Software Recording
Test
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12.11.2019

Universal Audio Apollo x4 Test

Thunderbolt-3-Audiointerface

Das große Kleine!

Erst vor kurzem geleakt und schon bei uns! Das neue Thunderbolt-3-Audiointerface Apollo x4 von Universal Audio rundet die X-Serie ab und ist gleichzeitig das Topmodell der mobilen Interfaces, neben dem ebenfalls neuen Twin X und dem nochmal kleineren Arrow.

Details

Einordnung


Das Universal Audio Apollo x4 ist ein Desktop-Audiointerface (192 kHz/24 Bit) mit Thunderbolt-3-Anschluss für Windows und macOS. Es verfügt über zwölf Eingangskanäle sowie 18 Ausgänge und gehört – wie auch das neue Twin X – zur X-Familie, die bisher nur 19-Zoll-Interfaces wie das x6, x8(p) und x16 kannte.

Wie alle UA-Interfaces verfügt auch das x4 über integrierte DSP-Prozessoren, welche für die proprietären UAD-2 Effekte essenziell sind. Das x4 ist mit vier DSPs (also Quad Core) ausgestattet, kleinere oder größere Konfigurationen gibt es aktuell nicht. Die beiden neuen mobilen Interfaces bringen die verbesserten Wandler mit und sehen dem alten Twin Mk2 ähnlich, das x4 ist nur entsprechend breiter. Bus-powered wie das mobile Arrow sind die beide nicht, ein passendes Netzteil wird mitgeliefert. Das nicht gerade günstige Thunderbolt-3-Kabel fehlt wie immer.

Vier Unison-Inputs


Das Apollo x4 bietet rückseitig vier analoge Eingänge mit XLR/TRS-Combos die allesamt mit Unison-Preamps ausgestattet sind. Zwei davon verfügen über einen Instrumenteneingang an der Front. Umgeschalten wird zwischen Line oder XLR in der Software oder am Gerät selbst, eingesteckte Instrumentenkabel an der Front erkennt das x4 aber selbst.

Die Preamps bieten bis zu 65 dB Gain und alle erdenklichen Preamp-Features wie Low Cut, Pad, 48 Volt Phantompower, Phasenumkehr und Stereo-Link. Die Möglichkeit, mit einer Impedanzanpassung auf gemodelte Vorverstärker, Amps und Effekte des UAD-2-Kosmos noch authentischer zu reagieren, gibt es ebenfalls.

Hinzu kommt ein optischer I/O, der via ADAT bis zu acht weitere Kanäle liefert, was in Summe dann zwölf macht. S/PDIF kann der Optical auch, sogar SR-Conversion ist vorgesehen. Ein eingebautes Talkback-Mikrofon für die Kommunikation mit Künstlern gibt es ebenfalls, das zählen wir allerdings nicht als Eingang.

Zehn analoge Ausgänge


Ausgangsseitig gibt es sechs Line Outs mit symmetrischen 6,35mm-TRS-Buchsen sowie zwei individuelle Stereo-Kopfhörerausgänge an der Front. Das macht zehn analoge Kanäle plus die acht digitalen des ADATs. Wordclock I/O gibt es leider nicht.

Monitor-Controller


Die Verarbeitung des Metallgehäuses ist auf einem gewohnt hohen Niveau, die Oberseite leicht zum Benutzer geneigt, dadurch lässt es sich wunderbar bedienen. Das Konzept ist im Prinzip wie bei Twin und Arrow: Mit sechs Funktionstastern unter dem Display und zweien unter dem großen Push-Encoder wird navigiert und bedient. Das funktioniert einwandfrei und schnell, weil viele Entscheidungen bereits am Gerät getroffen werden können.

Das Display ist größer und zeigt neben den vier Inputs auch den Main Out und die Kopfhörer parallel an – eine kleine, aber durchaus feine Verbesserung gegenüber der „Monitor“-Anzeige älterer Modelle. Mit dem Encoder kann wie gewohnt der Gain der Preamps sowie die Lautstärke der Outputs geändert werden. Die Software lässt außerdem die Definition eines dritten Paares Lautsprecher zu, Surround-Setups sind nicht vorgesehen.

Realtime Analog Classics Plus Bundle

Das Apollo x4 bringt das Realtime Analog Classics Plus Bundle mit, das 16 UAD2-Plugins beinhaltet. Dazu gehören UA 610‐B, Marshall Plexi Classic Amplifier, Fairchild 670 Legacy, Teletronix LA‐2A Legacy, UA 1176LN Legacy, UA 1176SE Legacy, Pultec EQP‐1A Legacy, Pultec Pro Legacy, Precision Channel Strip, Precision Reflection Engine, Precision Delay Modulation, Precision Delay Modulation L, UA Precision Enhancer Hz, Raw Distortion, Ampeg SVT-VR Classic Bass Amp und RealVerb‐Pro.

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