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14.07.2021

the t.bone Sync 1 und Sync 2 Test

Ein- und zweikanalige digitale Wireless-Bundles

Kompakte Drahtlosübertragung für Podcasts und Vlogging

the t.bone bringen mit den Wireless-Sets Sync 1 und Sync 2 eine platzsparende  Funklösung an den Start, die sich mit ihren Lavaliermikrofonen und ein- beziehungsweise zweikanaligen Übertragungen speziell an Podcaster und Vlogger richtet. Zwar gibt es im Bereich der ultrakompakten Funkstrecken mittlerweile einige Lösungen, dennoch sind die Ansprüche und die Anforderungen der Nutzer für verschiedene Interviewsituationen, Berichterstattungen und Moderationen immer wieder derart individuell und so schauen wir auch in diesem Praxis-Check, welche Vor- und Nachteile die the t.bone Sync 1 und Sync 2 dem Nutzer in verschiedenen Szenarien bringen.

Details

Sicher transportiert

Die beiden Sets bringen nahezu den gleichen Lieferumfang mit. In der Version Sync gehört neben dem Empfänger ein einzelner Sender dazu. In der Version Sync 2  liegen gleich zwei Sender bei. Zum erweiterten Zubehör gehört ein Spiralkabel, mit denen sich die TRS-Buchse mit einer Kamera verbinden lässt, sowie ein gerades Kabel, das von Miniklinke auf TRRS verbindet. Außerdem ist ein Ladekabel von USB-A auf USB-C am Start. dieses Ladekabel ist bei der Sync 1-Variante als Y-Kabel ausgelegt, damit sich beide Geräte gleichzeitig über einen USB-Port aufladen lassen. Bei der Sync 2-Variante mündet das USB-Kabel in eine Dreifach-Peitsche, so dass auch hier alle Geräte über einen einzelnen USB-Port aufgeladen werden können. Sync 1 wird mit einem externen Lavaliermikrofon ausgeliefert, Sync 2 dagegen mit zweien dieser Mikrofone. Entsprechend liegen den Sets ein bzw. zwei wechselbare Windschutze für die Mikrofone bei. Beide Ausführungen beinhalten ein passendes kleines Transport-Softcase mit Reißverschluss. In ihm lassen sich die kleinen Geräte samt Zubehör sicher lagern und transportieren.

Sendeeinheiten Sync 1 TX & 2 TX

Die Transmitter dieser drahtlosen Funkstrecke sind wirklich richtig klein geraten. Kaum mehr als 5 cm hoch und nur etwas weniger als 1,5 cm tief ist es fast unmöglich, dass diese superkompakten Sender den Nutzer in der Praxis tatsächlich stören könnten. Eine gummierte Oberfläche von Sender wie Empfänger schützt die Gehäuse vor kleineren Stößen und Bruch beim Herunterfallen. Die Transmitter haben auf ihrer Oberseite  ein eingebautes Mikrofon, das verwendet werden kann, wenn kein externes Mikrofon zur Verfügung steht. Auf der Vorderseite befinden sich zwei Info-LEDs. Sie geben Auskunft über den Status der Funkkopplung und über den Ladezustand.

An der rechten Seite des Senders kann an einem Miniklinkenstecker mit TRS-Belegung ein externes Mikrofon angeschlossen werden. Außerdem befindet sich hier auch der Ein/Aus-Taster des Gerätes. Zwischen diesen beiden Bedienelementen ist eine USB-C-Buchse untergebracht. Mit ihrer Hilfe lässt sich der im Sender fest verbaute Akku aufladen. Auf der linken Seite ist der Pairing-Taster zum Herstellen der Funkverbindung verbaut. Eine Reset-Möglichkeit dient bei Fehlfunktion des Ein/Aus-Tasters dazu, das Gerät dennoch auszuschalten. Am Transmitter befindet sich auch ein schaltbares Low-Cut-Filter, das sowohl das tiefe Rumpeln von Umgebungsgeräuschen aus dem aufgegriffenen Signal filtert als auch tiefe Geräusche, die durch Körperschallübertragung beim Berühren des Mikrofonkabels entstehen können.

Empfänger Sync 1 RX & 2 RX

Der Receiver hat auf seiner Oberseite einen Miniklinken-Kopfhörerausgang. Mit seiner Hilfe kann das Mikrofonsignal „latenzfrei“ abgehört werden. Wichtig ist hier allerdings der Bezug der Latenzfreiheit. Da sich dieser Monitorausgang am Empfänger befindet, mag die Latenz zu dessen Miniklinken-Recordingausgang zwar 0 ms sein. In Bezug auf das vom Mikrofon eingespeiste Signal kommt hier dennoch die volle Latenz der Funkstrecke zum Tragen. An seiner rechten Seite befindet sich der Ein/Aus-Taster sowie eine USB-C-Buchse zum Aufladen des internen Akkus. An seiner linken Seite ist der Pairing-Taster sowie ein Taster für die Lautstärkeänderung untergebracht. Auch der Empfänger hat einen Befestigungsclip auf der Rückseite, mit dem sich das Gerät am Gürtel oder am Hosenbund fixieren lässt.

Lavaliermikrofon

Die beiliegenden Mikrofone machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Ihr Body besteht aus Metall und ein feines Gitter schützt die Membran. Knickschutze sorgen am kleinen Mikrofonkorpus sowie am Stecker dafür, dass es nicht zu einem Kabelbruch kommen kann. Die Lavalier-Mikrofone dieses Funksystem arbeiten mit Kugel-Charakteristik. Auskunft über die Arbeitsweise geben uns the t.bone zwar nicht, meine persönliche Vermutung ist, dass es sich um vorpolarisierte Elektret-Kondensatoren handelt. Die Mikrofone greifen Schall von 50 Hz bis 20 kHz auf und können laut Hersteller einen maximalen Schalldruckpegel von 135 dB SPL verzerrungsfrei wiedergeben. Mit ‑40 dB, 1V/Pa gehören die Mikrofone nicht zu den lautesten Vertretern unter der Sonne. Für den aufgerufenen Kaufpreis erhält man hier aber dennoch eine Empfindlichkeit, die Consumer-Lösungen deutlich in den Schatten stellt. Weitere Tipps zur Auswahl und Nutzung von Ansteckmikrofonen lest ihr übrigens in unserem Kaufberater „Lavalier-Mikrofone“.

Zahlen für einen spannenden Praxis-Check

Das Wireless-System funkt im 2,4 GHz-Bereich. Dieser weltweit allgemein anmeldefreie Funkbereich, in dem für die Nutzung von Funkstrecken keine Gebühren bezahlt werden müssen, kommt allerdings mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Drahtloslösungen zum Einsatz. Das reicht von Audio-Funkverbindungen und WLAN-Netzwerken bis hin zu Bluetooth-Geräten. Wir werden in der Praxis testen, ob sich das bemerkbar macht. Die Reichweite der kleinen Anlage beträgt bei freier Sicht bis zu 50 m, unter weniger günstigen Bedingungen immerhin noch bis zu 30 m. Die Latenz des Wireless-Systems ist mit 12,5 ms deutlich höher als bei anderen Funklösungen. Ich bin deshalb gespannt, ob und wie sich das im Praxis-Check bemerkbar machen wird. Leider gönnt uns der Hersteller weder zu den Sendern noch zum Empfänger Hinweise dazu, welchen Audiofrequenzbereich diese abdecken. Auch das wird deshalb im Praxis-Check spannend zu testen sein.

Schauen wir auch noch auf die Spannungsversorgung. Sowohl in den Sendern als auch in den Empfängern des Systems sind 400 mAh starke Lithiumbatterien fest verbaut. Die maximale Betriebsdauer beträgt leider nur 5 Stunden. Das ist für etliche kleinere Aufträge sicher ausreichend. Wer das Set aber bei Veranstaltungen einsetzen möchte, die ganze Tage lang dauern, könnte es eng werden. Dafür ist die Ladedauer mit gerade einmal 1,5 Stunden aber ebenfalls vergleichsweise kurz, was wiederum ein Vorteil ist.

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