Gitarre Hersteller_TC_Electronic
Test
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11.09.2013

Praxis

Das Arbeiten mit dem Polytune gestaltet sich sehr angenehm und tatsächlich möchte man nicht mehr auf das Gerät verzichten, hat man sich erst einmal daran gewöhnt. Allerdings hat die neue Polyphonie auch ihre Grenzen.

Der polyphone Modus bewährt sich in der Praxis vor allem dann, wenn man immer in der gleichen Stimmung bleibt. Wechselt man häufig, bietet sich eher der chromtische Modus an. Wer hat auch schon Lust, auf der Bühne in die Knie zu gehen, weil er vor einem neuen Stück nicht nur sein Instrument umstimmen, sondern zusätzlich auch sein Stimmgerät neu programmieren muss? Sehr komfortabel gelangt der E-Gitarrist allerdings in den Drop D Modus. Man drückt den Fußschalter mindestens drei Sekunden lang und schon schaltet das Stimmgerät nicht nur um, sondern zeigt auch an, in welchem Modus es sich gerade befindet. Angezeigt werden “DROP d“ oder “STD“. Diese Funktion erscheint sinnvoll und kann auf der Bühne auch genutzt werden. Leider kennt das Gerät aber keine anderen echten Open Tunings (z.B. DADGAD). Hier ist der traditionelle chromatische Modus gefragt, den das Polytune ebenfalls präzise beherrscht. Es ist ohnehin die Frage, wie viele Funktionen man in ein solches Gerät stecken kann, ohne es zu überladen.

Die LEDs reagieren sehr schnell und auch das nervöse Ausschlagen in der Ausklingzeit entfällt. An die vielen Abkürzungen, die das Display funkt, möchte man sich auch nicht wirklich gewöhnen. Wird es eingeschaltet (Druck auf den Metall-Fußschalter), werden im Display zwar die aktuellen Einstellungen nacheinander (aber viel zu schnell) angezeigt, die Ausgangswerte (Stimmung, Referenztonhöhe und Betriebsart usw. ) werden allerdings „verschlüsselt“ wiedergegeben und erst ein Blick in die Bedienungsanleitung schafft Klarheit.

Auch mit dem neuen Polytune kann man noch keine rein akustischen Instrumente, Streichinstrumente, Bläser etc. stimmen, denn ein internes Mikrofon fehlt nach wie vor. Man braucht deshalb zwingend eine elektrische oder elektroakustische Gitarre mit einem Klinkenausgang. Die ausführlich Bedienungsanleitung kann man sich von der TC-Homepage herunterladen und dieser Schritt lohnt sich, weil es viele Funktionen zu entdecken gibt, die sich auf den ersten Blick nicht unbedingt erschließen. Aber auf insgesamt 14 Seiten bleiben wirklich keine Fragen offen.

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