Hersteller_Tama
Test
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21.04.2009

Details

Die Hängetoms in dem gelieferten Setup „PL62HXZS“ haben die Größen 10“ x 6,5“ und 12“ x 7“. Die tiefen Standtoms werden in diesem Basic-Setup als 14“ x 12“ sowie 16“ x 14“ ausgeliefert. Snaredrum und Bassdrum stellen in dieser sehr eigenständigen Zusammenstellung keine Ausnahme dar: Mit ihren 13“ x 6,5“ ist die Schnarrtrommel sogar noch außergewöhnlicher als die 22“ x 20“ tiefe Bassdrum, die mir mit meinem für Schlagzeuger typischen Kleinwagen so einige Transportprobleme bereitet. Bei dieser Trommel nehme ich das aber gerne in Kauf.

Tama zählt zu den aktivsten Innovatoren der Schlagzeugindustrie, und die teils raffinierten Ausstattungsdetails dieses Drumsets beweisen zudem absolute Alltagstauglichkeit. Die Hardware ist durchweg zweckorientiert konstruiert, bei näherem Hinsehen zeigt sich die Detailverliebtheit der japanischen Schlagzeugbauer. Absolute Neuheit findet man hier keine, aber Tama hält sich an das bewährte Motto „Never change a winning team“ und integriert mit dem "Star-Cast Mounting System" für die Toms oder der Iron Cobra HiHat-Maschine inzwischen zwar etablierte Technologien, die aber nach wie vor Maßstäbe setzen. Um die Stimmschrauben der Bassdrum legen sich dünne Gummiringe, mit denen sie sich handfest anziehen lassen - Flügelschraubenhersteller haben endgültig einen großen Markt verloren. Aber an Zeiten, in denen man die Bassdrum umständlich hochstemmen musste, um die unteren Schrauben stimmen zu können, wird man heutzutage zum Glück nur noch selten erinnert. Die im Rohr versenkbaren Galgen für die Beckenständer finden sich bei der Road-Pro Hardware Serie genauso wieder wie die Omni-Ball Tom-Halterung, die übrigens auch für Snareständer angeboten wird.

Alles ist sauber verarbeitet, die doppelte 45°-Gratung präzise in Form gebracht. Die Fellauflagefläche der Trommel ist vergleichsweise breit, was das Stimmen erleichtert und den Kessel optimal mitschwingen lässt. Das harte Bubinga-Kernholz bildet mit drei Lagen die innere Schicht und sorgt für das große Frequenzspektrum der Trommel. Das Holz ist außerdem sehr dekorativ: Schöner wurde die Luft in den Kesseln wahrscheinlich noch nie zusammengehalten. Das Birkenholz bildet die vier äußeren Schichten. Die Bassdrum bekommt sogar fünf Schichten Birke für extra viel Punch.

Ein echter Wurf ist Tama mit dem Hyper-Drive-Prinzip gelungen: Die Hängetoms sind flacher und lassen sich dadurch wunderbar windschnittig in das Set einfügen. Auch „Tiefsitzer“ haben endlich eine Chance, bequem alle Trommeln zu erreichen. Keine Lücken mehr, keine Macken in der Bassdrum, das Spielgefühl ist ein Traum. Der Klang leidet eindeutig nicht darunter, sondern stellt eine extrem sinnvolle Erweiterung zu den Bässen der großen Standtoms dar. Aber dazu gleich mehr.

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