Test
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28.05.2019

Praxis

Im Inneren des UDG Ultimate Trolley To Go gibt es zwei herausnehmbare Schaumstoffpolsterungen. Beide sind mit Klettbändern befestigt. Der eine Teil steckt am Rückenteil, also in Richtung Trolley-Griff und hat eine kleine Tasche, die mit einem Reißverschluss auf- und zugemacht wird. Die andere Polsterung ist zweimal geknickt und liegt damit an den beiden Seitenteilen sowie auf dem Boden. Nach vorne gibt es auch eine Polsterung, die ist aber fest vernäht und besitzt nochmal eine kleine Ablage, die mit einer dünnen Nylonschicht abgetrennt ist und in die Papiere, Kabel oder auch ein Tablet hineingeschoben werden.

So originell die Polsterung für die Seiten und den Boden auch ist, bringt sie doch auch gewisse Probleme in der Praxis mit sich. Wenn ich den Ultimate Trolley To Go nämlich mit Vinyl beladen möchte, wird es an den Seiten einfach zu eng, wenn der Schaumstoff davor sitzt. Also entferne ich diesen, was ja dank der Klettverschlüsse überhaupt kein Problem ist, aber gleichzeitig nehme ich den gepolsterten Boden mit hinaus.

Der macht aber platztechnisch überhaupt keine Probleme. Ganz im Gegenteil, denn der Boden kann durchaus etwas Polster vertragen – ansonsten stehen die Platten nämlich auf den Nieten, mit dem die Teile des Bodens fixiert sind. Nicht gerade optimal für Schallplatten. Ich kenne einige Vinyl-DJs, die ihre Schallplatten selbst zu Gigs in zusätzlichen Kunststoffschutzhüllen eingepackt mitnehmen. Das wäre in diesem Fall auch sinnvoll, allerdings geht durch die zusätzliche Hülle nochmal Platz verloren. Abgesehen davon wird es mit Schutzhülle auch schon wieder zu eng an den Seiten, so knapp ist der Platz bemessen. Wenn sowohl für Boden als auch die Seiten drei einzelne Polsterungen vorhanden wären, wäre das besser gelöst. Kurzum, für den Transport von Vinyl ist der Trolley trotz der Angaben des Herstellers aus meiner Sicht nur dann geeignet, wenn man ein paar Modifikationen vornimmt. Man könnte beispielsweise die Schaumstoffpolsterung zerschneiden oder etwas anderes als Polster für den Boden verwenden. Oder einfach einkalkulieren, dass die Hüllen der teuren Platten auf dem Boden Schaden nehmen können.

Wer mit DVS-System spielt, hätte die Option, das Timecode-Vinyl in Folie eingepackt mitzunehmen. Interfaces passen hier jedenfalls ohne Probleme rein, auch kleinere Controller oder ein Laptop, wenn dieser nicht größer als 13 Zoll ist. Wenn die Polsterung benutzt werden soll, wird es ab ungefähr 29,5 cm Breite eng, die Höhe darf 32 cm haben. Diese Maße muss von eurem Gear eingehalten werden, wenn es passen soll. Also unbedingt nachmessen, bevor ihr euch zu einem Kauf entscheidet.

Transport und Komfort

Der sehr strapazierfähige Schultergurt ist definitiv ein Bonus. Rollen und Griff sind ja sehr praktisch, aber es gibt Momente, da geht es kurz über die Schulter geschnallt am besten. Sehr nützlich ist auch der Tragegriff an der Oberseite und der Kunststoffgriff an der Unterseite. Egal, ob von oben oder unten – es gibt immer eine Stelle, an der ich zupacken kann. Auch wenn der ausgefahrene Griff des Trolleys einen etwas wackeligen Eindruck macht – die Verarbeitung geht in Ordnung und das Ding erfüllt anstandslos seinen Zweck. Die Rollen wirken sehr fest und halten mit Sicherheit einige Meilen aus, Verschleiß wird sich aber auch hier nach einer gewissen Dauer einstellen. Es sei denn, der Trolley wird nur durch glatte Böden in Flughafen, Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen gerollt. Früher oder später geht es aber auch mal auf den Asphalt und der hat nun mal seine Tücken. Auf glatten Böden bewegen sich die Rollen jedenfalls butterweich. Dass sich der UDG Ultimate Trolley To Go so komfortabel benutzen lässt, liegt natürlich auch an seiner überschaubaren Größe. 

Erweitern und Aufstocken

Wenn mal ein bisschen mehr bewegt werden muss, kann der Ultimate Trolley To Go quasi aufgestockt werden. Dafür bietet sich zum Beispiel sehr gut der Ultimate Backpack Slim an, ebenfalls von UDG. Dieser Rucksack hat nämlich auf der Rückseite extra einen mit Klettverschluss ausgerüsteten Gurt, der genau über den Griff des Trolleys passt. Und der Backpack selbst ist nicht breiter als der Trolley selbst.

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