Gitarre Hersteller_Yamaha
Test
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11.03.2019

Yamaha Revstar RS620 SEG Test

E-Gitarre

Dauerbrenner in Grün

Dass sich die Yamaha Revstar RS620 SEG und mit ihr die komplette Revstar-Serie großer Beliebtheit erfreuen, zeigt schon die Tatsache, dass wir diese Gitarre bereits einmal im Test hatten und für ausgesprochen gut befanden. Die Instrumente lehnen sich optisch leicht an die Yamaha Super Fighter aus den 1970er Jahren an und sind zu einem sehr musikerfreundlichen Kurs erhältlich.

Zu einem Wiedersehen kommt es nun, weil die Gitarre seit geraumer Zeit auch in Snake Eye Green erhältlich ist und uns der Vertrieb mit einer dieser schicken grünen Äxte bestückt hat. Das Instrument mit Double-Cutaway und zwei Humbuckern gibt es schon für schlanke 699 Euro im Handel und ich bin gespannt, ob ich von ihm genau so angetan bin wie mein Kollege Bassel el Hallak beim ersten Test.

Details

Lieferumfang

Die Gitarre wird in einem passenden und gut gepolsterten Gigbag geliefert. Das nötige Werkzeug zum Einstellen der Gitarre in Form von Inbus-Schlüsseln liegt in der Tasche bereit.

Korpus

Die Revstar kommt mit einem Mahagoni-Korpus und geflammter Decke aus laminiertem Ahorn. Unser Testmodell präsentiert sich in Snake Eye Green, einem recht dunklen Grünton, dazu ein cremefarbenes Binding am Korpusrand, das sich über die Halskante weiter bis rund um die Kopfplatte fortsetzt. Der Body hat eine Stärke von 45 mm und auf der Rückseite sind leichte Fräsarbeiten (Rippenspoiler) zur besseren Anpassungen an den Körper des Spielers vorgenommen worden, außerdem sorgen die zwei leicht versetzt angebrachten Cutaways für entspanntes Spielen in den hohen Lagen.

Die RS620 ist mit einer Wraparound-Bridge bestückt, bei der allerdings jeder Saitenreiter einzeln vertikal und horizontal eingestellt werden kann. Sie ist sehr gut verarbeitet, hat keine scharfen Kanten und bietet somit eine gute Auflagefläche für die rechte Hand. Des Weiteren finden sich auf dem Korpus zwei Humbucker, zwei Regler und ein Blade-Switch zum Schalten der Pickups. Die komplette Hardware ist matt-vernickelt und macht optisch einen sehr guten Eindruck, zumal die Potis über griffige, geriffelteKnöpfe in gleicher Machart verfügen. Zum Schutz vor Anschlagskratzern hat man der Gitarre ein dreilagiges Schlagbrett in Schwarz aufgeschraubt.

Pickups

Die RS620 kommt mit zwei Humbuckern mit Alnico V Magneten. Am Hals sitzt der VH5n+ und an der Stegposition der dazugehörige VH5b+. Die Pickups haben Metallkappen, sind in schwarzen Rahmen befestigt und mit je zwei Schrauben in der Höhe verstellbar. Geregelt werden sie über einen Master-Volume und Master-Tone, wobei das Tone-Poti mit einer Push/Pull-Funktion ausgestattet ist. Zieht man den Knopf nach oben, ist die Dry-Switch-Schaltung aktiviert. Dabei handelt es sich um einen Schaltkreis, bei dem laut Hersteller die Bässe reduziert werden und der Klang somit in Richtung Singlecoil gehen soll. Wie es genau klingt, erfahrt ihr selbstverständlich gleich im Praxisteil. Aktiviert werden die Tonabnehmer über einen Dreiwegschalter, entweder beide Pickups einzeln oder gemeinsam.

Hals

Dem eingeleimten dreiteiligen Hals aus Mahagoni hat man ein Palisandergriffbrett mit 22 Jumbo-Bünden aufgeleimt, die zwar sehr gut poliert, allerdings am Rand etwas scharfkantig sind, was aber auch das einzige werkseitige Manko ist, das ich an meinem Testinstrument feststellen konnte. Es kann durchaus sein, dass hier die Endkontrolle mal großzügig war, bei unserem anderen Testmodell war ja alles perfekt. Das Griffbrett hat einen Radius von 350 mm und das Halsprofil wird vom Hersteller als Medium bezeichnet, eine mittlere C-Form, die sehr gut in der Hand liegt und auch im Verlauf nach oben nicht sonderlich stärker wird. Zur Orientierung sind Perloid-Einlagen auf dem Griffbrett und Dot-Marker in das Binding an der Halskante eingearbeitet.

Über einen Sattel aus Urea gelangen die Saiten (ab Werk Elixir 010-046) zu den beidseitig positionierten Mechaniken an der Kopfplatte, die butterweich und ohne tote Punkte für einen sauberen Stimmvorgang sorgen. Am Übergang zum Hals findet man den Eingang zum Halsstellstab, der von einer schwarzen Kunststoffplatte abgedeckt wird und auch nicht verstellt werden muss, denn ab Werk war das Instrument in puncto Halsneigung und Saitenlage sehr gut eingestellt.

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