Test
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05.05.2021

the box DSX Power Bundle Test

Aktives PA-System

Jede Menge PA fürs Geld

Die Thomann Hausmarke “the box” ist seit Jahren ein Garant kostengünstiger PA-Systeme. So wundert es nicht, dass der Hersteller mit dem DSX Power Bundle ein Produkt im Sortiment hat, das trotz seines günstigen Preises ein qualitativ hochwertiges, leistungsstarkes und sofort einsatzbereites System zu sein scheint. In meiner beruflichen Laufbahn wurde ich persönlich schon das ein oder andere Mal vom Klang diverser the box Speaker positiv überrascht. Ob der Schein trügt oder ob das Bundle diesen Ansprüchen gerecht wird, werdet ihr beim folgenden Test erfahren.

Details

Mit dem DSX Power Bundle liefert der Hersteller the box ein aktives PA-Board mit einer kompletten Ausstattung, um das System direkt nach dem Aufbau an den Start zu bringen. Die beiden 12-Zoll-Subwoofer werden mit einer Leistung von 1000 W RMS und 4000 W Peak angegeben und sollen laut Thomann für Veranstaltungen bis maximal 400 Personen geeignet sein. Die zu erreichende Lautstärke ist vom Hersteller mit 132 dB angegeben.

Die Tops sind jeweils mit einem 2000 W Class D Amp ausgestattet und erreichen einen Maximal-Pegel von 128 dB. Im Inneren sorgt ebenfalls ein 12-Zoll-Treiber für die tiefen Töne. Als Hochtöner kommt ein 1-Zoll Kompressionstreiber zum Einsatz, der auf einem Kunststoffhorn sitzt.

Lieferumfang

Ein wenig genervt war der UPS-Bote schon, nachdem er mir die fünf Pakete mit insgesamt fast 150 kg vor die Studiotür gestellt hat. Dem äußeren Erscheinungsbild der Verpackung nach zu urteilen, ging es seinen Kollegen im Warenlager ähnlich, denn die Verpackung der beiden Subs sahen schon ein wenig ramponiert aus. Trotz allem haben die Speaker den Transport aber gut geschützt und unbeschadet überstanden. Zum Lieferumfang der Lautsprecher gehören jeweils ein Kaltgeräte-Kabel und eine Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache. Zusätzlich sind zwei Distanzstangen der Firma Roadworx und zwei 2,5 m lange XLR-Kabel der Firma Pro Snake enthalten.

Gehäuse und Anschlüsse the box Pyrit 212 Sub A 

Stattliche 48 kg bringt der Pyrit 212 Sub auf die Waage. Das 735 x 475 x 520 mm große, aus MDF gefertigte Gehäuse wirkt solide verarbeitet und ist im klassischem schwarz gehalten. Die Lackierung ist ebenfalls gut ausgeführt. An der Front schützt ein schwarz lackiertes Lochblech davor, dass die beiden Treiber beschädigt werden. Außerdem befinden sich an beiden Seiten der Front Öffnungen zur Abgabe des Schalldrucks.

Auf der Unterseite finden sich, neben dem Tragegriff aus Kunststoff, vier Gummifüße, die einen stabilen und rutschfesten Stand gewährleisten. Diese sind ebenfalls auf der rechten Seite des Subs zu finden und stellen problemlos einen Betrieb im Liegen sicher. Die linke Seite bietet passende Einbuchtungen zum Stapeln mehrerer Subs und einen 36 mm Flansch. Ein weiter 36 mm Flansch sowie ein zweiter Tragegriff sind auf der Oberseite des Gerätes vorhanden.

Sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite angebracht. Hier bietet der Sub zwei Line-Eingänge in Form von XLR/Klinke-Combobuchsen und zwei XLR-Line-Ausgänge. Die Lautstärkeregelung des Subs wird über einen großen Drehpoti realisiert. Zusätzlich befindet sich an dieser Stelle der „Mode“-Schalter, mit dem der User die Möglichkeit hat, das durchgeschliffene Signal an die jeweils verwendeten Topteile anzupassen. Zur Wahl stehen Presets für 10-Zoll, 12-Zoll, und 15-Zoll Tops. Der gewählte Modus wird durch eine orangene LED angezeigt.

Außerdem gibt es drei weitere LEDs: Die blaue LED zeigt an, ob das Gerät eingeschaltet ist. Die grüne LED dient zur Kontrolle des anliegenden Signals und die rote Clip-LED visualisiert, ob der Eingang zu heiß angefahren wird. Zu guter Letzt ist an dieser Stelle auch der Ein/Aus-Schalter und die Netzsteckerbuchse angebracht.

Gehäuse und Anschlüsse: the box pro DSX 112

Das 395 x 640 x 390 mm große Gehäuse der the box pro DSX 112 ist ebenfalls komplett aus MDF gefertigt und ist mit seinen 19 kg, dank der beiden seitlich angebrachten Tragegriffe, sehr gut alleine zu handhaben. Die Lackierung ist wie bei den Subs einwandfrei umgesetzt und auch die restliche Verarbeitung wirkt, vor allem in Anbetracht des Preises, erstaunlich solide. Lediglich die Oberfläche im Inneren der Griffschalen war bei den beiden Testmodellen sehr rau und erinnerte ein wenig an Skateboard Grip Tape. Beim beherzten Eingriff in die Mulde ist eine Abschürfung der Handknöchel nicht auszuschließen.

An der Front wird der Treiber zusätzlich zum lackiertem Lochblech von Boxenspannstoff vor Beschädigung und Staub geschützt. An der Unterseite der Box finden sich vier Standfüße aus Gummi, die einen festen Halt im Standalone-Betrieb sicherstellen. Eine Besonderheit: der Dual-Hochständerflansch, ebenfalls auf der Unterseite. Dieser bietet die Möglichkeit, das Topteil gerade oder leicht angewinkelt auf ein Boxenstativ bzw. eine Distanzstange zu positionieren - ein wirklich praktisches Detail. 

Sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite des Speakers arrangiert. Neben zwei Line-/Mic-Eingängen (XLR-Combobuchse) bietet der DSX 112 einen XLR-Line-Ausgang und einen weiteren Line-In in Form einer Miniklinkenbuchse. Die Lautstärke lässt sich über die beiden Dreh-Potis rechts neben den Eingangsbuchsen anpassen. Im oberen Bereich befindet sich ein hintergrundbeleuchtetes Display und ein Encoder zur Menübedienung. Außerdem ist an dieser Stelle die Netzsteckerbuchse und der Power-Button untergebracht.

Zubehör

An Zubehör enthält das DSX Power Bundle zwei Distanzstangen der Firma Roadworx. Die Distanzstangen wirken solide und lassen sich einfach justieren. Ein Sicherungsstift schützt zusätzlich vor ungewolltem Absacken der Tops. Schlussendlich runden zwei 2,5 Meter lange XLR-Kabel zum Verbinden des Subs mit den Tops aus dem Hause pro snake das Gesamtpaket ab.

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