Test
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18.06.2009

Fazit
Den vollen Retro-Style liefert das Mikrofon nicht, es klingt dafür ein wenig zu sehr nach diesem Jahrtausend. Die Frage nach der Mikrofongattung, also ob es denn wirklich ein Bändchen sein muss, sollte jeder für sich beantworten. Wer sich ein multifunktionelles Mikrofon für Gesang und akustische Instrumente besorgen möchte, ist mit dem Sigma sicher schlecht beraten: Das Sontronics ist wie alle Bändchen eben ein Spezialgerät, welches kaum als Standard-Mikrofon genutzt werden wird. Daran ändert auch der im Vergleich zu den berühmten Originalen etwas verhaltenere Retro-Charakter nichts. Wer für die Spezialanwendung Bändchenmikrofon aber nicht bereit ist, einer Schubkarrenladung Geld von seinem Konto beim Auswandern zuzusehen, der findet mit dem Sigma sicher einen sehr guten Kompromiss. Um dem Einerlei der Kondensator- und Tauchspulen-Mikrofone bei der Aufnahme von Akustikgitarren, Bläsern und Amps zu entkommen, ist das Sigma also sicher eine Überlegung wert.

  • Pro
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • für ein Bändchen gute Audiowerte
  • Contra
  • etwas verhaltener Bändchencharakter
  • TECHNISCHE DATEN
  • Technische Daten:
  • Empfängerprinzip: Druckgradient
  • Wandlerprinzip: dynamisch
  • Membran: Aluminiumbändchen, Dicke: 2 Mikrometer
  • Richtcharakteristik: Acht
  • Übertragungsbereich: 20 Hz - 15 kHz (± 1 dB)
  • Empfindlichkeit: 18 mV/Pa
  • maximaler Schalldruckpegel: 135 dB (0.5 % THD bei 1 kHz)
  • Phantomspeisung: 48 V (± 4 V)
  • Preis: € 589,-

Signalketten:


Gesang: Lana Quish
Gitarre: Bassel El Hallak
Instrument: Lakewood D32
Wandlung: Digidesign 192
DAW: Apple Logic Pro 8
Abhören: AE 22-01, Genelec 8250, A.D.A.M. P11 + Sub 10

alle Kabel: Vovox Klangleiter bzw. Digidesign Peitsche

 

Alle Audiofiles sind komplett unbearbeitet (Record -> Fade In / Out -> Render)

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