Hersteller_Sennheiser
Test
2
31.08.2011

Fazit
(4.5 / 5)

Mit dem MK 4 verlässt ein Produkt die Sennheiser-Fertigungshallen, das den Namen des Unternehmens zu Recht trägt. Es ist technisch absolut einwandfrei, das gilt für die Materialien und ihre Verarbeitung genauso wie für die Klangqualität. Für einen wirklich moderaten Preis erhält man ein ordentliches Mikrofon, welches sinnvollerweise auf Ballast verzichtet und stattdessen gute Qualität liefert. Statt Doppelmembran, Hochpassfilter, Pad, Mikrofonkoffer oder Spinne erhält man ein Nierenmikrofon mit hochwertiger Kapsel. Meiner Meinung nach hat es Sennheiser in einem Punkt jedoch übertrieben: Der Frequenzgang ist recht stark dahingehend optimiert worden, dass er Stimmen schmeicheln soll. Anfänger mögen sich darüber freuen, doch bei wachsender Erfahrung diesen Wandler möglicherweise wieder aus ihrem Gerätepark entfernen, da man mit neutraleren Mikros ganz einfach flexibler ist und selbstbestimmter arbeiten kann. Ein Allrounder und Arbeitspferd ist dieses Großmembran-Kondensatormikrofon also nicht. Allerdings ist dies eine Entwicklung, die man bei vielen Herstellern beobachten kann. Wer jedoch genau die Klangeigenschaften des MK 4 sucht, der kauft mit dem Sennheiser ein preiswertes Mikrofon, das technisch und klanglich jeden Euro wert ist.

  • Pro
  • Dynamikverhalten, Transparenz
  • Material und Verarbeitung
  • Preis
  • Contra
  • Präsenzbetonung auf Kosten der Flexibilität
  • Technische Spezifikationen
  • Membrangröße: groß (1")
  • Empfängerprinzip: Druckgradientenempfänger (mit Laufzeitglied)
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Wandlerprinzip: Kondensator (nicht vorpolarisiert)
  • Betriebsspannung: 48V Phantomspeisung
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz
  • Übertragungsfaktor: 25 mV/Pa
  • THD+N: 10 dB(A-bewertet)
  • maximaler Schalldruckpegel: 140 dB SPL
  • Ausgang: XLR male
  • Preis: € 355,81 (UVP)
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