Test
2
09.02.2017

Praxis

Innere Verbesserungen

Einer der größten Kritikpunkte an dem alten SPL Phonitor war der Umstand, dass die Kopfhörerbuchse gemutet werden sollte, wenn Kopfhörer ein- oder ausgesteckt werden. Damit konnten Kurzschlüsse an den empfindlichen OP-Amps vermieden werden. Im Handbuch zum SPL Pro-Fi Phonitor X fand ich diesbezüglich keinen direkten Hinweis, eine Rückfrage beim Hersteller ergab: Die neuen Op-Amps sind diesbezüglich weniger empfindlich, langfristig sollte der Kurzschluss dennoch vermieden werden. Deshalb dürfen auch keine Mono-Stecker verwendet werden!

Kräftiger Kopfhörerausgang


Der Phonitor X klingt wirklich äußerst linear und hat Pegel ohne Ende, was für alle meine „unsymmetrischen“ Kopfhörer wirklich mehr als genug war. Der „symmetrische“ Kopfhörerausgang sollte nochmals mehr Dampf haben, was ich aufgrund des Mangels eines solchen Kopfhörers allerdings nicht überprüfen konnte. Beide Ausgänge lassen sich übriges nicht gleichzeitig betreiben.

Kein Monitor-Controller fürs Studio


Der Phonitor X wird als Hi-Fi-Gerät beworben, sodass folgende Merkmale nicht  angekreidet werden können – der Vollständigkeit sollen sie jedoch genannt werden. Der Phonitor X lässt nur die Nutzung von Kopfhörenr oder Speakern zu, beides gleichzeitig ist nicht möglich. Ferner kann man zwischen den beiden Ausgängen (RCA und XLR) nicht umschalten, denn beide sind immer aktiv. Außerdem wird das Matrix-Signal an diese Ausgänge nicht weitergereicht, sodass der Anschluss von weiteren Kopfhörerverstärkern ohne diese Funktion auskommen muss. Somit bleibt der Phonitor 2 weiterhin für Studios attraktiver, auch wegen der Möglichkeit, ihn zu „racken“.

Phonitor-Matrix

Die Matrix ist eine echte Bereicherung und macht das Hören mit Kopfhörern viel natürlicher. Es gilt, ein optimales Setting nach dem persönlichen Geschmack zu finden; die vielen Parameter sind hierbei zu begrüßen und ein echter Mehrwert gegenüber dem abgespeckten Phonitor e, welcher leider nur zwei fixe Voreinstellungen kennt. Der Spartipp heißt für mich deswegen nach wie vor Phonitor mini.

Wenn man seine optimalen Werte gefunden hat – die durchaus je nach Kopfhörer variieren können – dann belässt man es erfahrungsgemäß dabei und schaltet die Matrix nicht mehr aus. Ich habe mich ziemlich schnell bei Crossfeed = minimal und Angle = 30° eingegroovt. Das klingt sehr natürlich und bei fetten E-Gitarren-Wänden geht auch nicht der Druck verloren, was bei höheren Werten sonst durchaus der Fall sein kann.


Verarbeitung und Beschriftung


Die Verarbeitung des Phonitors ist sehr gut und die drei verschiedenen Farben, in der das Gerät erhältlich ist, lassen die Pro-Fi Serie optisch gut dastehen. Bei der roten Variante empfand ich die Beschriftung allerdings als etwas schwer lesbar, was nach etwas Gewöhnung aber kein Problem darstellen sollte.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare