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Test
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30.01.2013

Test Numark Electrowave

Geschlossener DJ-Kopfhörer

Der Numark Electrowave im bonedo-Test - Bereits mit dem Redwave (Test: hier) haben Numark eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich in Bezug auf das Design nicht scheuen, von ausgetretenen Pfaden abzuweichen und ein Statement zu setzen, das einen recht eigenständigen Ansatz verfolgt. Sein größerer Bruder, der dynamische, ohrumschließende Stereo-Kopfhörer Electrowave, macht da keine Ausnahme und trägt eine auffällige Farbkombination aus Weiß, Silber und Türkis.

In dem Kunststoff-Body verrichten zwei stattliche 50-Millimeter-Membranen ihren Dienst und versprechen laut Numark einen voluminösen und - dank hochwertiger Außengeräusch-Isolation - über Stunden ermüdungsfreien Musikgenuss. Wir haben die Teile für euch auf den Ohren gehabt und berichten.

Details

Die Schallerzeugung übernehmen im Electrowave zwei 50-Millimeter-Breitbandlautsprecher, die gegen den Kopfhörerverstärker mit einer Impedanz von 24 Ohm antreten. Die Stromobergrenze, die auf das Kabel gegeben werden kann, beträgt satte 3000 Milliwatt. Der Frequenzgang wird herstellerseitig mit 10 - 22.000 Hertz angegeben und umfasst somit den kompletten Hörbereich des menschlichen Ohrs – zumindest auf dem Papier. Die eingangs bereits erwähnte auffällige Optik wird durch Ohrpolster aus hellgrauem Plüsch geheckspoilert, die sowohl einen hohen Tragekomfort als auch eine effektive Abschirmung gegen Außengeräusche zu liefern versprechen. Numark positionieren den Electrowave als DJ-Kopfhörer, was seine Entsprechung in Features wie dem auswechsel- und verriegelbaren Anschlusskabel sowie der Möglichkeit des transportfreundlichen Zusammenklappens findet.

Auspacken

Der Electrowave reist in einem handlichen Henkelkarton, dem ich folgenden Inhalt entnehme: den Kopfhörer selbst, ein gerades 3-Meter-Anschlusskabel, ein Spiralkabel von einem 1,2 Meter Länge, einen Mini-auf-Klinke-Adapter und eine Kunststoff-Tragetasche. Das ist standesgemäß und lässt zunächst keine Wünsche offen. Allerdings sucht man weitergehende Packungsbeilagen, zum Beispiel Frequenzgang-Messungen, leider vergeblich.

Äußerlichkeiten

Der erste Gedanke nach dem Auspacken ist fraglos „Mann, sind die fett“. Denn trotz seiner luftig-hellen Optik ist der Electrowave sowohl in Bezug auf sein Gewicht von gut 300 Gramm und die Abmessungen ein ziemlich voluminöser Bursche. Besonders ins Auge fallen hier die seitlichen Kunststoffbügel, die sich am unteren Ende mit einer sanft geschwungenen Linie nach hinten verbreitern und bei mir aus irgendeinem Grund die Assoziation mit Schlaghosen wecken.

Aber auch die Lautsprechergondeln wirken mit ihrer Tiefe von 45 Millimetern und einem Durchmesser von 95 Millimetern alles andere als filigran. Wo wir schon bei den beiden Auslegern sind: Sie lassen sich auf jeder Seite in acht gerasterten Stufen um drei Zentimeter verschieben und so der Kopfgröße anpassen. Kontakt mit dem Haupt des Trägers hat der Electrowave dann entsprechend an drei Punkten: Ganz oben, über den mit Kunstleder überzogenen, sehr weich gepolsterten Kopfbügel und über die beiden mit ohrschmeichelndem Plüsch bezogenen Kopfpolster.

Darüber hinaus wird der Tragekomfort noch dadurch gesteigert, dass beide Lautsprechergondeln in der Vertikalachse um ungefähr zehn Grad nach vorne und hinten kippbar sind. Leider aber auch nur das: Auf ein vollständiges Drehen der Gondeln in der Achse, wie man es in vielen „Ein-Ohr-Vorhör-Positionen“ gerne verwendet, wurde verzichtet.

Flexibel zeigt sich der Electrowave dagegen in Bezug auf die Kabelzuführung: Je nach persönlichem Bewegungsbedarf steckt man eines der beiden mitgelieferten Kabel (gerade für die etwas statischer agierenden Musikdienstleister, spiralförmig für tanzfreudige Deejays) in die Buchse des linken Ohrhörers und arretiert sie mit einer Viertel-Umdrehung. Da das Verriegelungssystem allerdings eine Eigenentwicklung von Numark ist und zum Zeitpunkt dieses Tests noch keine Ersatzkabel gelistet waren (übrigens auch noch keine Austausch-Ohrpolster), vergebe ich an dieser Stelle einen halben Minuspunkt, denn nichts ist ärgerlicher, als seinen ansonsten tadellos funktionierenden Hörer zu Hause lassen zu müssen, nur weil das Anschlusskabel einen Wackelkontakt hat. Eine Standardbuchse mit Drehgewinde hätte mir folglich besser gefallen.

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