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Test
10
17.12.2010

Praxis:

Out Of The Box
Der Sound aller Erweiterungen für den Superior Drummer 2 ist aufgrund der Vielzahl an Raumsamples und der weiteren Bearbeitungsfunktionen sehr flexibel. Trotzdem gibt es natürlich einen gewissen Grundklang, der in der ersten Erweiterung, genauso wie in der Core-Library, schon deutlich vorbearbeitet wirkt - und der sich ohne komplizierte Einstellungen an EQ und Kompressor gut in einem Mix durchzusetzen weiß.

Die Sounds aus dem Allaire Studio wirken dabei durchweg etwas giftiger und aggressiver als die vergleichsweise weichen Samples aus der Hit Factory. Die folgenden Audios wurden aus einzelnen Files zusammengeschnitten, bei denen die verschiedenen Bassdrums und Snaredrums aus beiden Studios zum Einsatz kamen.

Der Rest steht vorerst auf „Default“. Das MIDI-Material stammt übrigens aus der mitgelieferten Library, die (wie auch die Samples selbst) von Nir Z eingespielt wurde und insgesamt eine sehr gut verwendbare Grundlage für eigene Bearbeitungen bildet.

Die Anzahl der Velocity-Layers für jedes Instrument ist nicht ganz so üppig wie in der Core Library. Bei den Drums aus der Hit Factory fällt beispielsweise auf, dass der Samplepool der extrem leisen Anschläge auf den Snaredrums reduziert wurde. Die harten Anschläge auf der Bassdrum hat man in beiden Fällen sogar sehr drastisch von bis zu 22 in der Standard-Ausstattung auf maximal 5 Layers ausgedünnt.

Auch wenn die Anzahl der vorhandenen Samples noch völlig in Ordnung geht, sind die New York Studios Vol. 2 also in den Extrembereichen der Lautstärke (leise und laut) ein wenig anfälliger für einen angedeuteten Machinegun-Effekt.

Ob dies ein Problem darstellt? Hört euch am Besten die folgenden Audios an und macht euch selbst ein Bild. Solange man den S2 nicht nötigt, eine klassische Snaredrum-Etüde zu spielen, ist der Detailgrad für mich persönlich noch hoch genug.

Mikrofonierung und Mixer-Channels
Die großzügige Mikrofonierung und der erstklassige Raumklang der Core-Library zählen für viele Anwender zu den schlagkräftigsten Argumenten für den S2, und die New York Studios Vol. 2 können in dieser Disziplin absolut mithalten. Einen Eindruck vom Klang der in unterschiedlichen Entfernungen zum Drumset positionierten Schallwandler bekommt ihr im folgenden Video.

Bisher haben wir nur den rohen Sound der Library gehört. Natürlich bietet der S2 mit seinem integrierten Mischer und der Effektsuite von Sonalksis aber auch die Möglichkeit, den Klang sehr flexibel zu bearbeiten.

Einen Ausblick auf die Möglichkeiten jenseits des Grundklangs der Library möchte ich euch anhand einiger weiterer Grooves aus der enthaltenen MIDI-Bibliothek geben, die durch verschiedene Presets verbogen werden.

In den letzten beiden Tracks kommen auch importierte Trommeln aus anderen Studios (also X-Drums) zum Einsatz, die zum Teil sehr stark bearbeitet sind. So wird beispielsweise im vorletzten Track eine tiefer gestimmte und heftig komprimierte Snaredrum aus dem Allaire Studio zur schnarrenden Bassdrum in der Hit Factory. Im letzten Track werden auch die Toms durch bearbeitete Snares ersetzt.

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