Hersteller_Yamaha Fussmaschine_Pro_Yamaha_9500
Test
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28.09.2015

Praxis

Die 9500er laufen schnell und leise

In der Praxis verhalten sich die Testpedale im besten Sinne unauffällig. Sie beanspruchen relativ wenig Platz, lassen sich problemlos auch an dickeren Spannreifen fixieren und laufen beeindruckend schnell. Besonders die Direct-Versionen arbeiten zudem praktisch geräuschlos. Grundsätzlich fühlen sich beide Antriebsarten ähnlich an, bauartbedingt vermitteln die D-Varianten ein etwas „klebrigeres“ Gefühl am Fuß. Den Grund dafür kann sich einfach veranschaulichen, indem man ein Ketten- sowie ein Direct Drive-Pedal nebeneinander stellt und mit dem Finger die Trittplatten ganz nach unten drückt und loslässt. Während es beim Kettenpedal zum Schlackern kommt, wird das Direct Drive Modell ruhig bleiben, weil die starre Verbindung für konstanten „Gleichschritt“ zwischen Beater-Bewegung und Trittplatte sorgt. 

 

Welche Antriebsart man bevorzugt, ist abhängig von der bevorzugten Spieltechnik und nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack. Die 9500er gefallen mir am Fuß in beiden Versionen grundsätzlich sehr gut. Weniger gut gefällt mir die – im Details-Part aufgeführte – Schräglage zwischen den Beater-Schäften der Doppelpedale sowie der leichte Ketten-Schräglauf des Einzelpedals. In beiden Fällen dürften diese Verarbeitungsungenauigkeiten zu erhöhtem Verschleiß führen. Obwohl ich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Laufeigenschaften feststellen kann, wirken sich solche Mängel negativ auf das gute Gefühl aus, ein solides, langlebiges Werkzeug unter den Füßen zu haben. Dass nach dem einmaligen Transport im Hardware-Case bereits Lackabplatzer an den Testexemplaren zu verzeichnen sind, trägt auch nicht gerade zur schnellen Wiederherstellung dieses Gefühls bei. 

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