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Test
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08.12.2016

Sennheiser HD 650 und Apogee Groove Test

D/A-Wandler und offener Studio-Kopfhörer

Traumpaar?

Kopfhörer der Sennheiser HD-Serie genießen in fertigungstechnischer und klanglicher Hinsicht einen legendären Ruf. Damit dies auch im digitalen Zeitalter so bleibt, haben sich die Wedemarker mit einem Protagonisten feinster Wandlertechnik, dem amerikanischen Hersteller Apogee, zusammengetan. Wir haben die Komponenten des Sennheiser HD 650 Groove Bundles in Augenschein genommen und verraten euch, was ihr erwarten könnt.

Details

Hochwertige Wandler entscheiden über Klangqualität und Hörerlebnis

Nicht nur die Qualität der elektromechanischen Wandler bestimmt den Klang und damit das Hörerlebnis, auch die Elektronik davor ist von Bedeutung. Früher war die Sache relativ einfach, da stöpselte man den Kopfhörer in den dafür vorgesehen Anschluss am heimischen HiFi-Verstärker, woraufhin der Sound aus den Boxen verstummte und man die Musik unter den Ohrmuscheln genießen konnte. Heute kommt die Musik überwiegend vom heimischen Computer, sei es von der Festplatte oder per Streaming aus dem Internet. In beiden Fällen ist das Wandeln digitaler Audioformate in analoge Signale nötig, die wiederum zum Antreiben eines Kopfhörers eine angemessene Verstärkung benötigen.

Stereofone Audiostreams bis 192 kHz und 24 Bit Datenbreite

Und hier beginnt die Problematik: PCs und mobile Endgeräte verfügen heutzutage zwar über integrierte D/A-Wandler, doch handelt es sich dabei meistens um kostenoptimierte Schaltungen, deren Qualität selten an hochwertige Wandler heranreicht. Darüber hinaus kann ein guter Kopfhörer sein Potenzial nur dann ausschöpfen, wenn der Verstärker ausreichend Leistung und Headroom auch an höheren Impedanzen zur Verfügung stellt. Hier kommt der Apogee Groove ins Spiel: Ausgestattet mit vier ESS Sabre-Konvertern pro Kanal, kann der Wandler stereofone Audiostreams bis 192 kHz und 24 Bit Datenbreite verarbeiten, während der nachgeschaltete Ausgangsverstärker auch hochohmige Kopfhörer wie den Sennheiser HD 650 (Impedanz: 300 Ohm) ausreichend laut spielen lässt. Mit Abmessungen von 95 x 30 x 16 Millimetern fällt das Gerät nur wenig größer als ein Feuerzeug aus und liegt dank des Alugehäuses mit formschön abgerundeten Ecken und Kanten bequem in der Hand. Obenauf befinden sich zwei Gummitaster zum Einstellen der Lautstärke, unten eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Kopfhörer. Betriebsstrom und digitaler Audiostream gelangen über eine stirnseitig angebrachte Mini-USB-Buchse ins Gerät.

Praktisch: lösbäre Steckverbinder an den Ohrmuscheln

Sennheiser liefert den HD 650 in einer eleganten, dunklen Kartonbox. Aufklappbar und mit Scharnieren versehen, dient sie nicht nur zum Transport, sondern auch als Aufbewahrungsort. Zu diesem Zweck gibt es im Innern eine passend geformte Schaumstoff-Einlage, die auch dem Apogee Groove-Wandler nebst USB-Kabel Platz bietet. Dank lösbarer Steckverbinder an den Ohrmuscheln kann die Zuleitung bei einem Defekt leicht getauscht werden. Ebenso ist es möglich, anstelle des dem Groove-Bundle beiliegenden kurzen Kabels (1,4 Meter, 3,5-mm-Klinkenstecker) eine längere Alternative zu erwerben (3 Meter, 6,3-mm-Klinkenstecker für HiFi-Verstärker). Steht das Kabel bei einem Ruck unter starkem Zug, kann es nicht abreißen, weil sich die Steckverbinder vorher lösen.

Offene Bauweise

Der Kopfhörer ist aus schlag- und bruchfestem Kunststoff gefertigt, wobei die dunkel-metallische Farbgebung das Erscheinungsbild prima unterstützt. Nach außen werden die dynamischen Wandler von zwei durchlässigen Lochblenden abgeschlossen. So zählt der HD 650 trotz seiner umschließenden Ohrpolster zu den offenen Hörern. Die sind leichter und bequemer zu tragen als geschlossene, "heiße Ohren" stellen sich dank Luftzirkulation um die Wandler nicht so schnell ein. Die Längenverstellung des Kopfbügels funktioniert auf die bekannte Art und Weise mit Rasten. Sind die Ohrpolster abgenutzt, lassen sie sich mit wenigen Handgriffen tauschen.

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