Test
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25.05.2018

Yamaha Stage Custom Steel 14“ x 5,5“ & 14“ x 6,5“ Snares Test

Snaredrums aus Stahl

It’s a steal!

Dass man heutzutage nicht mehr viele hundert Euro ausgeben muss, um eine sehr gut klingende Snare zu erwerben, beweist seit einigen Jahren die S.L.P. Linie von Tama. Mit den hier vorliegenden Stage Custom Steel Snares setzt der japanische Konkurrent Yamaha preislich sogar noch deutlich tiefer an, nämlich etwas über der Hundert-Euro-Marke. Dabei sehen beide Trommeln auch auf den zweiten Blick gar nicht nach Budget-Abteilung aus. Wie viel Klang ihr für einen relativ überschaubaren finanziellen Einsatz bekommt, ergründen wir jetzt.

Details

Metalltrommeln im günstigen Preisbereich können nach landläufiger Meinung im Vergleich zu preisgünstigen Holz-Snares zumeist mit mehr Präsenz und Durchsetzungskraft punkten. Allerdings sind unsere beiden Testexemplare nicht mit der Gattung „Blechtrommel“ zu verwechseln, wie man sie häufiger im Lieferumfang von günstigen China-Einsteigersets findet. Auch wenn die beiden Yamaha Stage Custom Snares ebenfalls in China hergestellt werden, haben wir es hier mit ernstzunehmenden Instrumenten zu tun. Schauen wir doch einmal genauer hin.

Die Kessel sind einen Millimeter stark

Beide Snares sind, abgesehen vom einem Zoll Differenz in der Kesseltiefe, identisch aufgebaut. Die Kessel sind ansprechend verchromt und blitzen mir aus dem Karton heraus entgegen, dass es eine wahre Freude ist. Allerdings zeigt sich die Oberfläche, wie bei so manch anderen spiegelnd verchromten Snares auch, sehr empfänglich für Fingerabdrücke. Ein Putztuch musste ich mir für die Fotosession also direkt bereithalten. 

Die Ausstattung kann sich sehen lassen

Die zehn Doppelspannböckchen sind im typischen Yamaha-Design gehalten, und auch die nach innen gewölbte Sicke in der Kesselmitte erweckt Assoziationen zu bekannten und berühmteren Yamaha Trommeln. Bei der Abhebung handelt es sich um die seit langem bewährte Yamaha-Version der P85 von Ludwig, die allerdings in japanischer Ausführung wesentlich besser funktioniert. Der 20-spiralige Stahlteppich ist sauber verlötet und wird statt schnöden Plastikbändern von blauen Nylonstreifen gehalten… ein kleines, aber feines Detail, das man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwartet. Die Stimmschrauben bestehen aus Stahl, ebenso wie die dazu gehörigen Unterlegscheiben. Bei den Spannreifen greift Yamaha auf relativ dünne, aber makellos verarbeitete, dreifach geflanschte 1,5 Millimeter Ausführungen zurück.

Auch unter der Haube leisten sich die Trommeln keine Schwächen und wirken solide verarbeitet. Die Kesselnaht ist bei beiden Snares gut kaschiert, erst nach einem genaueren Hinsehen kann ich sie überhaupt lokalisieren. Die Fellbestückung besteht aus einem klaren Resonanzfell und einem einlagigen, beschichten Schlagfell aus chinesischer Remo UT Fertigung. Bei Verkaufspreisen von 119,- und 129,- Euro überrascht es mich allerdings nicht, dass hier keine USA Markenfelle und kein sonstiges Zubehör spendiert werden. Auf geht’s in den Spieltest.

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