Test
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02.10.2019

the t.bone freeU Twin HT 863 Test

UHF Wireless-System

Funkmikrofonset mit zwei Handsendern

Die freeU-Funkstrecken von the t.bone haben bei uns bereits einen tiefen Eindruck hinterlassen. Und wie toppt man einen günstigen Preis-Leistungs-Knaller? Indem man zwei Knaller zum Preis von einem anbietet. So legt the t.bone noch einen Knochen nach und bietet mit dem freeU Twin HT 863 gleich zwei Funkstrecken in einer. 


Zwei Handsender im bewährten Design mit einem Dual-Empfänger inklusive Diversity-Empfang, Pilotton, einfacher Infrarot-Synchronisierung, mindestens zehn Stunden Sendezeit an Alkali-Batterien und alles im weitestgehend lizenzfreien ISM-Band von 863 – 865 MHz. Wo das hinführt, zeigt dieser Test.

Details

Die Thomann-Eigenmarke the t.bone hat bereits einige heiße Eisen im Funkfeuer. Mit der freeU Twin HT 863 kommt jetzt ein neuer Anwärter für den Spitzenplatz in der Budget-Kategorie. Die Funkstrecke kommt im üblichen Tragekarton, der zur Überbrückung erst mal auch als Transportkoffer für die ersten Einsätze dient. Der Inhalt ist sehr aufgeräumt verpackt und besteht aus dem Empfänger im halben 19-Zoll-Format inklusive Netzteil, den beiden Handsendern plus Mikrofonklemmen und dem 19-Zoll-Montage-Kit. Die Antennen des Empfängers sind separat verpackt. Eine Montage der Antennen an den Rack-Blenden ist optional vorgesehen, entsprechende Bauteile müssen nachgeordert werden. Dem Paket liegen zwei Bedienungsanleitungen auf Deutsch und auf Englisch bei.

Empfänger

Frontal ist der Empfänger in zwei Sektionen aufgeteilt. Links befinden sich die Bedienelemente (Volume-Poti, Auswahltaste, Auf- und Abtasten) für das erste Mikrofon, rechts die für das zweite. Das gemeinsame Display zeigt jeweils links und rechts die Werte für die Sender an. Diese sind: Lautstärke, Feldstärke, Frequenzgruppe, Kanal, Frequenz, Infrarot-Synchronisierung, Antennennutzung (Antenne A oder Antenne B) und Pilotton.

Auf der Rückseite befinden sich die BNC-Buchsen für die Antennen, die beiden symmetrischen XLR-Ausgänge für die beiden Mikrofone und ein unsymmetrischer Klinkenausgang mit dem Summensignal beider Mikrofone. Links von den Ausgängen befinden sich der Betriebsschalter und der Anschluss für das global nutzbare Netzteil.

Die Frequenzen des ISM-Bandes sind in vier Gruppen eingeteilt, bei der jede Gruppe vier Kanäle mit je einer einzelnen Frequenz vorhält. Mit der mittleren der drei Bedientasten können wir zwischen den Kategorien umschalten, mit den Auf- und Abtasten wählen wir das gewünschte Preset an. Erneutes Betätigen der Auswahltaste bestätigt die Frequenz, welche automatisch gescannt wird. Um das Mikrofon mit der Frequenz zu synchronisieren, betätigen wir die Auswahltaste länger, das Feld IR blinkt und wir können das Infrarotfenster des Senders an die Infrarotschnittstelle des Empfängers auf der Front rechts halten. Die Geräte koppeln automatisch und der Empfänger zeigt die jeweilige Frequenz, Feldstärke und genutzte Antenne an. Bei der ganzen Sendung ist der Pilotton permanent aktiv und lässt sich nicht abstellen.

Sender

Die Handsender weisen Metallgehäuse und schraubbare Metallkörbe auf. Die dynamischen Kapseln mit der Supernierencharakteristik sind fest verlötet. Jeweils mittig im Gehäuse ist eine weitere Verschraubung, welche Zugang zum Batteriefach gewährt, auf der Rückseite des Batteriefaches befindet sich die Seriennummer. Die Sender laufen je mit zwei AA-Batterien. Zum Einlegen wird das Mikrofon auf die Länge einer AA-Batterie auseinandergezogen. Eine Sperre verhindert, dass das Mikrofon dabei komplett zerlegt wird. Im unteren Teil des Griffes befindet sich der eigentliche Sender mit der internen Antenne und einem Display. An diesem lesen wir die Ladung der Batterien (fünfstellige Anzeige), Sendergruppe, Kanal, Infrarotempfang und jeweilige Sendefrequenz ab. Unter dem Display befindet sich der Infrarotsensor, noch ein Stück darunter der Betriebsschalter mit den drei Schaltstufen AUS, MUTE und AN.

Die Batterielaufzeit beträgt laut Hersteller bei Einsatz von jeweils zwei Alkali-AA-Batterien mehr als zehn Stunden. Über die Dokumentation hinaus weist der Hersteller auf den Audio-Frequenzbereich des Mikrofons zwischen 50 Hz und 16 kHz sowie Auto Squelch und die Modulationsart F3E (Frequenzmodulation) hin. Eine Reichweite des Senders bleibt offen.

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