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Test
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17.11.2019

Tritik Krush Test


Freeware-Bitcrusher VST für Win und Mac


Zerstörung leicht gemacht

In so gut wie jeder modernen elektronischen Produktion findet man heutzutage Plugins, die digitalem Sound analoge Wärme verleihen, um so nah wie möglich an das Klangideal früherer analoger Produktionen heranzukommen. 

Dafür werden zum Beispiel Bandmaschinenemulationen eingesetzt, die die Bandsättigung und Verzerrung der analogen Vorbilder nachahmen. Soll es allerdings ein bisschen heftiger zugehen, braucht man schon einen Bitcrusher. Krush von Tritik kombiniert beides und wird somit zum wandlungsfähigen Sounddesign-Tool.

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Details & Praxis

Allgemeines

Krush gibt es für Windows und MacOS im VST-, AAX- und AU-Format sowohl in 32- als auch in 64-Bit. Das Plugin ist völlig kostenlos und kann mit nur einem Mausklick von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Das Erstellen eines Accounts, das Hinterlegen der E-Mail-Adresse sowie eine Freischaltung des Plugins entfallen – so muss Freeware sein! Im Falle von Windows hat der Installer nur 1,63 MB, dementsprechend schnell geht die auch Installation. Wer noch mehr Möglichkeiten haben möchte, seinen Sound zu zerstören, kann Krush Pro käuflich erwerben.

Let’s krush it!

Krush bietet drei Möglichkeiten, um das Signal zu verändern: Drive, Bit-Raten-Reduktion (Crush) und Sample-Raten-Reduktion (DWSP). Dazu kommt ein deaktivierbares Filter mit Frequenz und Resonanz, das als Hi- und Low-Cut genutzt werden kann. In der Modulationssektion finden sich vier Wellenformen, mit denen man alle bisher genannten Parameter zusätzlich modulieren kann. „Sync“ dockt an das Tempo der DAW an und wird in den üblichen Notenwerten eingestellt. „Free“ ermöglicht das Einstellen der Modulationsgeschwindigkeit in Hertz. Über die beiden Dry/Wet-Regler wird die Balance zwischen unbearbeitetem und bearbeitetem Signal zum Kinderspiel.

Sound

Jetzt hören wir uns an, was Krush mit Drums, einer Gitarre und einem Bass anstellen kann. Natürlich sind je nach Wunsch noch viel extremere Effekte möglich. Bei diesen Instrumenten habe ich Krush aber eher dezent eingesetzt.

Krush verwandelt die Drums von einer einfachen Schlagzeugaufnahme in brachiale Drums mit viel Punch und Verzerrung. Bei so manchem Rockalbum würde man die Drums genau auf diese Weise bearbeiten, damit sie zum verzerrten Sound der Gitarren passen.

Die cleane Gitarre bekommt mit Krush ebenfalls etwas Distortion ab. Zusätzlich modulieren wir mit einer Sinuswelle den Drive, dadurch entsteht ein chorusähnlicher Effekt, durch den die Gitarre lebendig wird.

Der Bass wird mit Krush zum monströsen Sound, mit voll aufgedrehtem Drive-Regler und etwas Modulation desselbigen. Das Filter ist deaktiviert, somit hören wir auch im Effekt alle Frequenzen. Das sorgt für den voluminösen Sound.

Fazit

Krush von Tritik ist für Freeware überdurchschnittlich ausgestattet. Von Lo-Fi über Chorus-Effekte bis hin zum gnadenlosen Bit-Crushing ist alles möglich. Das durchdachte GUI ermöglicht einen schnellen Workflow. Krush ist eines dieser Freeware-Plugins, die in jedem Mix vorkommen können – absolut empfehlenswert!Hier geht es zum Download!

  • Pro
  • drei Zerstörungsoptionen
  • gut klingender, analog modelliertes Filter
  • vier Modulationswellenformen, free oder tempo-synced einsetzbar
  • skalierbares GUI
  • Contra
  • Kein Contra

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