Test
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29.03.2019

Praxis

Die Nebelmaschine Smoke Factory II und der Tour Hazer II sind schnell aufgestellt. Mit sanftem Druck wird der Fluidschlauch in den Tankdeckel geklickt. Dann wird nur noch DMX verkabelt und an den Strom angeschlossen. Im Nu sind Fogger und Hazer betriebsbereit. Die Verarbeitung wirkt langlebig. Die Bedienungsanleitung ist angenehm kurz und dabei sehr übersichtlich gestaltet. Wegen des austretenden heißen Dampfes soll sowohl bei der Nebelmaschine als auch beim Hazer ein Mindestabstand von 60 cm zu brennbaren Materialien und 1,5 m zu Personen eingehalten werden.

Die Betriebsarten

Sowohl die Nebelmaschine als auch der Hazer können im Standalone-Betrieb arbeiten. Extern können sie kabelgebunden per DMX Steuerungssignale erhalten. Der Tour Hazer III belegt dann zwei aufeinanderfolgende DMX-Kanäle, einen für die zu verbrauchende Fluidmenge, den anderen für die Stärke des Lüfters. Auch die Bedienung mit einem analogen Lichtpult ist bei beiden möglich. Die Spaceball II hat einen internen Timer, um eine individuelle Sequenz von Nebel- und Pausenzeit mit dem gewünschten Nebelwert zu programmieren. Gleiches gilt für den Hazer, bei dem diese Funktion HDCS für Haze-Density Control System heißt.

Die Menüführung und Bedienung

Mit den Tasten Mode, Up, Down und Enter navigiert man durchs Menü. Darin kann man die DMX-Startadresse, den Pumpenwert, den Timer und den Ausschaltvorgang auswählen. Beim Tour Hazer II ist zusätzlich die Intensität des Lüfters regelbar. 

Steam und weitere Features

Nun aber losgenebelt. Da lässt sich die Smoke Factory Spaceball II nicht lange bitten. Auf höchste Stufe eingestellt schießt der Nebel waagerecht neun Meter in den Bühnenraum. Eine Bühne dieser Breite lässt sich locker mit einem einzigen Spaceball II in wenigen Sekunden komplett einnebeln. Der Effekt breitete sich im Test in Richtung der Bühnendecke aus und war noch nach 15 Minuten als sehr langsam sich auflösender Nebelschwaden sichtbar. Das allseits unbeliebte ungewollte Ausstoßen kurzer Nebelsteams trat in meinem Test zu keinem Zeitpunkt auf.

Der Tour Hazer II ist für die große Bühne gemacht. Um den Bühnenraum über der Auftrittsfläche von 50 qm in meinem Test mit Dunst zu füllen, genügte es, Fan und Pumpe auf die kleinsten Werte einzustellen. Der Tour Hazer II hätte noch viel größere Venues geschafft. Die Austrittsrichtung des Dunstes kann manuell durch Einstellen des Winkels des Luftleitblechs der Höhe nach verändert werden. Aufgrund der Leistungsstärke eignet sich der Tour Hazer II auch für Open Air Bühnen.

Schon nach kurzer Zeit bietet der Dunst im Bühnenraum eine Reflexionsfläche für Lichteffekte. Überdies wirken im Haze selbst kleine Musiker-Ensembles auf großen Bühnen nicht mehr verloren. Das Fluid ist geruchlos und hinterlässt keine öligen Rückstände auf Instrumenten oder Kleidung. Die Stimmen mehrerer Sängerinnen und Sänger im Praxistest wurden durch den Dunst nicht strapaziert. Der Tour Hazer II arbeitet sehr leise. Nach dem Anschalten stieg in 1 m Abstand zum Hazer die durchschnittliche Lautstärke im ansonsten ruhigen Saal um nur 3 dB. Den Hazer sollte man meines Erachtens entgegen der mancherorts vertretenen Meinung ausschließlich als solchen und nicht als Nebelmaschine einsetzen. Zwar kann mit der Pumpe auf der höchsten und dem Lüfter auf der niedrigsten Stufe kurzfristig ein nebelartiger Effekt erzeugt werden. Dieser löst sich jedoch nach kürzester Zeit schon wieder auf.

Zum Ausschalten haben sowohl der Smoke Factory Spaceball II als auch der Tour Hazer im Menü eine eigene Funktion. Beim Tour Hazer II wird damit ein Reinigungsmodus in Gang gesetzt, beim dem der Verdampfer abgekühlt sowie Schläuche und Heizelement gereinigt werden. Erst danach sollte man das Gerät vom Stromnetz trennen.

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