattdessen aus einer Messinglegierung hergestellt. Hammer schwingende Beckenschmiede bekommen die Instrumente nicht zu Gesicht, die Produktion erfolgt weitgehend maschinell. 

Um die Auswahl der richtigen Modelle zum Einstieg zu erleichtern, bietet Zildjian verschiedene vorkonfigurierte Pakete an, wovon uns der Vertrieb eines zum Test geschickt hat. Es trägt die Bezeichnung Complete Pack und besteht aus den am häufigsten verwendeten Basismodellen, nämlich einer 14 Zoll großen Hi-Hat, einem 16er Crashbecken sowie einem 20er Ride. Zusätzlich liegt dem Paket ein Paar Zildjian Drumsticks bei. Auch die beiden Effektbecken der Serie, ein Splash und ein China, konnten wir einem näheren Check unterziehen. Ob die Instrumente Spaß machen oder euch das Trommeln direkt wieder verleiden, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Details & Praxis

Zum Complete Pack gehören auch hochwertige Sticks

Es ist immer schön, wenn in einer Lieferung etwas drin ist, was man nicht erwartet hat. Im Falle unseres Planet Z Complete Packs sind es Stöcke. Und zwar nicht irgendwelche billigen, sondern hochwertige Zildjian Z5A Modelle, mit denen ich anschließend auch die Soundfiles eingetrommelt habe. Kommen wir aber nun zu den Hauptdarstellern, nämlich den Becken selbst. Wie oben bereits erwähnt, kamen insgesamt fünf Modelle zum Test, wovon eine 14er Hi-Hat, ein 16er Crash sowie das 20er Ride zum Complete Pack gehören (aber auch einzeln erhältlich sind) und ein 10er Splash sowie ein 18er China als Einzelmodelle mitgeliefert wurden. Ebenfalls erhältlich, aber nicht Teil dieses Tests, sind eine 13er Hi-Hat und ein 18er Crashbecken. 

Alle Modelle werden identisch bearbeitet

Planet Z Becken werden „gedrückt“, das bedeutet, dass eine Maschine das Messingblech in Form presst, anschließend erfolgt eine computergestützte Hämmerung sowie das Aufbringen der feinen Abdrehrillen. Die Hämmerung besteht aus relativ flachen Malen, die sich konzentrisch und gleichmäßig um die Kuppen herum gruppieren. Der äußere Rand sowie der Bereich um die Mittellöcher ist davon ausgespart, hier ist das Messingblech glatt. Vom Gewicht her liegen die Becken in der leichteren Mediumklasse, das obere Hi-Hat-Becken sowie das Splash fallen dünner aus. Insgesamt wirkt die Verarbeitung sauber, einzig die relativ scharfen Kanten an allen Becken stören mich etwas. Das fühlt sich nicht nur billig an, es birgt auch ein höheres Verletzungspotenzial. Hier sollte im Zildjian-Werk nochmal drüber gefeilt werden.

Solide Sounds für den Anfang

Im Einsatz zeigt sich, dass unsere Testbecken durchaus zu motivierenden Sounds imstande sind, sofern man keine allzu hohen Lautstärken oder eine besonders edle Auflösung erwartet. Das 16er Crash spricht recht gut an und erzeugt dann einen, wenn auch leicht kehligen, so doch relativ ausgewogenen Klang. Den Druck und die Brillanz teurerer Modelle gibt es hier jedoch nicht. Das Ride klingt silbrig und hell, besitzt ein mittellanges Sustain und lässt sich gut kontrollieren. Auch gecrasht ist es verwendbar und ergänzt sich hierbei gut mit dem Crash. Angenehm fällt auch die kompakte, klare Kuppe auf. Die Hi-Hat macht mir persönlich am meisten Spaß, denn ihr relativ tiefer Grundton erinnert aufgenommen an deutlich teurere Instrumente. Bei genauerem Hinhören fällt ihr etwas billiges „Grunzen“ bei kräftigeren Anschlägen auf, auch der getretene Klang ist nicht wirklich edel. Kommen wir nun zu den beiden einzelnen Effekten, von denen mir das Splash wirklich gut gefällt. Es tut, was es soll und dürfte auch für Fortgeschrittene interessant sein, sei es als Stackbecken oder um es auf Trommeln zu legen. Dem China hört man seine Preisklasse etwas deutlicher an, es scheppert munter und wenig fein aufgelöst vor sich hin, passt aber trotzdem gut in das Set mit den anderen Modellen. Man sollte auch hier eben keine Wunder erwarten. 

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