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Test
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08.11.2016

TC Electronic Mimiq Doubler Test

Overdub-Pedal

Kollegen im Board

Im Studio gehört das Doppeln der Gitarrenstimme zum Alltag. Vor allem in Rock und Metall sorgen mehrere parallel aufgenommene Gitarrenspuren für mehr Wucht und Breite, und viele Hits bekamen und bekommen durch diesen Kniff erst ihren Charakter.

Der TC Electronic Mimiq Doubler verspricht genau diesen Effekt fürs Board, und zwar gleich mit bis zu drei virtuellen Kollegen, die in ihrer Spielweise per Dreh am Poti auch noch angepasst werden können.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das 294 Gramm schwere Metallgehäuse, in dem das Doppler-Pedal sein Zuhause gefunden hat, unterscheidet sich in seiner Qualität und Robustheit nicht von den anderen Pedalen des dänischen Herstellers und ist deshalb auch bestens für die Herausforderungen auf Bühne und Tour gewappnet. Es kommt in Hellgrau und mit 122 mm x 49 mm x 73 mm (L x H x B) auch kompakt genug für die Integration im Pedalboard.

Auf der Oberseite des Mimiq Doublers befinden sich drei Regler, mit denen sich folgende Einstellungen vornehmen lassen:

  • Tightness: Hier wird bestimmt, wie präzise die zusätzlich generierten Gitarrenstimmen mit dem Grundsignal zusammenspielen, oder, um es mit T.C. Electronics zu sagen, wie viel Bier der virtuelle Mitspieler bereits intus hat. Ganz nach links gedreht präsentieren sich die zusätzlichen Spuren super-tight, in die andere Richtung entsprechend weiter vom Original entfernt.
  • Effekt: Mit diesem Regler wird das Mischungsverhältnis von Effekt zum Grundsignal bestimmt.
  • Dry: Dieses Poti bestimmt den Level der eigenen Gitarre im Verhältnis zu den Overdubs. Neben den Reglern findet sich auch ein Dreiwegschalter, der mit der Aufschrift DUBS versehen ist und mit dessen Hilfe die Anzahl der virtuellen Gitarristen bestimmt wird. Bis zu drei zusätzliche Gitarrenstimmen können so parallel zur eigenen erzeugt werden.

Aktiviert wird das Pedal mit einem vertrauenserweckenden Fußschalter, wird es deaktiviert, greift der True Bypass, sprich, das einkommende Signal wird direkt an den Ausgang weitergeleitet.

Eingangsseitig stehen auf der rechten und linken Gehäuseseite jeweils zwei Klinkenbuchsen bereit, die Stereobetrieb ermöglichen, aber natürlich lässt sich das Pedal auch mono einsetzen. Ein Blick auf die Stirnseite zeigt einen Mini-USB-Anschluss, über den sich bei Bedarf die Firmware des Pedals updaten lässt. Die entsprechende Software und die Anleitung dazu finden sich auf der Herstellerwebsite. Im Board wird das Pedal in der Regel per Netzteil mit Strom versorgt, aber auch Batteriebetrieb ist möglich. Dazu muss die mit vier Gummifüßen versehene Bodenplatte entfernt werden, die von einer Schraube mit breitem Schlitz gehalten wird. Letztere lässt sich leicht mit einem Geldstück oder einem dicken Plektrum aufdrehen, sodass die panische Suche nach dem passenden Kreuzschlitzschraubendreher mitten im Konzert entfällt. Laut Specs sollte das verwendete Netzteil in der Lage sein, mindestens 100 mA zu liefern, was darauf hinweist, dass sich das Pedal nicht unbedingt mit einigen Milliamperes abspeisen lässt. Deshalb sollte man auf jeden Fall den Einsatz eines Netzteils in Erwägung ziehen.

Das Innenleben des Pedals ist mit mit einer Plastik-Abdeckung verschlossen, wobei der Anschluss des 9-Volt-Blocks offengelassen wurde und ein Mini-Dip-Schalter das Umschalten zwischen True- und Buffered-Bypass bietet. Der zweite Bypass-Modus wird dort angeraten, wo lange Kabel und/oder viele Pedale zum Einsatz kommen. Natürlich spielen viele weitere Faktoren wie z.B. aktive oder passive Tonabnehmer, Singlecoil- oder Humbucker-Pickups, aber auch die Qualität der verwendeten Kabel eine Rolle, sodass TC dazu rät, selbst auszuprobieren, mit welcher Einstellung man am besten zurechtkommt.

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