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29.03.2019

Smoke Factory Spaceball II und Smoke Factory Tour Hazer II Test

Kompakter Fogger und sparsamer Hazer

Nebel im kleinen Case und Hazer für den großen Auftritt

Die Nebelmaschine Spaceball II und der Tour Hazer IIi von Smoke Factory sind seit Jahren Dauerbrenner unter den Show-Effekten. Für das kleine Flightcase des Foggers findet sich immer ein freies Plätzchen und der Dunsterzeuger wartet mit getrennter Ansteuerung von Fan und Haze auf. Unerwünschtes Spucken soll ein Mikroprozessor verhindern. Ob beide auch heute noch überzeugen können, erfahrt ihr in diesem Test.

Details

Die Smoke Factory Spaceball II ist eine sehr kompakte Nebelmaschine. Eingebaut in ein Flightcase erfolgt der Nebelaustritt wahlweise horizontal oder vertikal, je nach Aufstellposition. Geeignet ist der Fogger für kleine und mittelgroße Bühnen. Der Tour Hazer II ist neben kleinen auch für größere Bühnen gemacht. Im Dauerbetrieb kann er mehrere Tage durchhalten.

Angesichts des nicht gerade günstigen Preises, dafür aber mit dreijähriger Garantie, lohnt sich die Anschaffung für Musiker und Clubs, die gern in Nebelschwaden baden. Im Vergleich mit ähnlichen Modellen hat die Spaceball II einen geringen Strom- und Fluidverbrauch während der Tour Hazer II sich durch einen vergleichsweise großen Tank, keine Ölrückstände in der Umgebung und ein Selbstreinigungs-System auszeichnet. Man darf gespannt sein, ob die beiden Klassiker immer noch im Praxistest überzeugen.

Der erste Eindruck

Gleich auf den ersten Blick fällt die Roadtauglichkeit der Smoke Factory Spaceball II und des Tour Hazers II auf. Verpackt in schwarzen Flightcases mit silberfarbenem Kantenschutz sind Fluidzuleitung und Kabelanschlüsse beim Transport gut abgedeckt. Auch auf den bodennahen Einsatz im hektischen Bühnengeschehen sind Fogger und Hazer damit bestens vorbereitet.

Der Aufbau ist denkbar schnell gemacht, da lediglich der Case-Deckel abzunehmen ist. Im Lieferumfang der Spaceball II enthalten ist die Nebelmaschine mit Anschlusskabel. Dem Tour Hazer II liegt noch ein Tankdeckel ohne Schlauchaufnahme bei. Nebel- bzw. Hazer-Flüssigkeit müssen extra erworben werden. Die dreijährige Herstellergarantie kann nur geltend machen, wer Fluids des Herstellers Smoke Factory verwendet.

Gewichte und Abmessungen

Mit ihrem Gewicht von nur 8 kg ist die Smoke Factory Spaceball II gut einhändig tragbar. Die Maße lassen sich kurz so zusammenfassen: Mit abgenommenem Deckel ist das Case so groß wie ein Schuhkarton. In Zahlen ausgedrückt ist der Fogger nur 33 cm breit, 19 cm hoch und 32 cm tief. Der Smoke Factory Tour Hazer II bringt mit 16,5 kg im Case schon einiges mehr auf die Waage. Hinzu kommen noch maximal 5 Liter Hazer-Fluid. Mit seinen Maßen von 55 x 26,5 x 41,5 cm hat der Dunsterzeuger die Größe eines amtlichen Cases.

Seitenansichten und Anschlüsse

Die Smoke Factory Spaceball II und der Tour Hazer II stehen auf vier Gummifüßen. Die Kanten der Flightcases sind wie üblich mit Metall verstärkt, die Ecken abgerundet. Bezüglich der Bauart des Cases hat man sich bei der Nebelmaschine für die leichtere Variante mit seitlichen Schnappverschlüssen und einem mittig auf dem Deckel angebrachten Tragegriff entschieden, was bei dem geringen Gewicht des kleinen Nebelproduzenten völlig ausreicht. Das Hazer-Case hat Butterfly-Verschlüsse, leider jedoch nur einen kleinen einklappbaren Tragegriff. Bei einem maximalen Gesamtgewicht vollgetankt von 21,5 kg würde ein zweiter Griff das Handling erleichtern. Unter dem Deckel befindet sich die metallene Frontseite mit sämtlichen Anschlüssen, dem Bedienfeld mit Display und nicht zuletzt dem Nebel- bzw. Haze-Austritt.

Bei der Spaceball II

... liegt der Nebelausstoß links auf der Vorderseite. Mittig blickt man in großzügig dimensionierte Belüftungsschlitze. Rechts daneben ist der Eingang des Fluid-Kabels in den Verdampfer, darunter der Stromanschluss. Beide Anschlüsse sind fest mit der Frontplatte verschraubt, sodass sie sich nicht unbeabsichtigt lösen können. Das hochwertige H05 RR-F-Schukokabel aus Kautschuk erfüllt die Anforderungen der Veranstaltungstechnik. Einen An/Aus-Schalter sucht man vergeblich. Rechts oben wurde für das Bedienfeld ein Stück aus der Frontplatte geschnitten. Dahinter ist eine durchgehende Kunststofffläche verbaut, hinter der sich Display und Menütasten befinden.

Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass das komplette Tastenfeld vor dem Eindringen von Feuchtigkeit geschützt ist, was in Bodennähe nicht ganz unwichtig ist. Man denke an umfallende Biere auf Bühnen … Links neben dem Display sind LEDs für Timer, Betriebszustand und DMX-Input eingebaut. Unter der Bedien-Sektion liegen die 5-poligen DMX-Anschlüsse sowie der 3-polige XLR-Eingang zur analogen 0-10 Volt-Ansteuerung. Darunter liegt der Fluid-Tank. Mit etwas Kraftaufwand lässt er sich unter dem Gehäuse hervorziehen. Von selbst kann der Behälter nicht herausrutschen.

Der Smoke Factory Tour Hazer II

... hat den Fluid-Tank mit Schraubverschluss links auf der Frontseite verbaut. Das Bedienfeld mit Anschlüssen liegt mittig, wobei der Stromanschluss über ein abziehbares Power-Twist TR1 Stromkabel erfolgt. Das hat den Vorteil, dass man die Länge des Schukokabels selbst bestimmen und so fehleranfällige Anschlussverlängerungen auf der Bühne vermeiden kann. Der Austrittsschacht für den Dunst kann in mehreren Stufen noch oben hin verstellt werden. Ein großes Lüftungsgitter erstreckt sich über die komplette rechten Seite des Hazer-Cases. Möglicherweise ist die Größe des Gitters der Grund für die mangelnde Anbringungsmöglichkeit zweier Tragegriffe.

Zubehör

Zunächst ist der Erwerb eines Fluids erforderlich. Wer die Herstellergarantie von immerhin drei Jahren nicht verspielen möchte, greift zu Produkten von Smoke Factory. Für den Spaceball II ist der Fast Fog Extra III ein schnell auflösendes Fluid für einen CO2-ähnlichen Effekt. Zum Heavy Fog Plus greift, wer zähen, langlebigen Nebel braucht. Im Test verwendet habe ich das Fluid Smoke Factory Super Fog, das der Hersteller als sein Standard-Fluid bezeichnet.

Wer den Tour Hazer II mit der richtigen Flüssigkeit bestücken möchte, hat es leichter: Angeboten wird eines und zwar das Smoke Factory Tour Hazer Fluid im 5 Liter-Kanister. Der Preis von 48 € ist mit dem anderer Hersteller vergleichbar, beträgt aber das Dreifache mancher Hausmarke. Da Hazer-Fluid zu den laufenden Kosten zählt, sollte der Betrag bei der Auswahl des Gerätes mit einkalkuliert werden. Das Smoke Factory Tour Hazer Fluid ist fünf Jahre lang haltbar.

Darüber hinaus sind Fernsteuerungen erhältlich. Die Remote Controls sind vor allem für Nutzer der Nebelmaschine interessant. Sie geben einen zuvor am Gerät eingestellten Wert aus. Angeboten wird eine Funkfernsteuerung, die allerdings mit stattlichen 259 € zu Buche schlägt. Günstiger bedient ist man mit der kabelgebundenen XLR-Remote II. Andererseits ist bei vergleichbaren Nebelmaschinen eine Fernbedienung oft schon im Lieferumfang und damit auch im Kaufpreis enthalten. Preislich interessant könnte ein Komplett-Angebot mit Stairville FFC-1 dmx Foot Fog Controller und Nebelfluid sein.

Wer die Timer-Funktionen der Spaceball II per Fernbedienung steuern möchte, kann dies mit dem W.A.R.P. Timer XLR 3pin tun. Und möchte man den Nebel über einen Schlauch austreten lassen, kann eine Schlauchblende anstelle des werksseitig montierten Metallaufsatzes vor die Nebel-Austrittsöffnung geschraubt werden. So lässt sich ein langer Weg zwischen Fogger und Nebelaustritt überbrücken. Der Steam verliert dabei allerdings zwangsläufig an Druck.

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