Practice_Pad
Test
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01.05.2017

Tama TSP6 und TSP10 Practice Pad Test

Practice Pads

Gut aufgelegt?

Neben den bekannten HQ Pads von Evans gibt es auch weniger verbreitete Modelle, die es wert sind, einmal unter die Lupe genommen zu werden. Dazu gehören auch unsere heutigen Testkandidaten, die beiden Tama TSP Pads mit sechs und zehn Zoll Durchmesser. Ob der japanische Hersteller, bekannt für seine hervorragenden Trommeln und innovative Hardware, auch mit diesen beiden Zubehörteilen eigene Akzente setzen kann, erfahrt ihr hier.

Details & Praxis

Im Gegensatz zu den meisten Herstellern, die meist identische Konstruktionen mit unterschiedlichem Durchmesser anbieten, hat Tama zwei unterschiedlich konstruierte Pads in kleiner und mittlerer Größe am Start. Das TSP6 Pad ist ganz klar als Reisepad konzipiert. Seine schwarze, sieben Millimeter starke Gummi-Oberfläche, die gleichzeitig der Kern des Pads ist, wird von einem Ring aus rotem Gummi ummantelt. Unten drunter ist eine Kunststoffscheibe angebracht, auf der eine ebenfalls sieben Millimeter starke Neoprenschicht klebt. Die Mehrzahl der kleinen Pads hat für gewöhnlich ein Gewinde auf der Unterseite, Tama hat stattdessen ein spezielles HS30TP Pad-Stativ im Programm, wobei es sich um ein leichteres Snare-Stativ handelt, das mit 49 Euro Anschaffungspreis nicht gerade als Schnäppchen zu bezeichnen ist. In seinem Snare-Korb gibt es einen zusätzlichen Winkel, der auch dem TSP6 Pad zum Halt verhilft. Ansonsten bleibt nur die Tischplatte oder eine sonstige, nicht schwingende Fläche als Einspiel-Unterlage übrig.

Das runde TSP10 Pad hat einen Holzkern, der komplett mit Gummi ummantelt ist. Mit seinem Durchmesser von 24 Zentimetern bietet es eine komfortable Spielfläche. Praktisch ist der rote Punkt in der Mitte der Schlagfläche, er dient quasi als beidhändiger Präzisions-Check für alle möglichen Schlagfolgen. Gut gefällt mir auch, dass sich zwischen Rand und Spielfläche auch Zwei-Zonen-Schläge á la Moeller Hi-Hat trainieren lassen. Das Pad ist schwer genug, um es auf der Snare aufgelegt zu spielen, und auch auf einem Snare-Ständer oder jeder beliebigen ebenen Fläche funktioniert es wunderbar.

Die Pads klopfen sich nachbarschaftsfreundlich

Beide Pads sind relativ leise, im direkten Vergleich spielt sich das 10“ Pad härter, vergleichbar mit den mittelharten Neopren-Pads der großen Hersteller wie Evans oder Vic Firth. Somit eignet es sich optimal zum Aufwärmen vor dem Gig oder als Snare-Ersatz für Rudiment-Übungen. Das TSP6 Pad ist etwas weicher, dadurch bietet es bezüglich Rebound und Finger Control Training etwas mehr Herausforderung. Was mir nicht so gut gefällt, ist der relativ strenge Geruch des 6“ Pads, hier ist scheinbar eine ordentliche Portion Weichmacher verbaut worden. Ohne Umverpackung würde ich es nicht zwischen meine Kleider in die Tour-Tasche packen. Zum Sound-Vergleich habe ich euch ein altes 13“ HQ Pad der ersten Generation aufgenommen, dessen Spielfläche etwas weicher ist und sich durch insgesamt sehr wenig Körperschall auszeichnet.

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