Test
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02.10.2020

Stairville DDS-405 LC DMX 4 Ch. Test

Dimmer mit vier Kanälen

Ein Dimmer bringt Bewegung ins Licht

Stairville DDS-405 LC DMX 4 Ch. Dimmer möchte nicht einfach nur vier Kanäle für Lichter mit oder ohne DMX bieten und dabei in jede Steckdose passen, er setzt zudem mit seinen Schutzsteckdosen auf maximale Sicherheit bei hoher Leistung und bringt integrierte Fader zur direkten Steuerung am Gerät für den Master und die Kanäle mit. Als würde dies noch nicht reichen, verfügt der Dimmer auch noch über ein Display mit Funktionstasten zur Einstellung vielseitiger Möglichkeiten. Ein Test muss her.

Details & Praxis

Erster Eindruck

Der Stairville DDS-405 LC DMX 4 Ch. Dimmer ist 26,5 cm hoch, 22 cm breit und 8,4 cm tief. An seinem stattlichen Gewicht von 2,9 kg merkt man ihm bereits an: Da ist einiges an Schutztechnik für die vier Kanäle entsprechend der IP20 Schutzklasse verbaut. Die Technik befindet sich in einem ordentlich gefertigten Metallgehäuse, die Schutzklasse bedeutet, dass dieses Gerät nur im trocknen Innenraum verwendet werden darf.

Zur Wandmontage befinden sich auf der Rückseite zwei Bohrungen für Schrauben. Ansonsten kann man auch den mitgelieferten Metallbügel an zwei der vier Schraubgewinde in der Bodenplatte befestigen, was deutlich mehr Spielraum bei der Installation an Traversen lässt.

An der Unterseite befindet sich der Power-Twist-Anschluss für die Stromversorgung und was ich sehr schön finde: Die Ein- und Ausgänge für DMX sind in dreipoliger und fünfpoliger Variante ausgelegt.

Die vier Schutzkontaktsteckdosen verfügen jeweils über eine Sicherung und pro Kanal/ Dose lassen sich Verbraucher bis maximal 5 A anschließen, insgesamt verträgt das Gerät 2000 Watt mit laut Handbuch maximalen 16 A bei 240 Volt.

Die 50 mm langen Fader für den Master-Dimmer und die vier Kanäle sind für die Einstellung bzw. Feinjustierung am Gerät ausreichend dimensioniert. Sie sind weder schwergängig noch leichtläufig, ich möchte sagen, genau richtig. Das LC-Display mit roter Anzeige ist gut ablesbar und die dazugehörigen Menüknöpfe besitzen einen guten Druckpunkt.

Das Lichtspiel kann beginnen

Nachdem ich die Verbindungen für DMX, Licht und Strom hergestellt habe, sehe ich mir die Möglichkeiten für den Standalone-Betrieb an: Menüführung, Automatik- und Soundprogramme

Das Menü ist unterteilt in Auto, Pro, CoLr, Soud, d---, Slav und Set. Der Menüpunkt Auto ist wohl selbsterklärend, hier kann ich im Programm 01 zum einen die Intensität entweder für einen Kanal oder für alle Kanäle definieren. Das Gleiche gilt für den Strobe-Effekt, der sich auf einem Kanal oder allen Kanälen nutzen lässt. Die Strobe-Geschwindigkeit ist sehr gut über 99 Schritte justierbar.

Mit den Programmen 02-10 kann ich eine der vorprogrammierten Shows auswählen und die Ablaufgeschwindigkeit meinen Bedürfnissen anpassen. Besagte 10 Programme liefern bereits schöne Ergebnisse. Über CoLr kann auch noch die Intensität des Dimmers pro Kanal eingestellt werden, gut finde ich die Anzeige der zuletzt eingestellten Intensität pro Kanal.

Unter „Soud“ befindet sich Empfindlichkeit in 32 Stufen für das Mikrofon, hier wähle ich mal einen Mittelwert von 16. Mit dieser Einstellung liefert das Ansprechverhalten auch in ruhiger Umgebung noch gute Ergebnisse. Die Funktion SLAVE brauche ich für den Test nicht.

Im Menüpunkt „Set“ kann ich neben der Reset-Funktion aus einer der vier Dimmer-Curves auswählen und diese aktivieren, zusätzlich gibt es hier auch die Möglichkeit, zwischen Dimmer- und Switch-Modus zu wählen. Nachdem ich eine Weile mit den Einstellung experimentiert habe, kann ich sagen, man bekommt auch mit den vorgefertigten Programmen und etwas Ausprobieren ganz schöne Ergebnisse im selbsttätigen Betrieb gezaubert. Das Fünf-Zeichen-Display mag etwas rudimentär wirken, ist jedoch in dunklen Ecken sehr gut lesbar, erleichtert immens die Konfiguration und die Menüpunkte sind auch mit fünf Zeichen selbsterklärend. 

Zum Abschluss teste ich noch DMX-Funktion. Hier fällt gleich positiv auf, dass ich nicht nur eine DMX-Adresse definieren kann, zum Beispiel auf Kanal 32 und die vier Kanäle fortlaufend belegt sind von 32-35, ich kann jedem Kanal auch eine eigene DMX-Adresse zuweisen. Dieses kleine Feature erlaubt es mir, die vier Kanäle je nach Position in der Lichtanlage in die entsprechende Gruppe zu platzieren. Ansonsten kann ich alle Funktionen problemlos vom aus Pult steuern.

FAZIT

Der Stairville DDS-405 LC Dimmer ist verständlich hinsichtlich der Bedienung und bietet auch in dunklen Ecken ausreichend Komfort, um Änderungen am Gerät vorzunehmen. Die dreipoligen und fünfpoligen Anschlussmöglichkeiten sind flexibel genug, um in jedes Lichtsystem integriert zu werden. Besonders gut gefallen mir auch die Anpassungsmöglichkeiten der Programme, angefangen bei Dimmerkurve und Strobe-Effekt bis hin zur Ablaufgeschwindigkeit, die mit etwas Probieren die Show durchaus interessanter gestalten, als zunächst vermutet. Im Großen und Ganzen ein sehr robuster und flexibler Dimmer zu einem vernünftigen Preis.

  • Pro
  • dreipolige und fünfpolige Ein-/Ausgänge
  • LC-Display
  • einfache Menüführung
  • Dimmer- und Switcher-Mode
  • einzeln adressierbare DMX-Kanäle
  • Contra
  • keins
  • Features
  • integrierte Einzelkanal-Fader und Master-Dimmer zur Steuerung am Gerät
  • 4 Schutzkontakt-Steckdosen zum Anschluss der Scheinwerfer
  • Display mit 4 Tasten zur Konfiguration
  • unabhängige DMX Adressierung pro Kanal
  • automatische Programme
  • Musiksteuerung
  • DMX-Ein- und Ausgang: XLR 3pin und 5pin
  • Master/Slave-Betrieb
  • inkl. Netzkabel und Montagebügel
  • Stromeingang: Power-Twist
  • Ausgangsleistung: max. 2000 W bei 240 V
  • Last pro Kanal: max. 5 A
  • Gesamtlast: max. 16 A
  • Preis: 135,- Euro

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