Gitarre Hersteller_Vox
Test
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31.05.2019

Praxis

Für die folgenden Aufnahmen habe ich ein SM57 vor den Speaker positioniert und alle Audiofiles natürlich im Klang nicht weiter bearbeitet. Als Gitarre kommt eine Tom Anderson HSS Strat zum Einsatz.

Ich belasse alle klanglichen Regelmöglichkeiten in der Mittelstellung, lediglich eine kleine Prise Spring Reverb sorgt für etwas mehr Raum beim Durchschalten aller Verstärker-Emulationen. Um welchen Amp es sich dabei genau handelt, lässt sich im Audiofile ablesen.

Der kleine Verstärker generiert für seine Größe eine ganze Menge Lautstärke, die sich dank des Power-Level-Potis auf Zimmerlautstärke herunterregeln lässt. Trotz des recht kleinen 8" Speakers erzeugt der kleine Combo ein mehr als ordentliches Bassfundament, was dem Sound insgesamt eine gewisse Größe gibt und die aufgerufenen Verstärker-Modelle gut in Szene setzt. Diese können aufgrund ihrer recht authentischen Emulation durchweg gefallen. Besonders die Fender-, Vox- und Marshall-Modelle fallen mir dabei besonders positiv auf!

Weiter geht es mit den Effekten. Diese spiele ich mit der Deluxe Emulation durch. Die jeweils aufgerufenen Effekte sind in der Audiodatei aufgeführt und jeweils in der Mittelstellung des Regelwegs zu hören.

Auch hier kann der Vox VX50 GTV punkten. Chorus, Phaser wie auch der Flanger verleihen dem Sound eine schöne Tiefe, und auch das Tremolo verrichtet seine Arbeit ganz ordentlich. Man sollte dabei nicht vergessen, dass der Verstärker komplett für den Preis eines (!) durchschnittlich teuren Boutique-Pedals über die Ladentheke geht!

Natürlich darf auch die Delay- und Hall-Sektion nicht fehlen.

Hier gilt dasselbe wie im Abschnitt zuvor. Die Effekte liefern exakt den Sound, den man von ihnen erwartet, und das auf einem erstaunlich hohen Niveau. Beim Tape-Echo lässt sich das "Absacken" der Wiederholungen schön heraushören, aber auch der Federhall gefällt mir sehr gut, da er dem Sound eine schöne Tiefe beschert.

Natürlich interessiert mich auch der über USB direkt an den Rechner ausgegebene Sound. Dazu verbinde ich den Verstärker mit meinem Rechner und wähle unter den Audioeinstellungen den Verstärker als Ein- und Ausgabe in Pro Tools aus. Den passenden Treiber kann man ebenfalls auf der Hersteller Website herunterladen. In diesem Fall wird der Sound über den Amp ausgegeben.

Aber auch unter Logic war das Erkennen des Verstärkers als Eingangsgerät völlig problemlos. Hier lässt sich als Ausgabegerät (im Gegensatz zu Pro Tools) ein anderes anwählen.

Zuerst ist die Deluxe, anschließend die Brit VM Emulation zu hören.

Hier hat Vox wirklich ganze Arbeit geleistet, der Amp liefert ein sehr gut klingendes Signal an die DAW. Somit wird das Aufnehmen auch in schwierigen Situationen zum Kinderspiel.

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