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Test
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08.08.2018

Ultrasone Naos Test

Mini-DAC

Steroide für iPhone und Co.

Man gewöhnt sich daran, es ist aber wirklich kein schöner Umstand: DA-Wandler und Ausgangsstufen von Handys, Tabletts und Laptop klingen einfach nicht gut. Einen Kopfhörer für mehr als 200,- Euro anzuschließen, macht da eigentlich keinen Sinn.

Jetzt ist die Idee eines externen Converters nun nicht unbedingt neu, ultra-transportabel waren hingegen die wenigsten Lösungen – und waren sie es doch mal, dann handelte es sich meist um Insellösungen, welche spätestens beim nächsten Generations- und Anschlusswechsel obsolet wurden, da die speziellen Adapter nicht mehr passen.

Details

Micro-Wandler

Der Ultrasone Naos ist ein ultramobiles 0-In/2-Out USB2 Audiointerface für Auflösungen von bis zu 192 kHz und 24 Bit. Er ist winzig und in etwa so groß wie ein kleiner USB-Stick – nur ein bisschen flacher. Konkret misst das schwarze und gebürstet Alu-Gehäuse gerade einmal 4,5x 1,8 x 0,65 cm und wiegt 4,93 g – also wirklich fast nichts.

Apple Kids sind cooler

Der Naos ist mit OSX und Windows kompatibel, letzteres erfordert allerdings die Installation eines Treibers. Ähnliches gilt für mobile Gerätschaften: iPad und iPhone verstehen sich ohne Probleme, Android benötigt hingegen OTG. Verbunden wird der Zwerg mit den mitgelieferten Adapter-Kabeln. Adapter sage ich deshalb, weil sie so kurz sind und erfreulicherweise Kabelsalat vermeiden.

Links am Stick befindet sich ein Micro-USB-Anschluss. Hier wird eines der vielen mitgelieferten Anschlusskabel eingesteckt. Lightning, USB Typ A, USB-C und Micro-USB stehen auf der anderen Seite zur Auswahl. Die Kabel sind in etwa 6,5 cm lang und gehören wie eine schicke, kleine Neopren-Tasche zum Lieferumfang.

Power for Phones

Rechts finden wir den 3,5 mm Klinkenanschluss (Ausgangsimpedanz 0,73 Ohm) und eine kleine Power-LED. Weitere Taster oder Displays finden sich nicht am Gerät, genau so wenig wie Batterie- oder Akku-Fächer. Der Naos ist Bus-Powered und seine Stromaufnahme mit ca. 50 mA erfreulicherweise äußerst gering. Der Ausgang ist für Kopfhörer optimiert, versteht sich aber auch als Line-Out – ein expliziten Mode gibt es dafür allerdings nicht.  Die Ausgangsleistung ist ordentlich und dem Standard des iPhones beispielsweise merklich überlegen; laut Hersteller kann er so Kopfhörer mit einer Impedanz von 16 bis 300 Ohm befeuern.

Tech-Talk

Im Inneren werkelt übrigens ein AKM AK4431 DAC, der SNR ist mit 110 db bei 3,3 V beziffert und der THD+N mit unter 0,01%@1kHz angegeben. Der Übertragungsverlauf beträgt sportliche 10 Hz bis 30 kHz maximal, Angaben zum Abfall fehlen jedoch.

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