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Test
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18.09.2014

sE Electronics X1 D Test

Bassdrum-Kondensatormikrofon

D wie Drums

Das Kondensatormikrofon sE Electronics X1 war bereits zum Test bei bonedo.de. Doch dieser Testbericht dreht sich um die direkte Verwandtschaft: Das “D”, welches dem Kürzel angehängt wird, steht sicher für “Drums” und macht aus dem Allround-Mikrofon X1 das Schlagzeugmikro X1 D. sE Electronics geben als Hauptaufgabe explizit die Aufnahme der Bassdrum an. 

Nun gibt es einige Anforderungen an ein Kondensatormikrofon, welches am Drumset, besonders an oder in der Bassdrum eingesetzt wird, darunter Frequenzgangaspekte, aber beispielsweise auch Pegelfestigkeit. Also haben wir das X1 D nach bonedo-Manier unter die Lupe genommen.

Details

Das X1 D sticht heraus

In der mittlerweile fünf verschiedene Mikrofone (X1, X1 D, X1 R, X1 T, X1 USB) umfassenden X1-Familie ist das X1 D das einzige mit anderem Aussehen. Im Vergleich fällt die abweichende Korpus- und Korbform auf, außerdem ist der Halter direkt integriert. Etwas kürzer als seine drei Geschwister ist das X1 D, die obere Hälfte des Metallkorpus' ist komplett rund, was zu einem ebenfalls runden Metallgitter führt. 

Titankapsel

Eine klare Besonderheit ist das verwendete Membranmaterial: Titan. Nun ist das X1 D nicht das einzige sE-Mikrofon mit dieser Metallmembran, das T2 verwendet ebenfalls  Titan. Als vielleicht eindrucksvollstes Beispiel möchte ich den Hersteller Sanken aus Japan nennen. Dessen hervorragendes CU-41 ist meiner Meinung nach eines der besten Mikrofone, die jemals gebaut wurden (Es wird jedoch nur noch dessen Nachfolger CU-44X angeboten.), verwendet jedoch eine Volltitan-Membran. Die mittenkontaktierte X1-D-Kapsel ist mit der Richtcharakteristik Niere ausgestattet. Wenn man die Großmembrankapsel des X1 D durch das Korbgitter betrachtet, fällt auf, dass sie nicht fest verankert, sondern schwingungsgedämpft gelagert ist. Das erklärt auch, wieso keine Spinne verfügbar und der Mikrofonhalter am Gehäuse festgeschraubt ist. sE Electronics sind nicht gerade bekannt dafür, ihren Produkten detaillierte Datenblätter mitzugeben. So erfährt man über Frequenzgang und dergleichen wenig, außer das wenig mitteilende „20 Hz - 20 kHz“. Der Grenzschalldruckpegel ist mit 170 dB SPL angegeben. Das ist natürlich viel, doch auf der anderen Seite fehlt aus gutem Grund die Angabe des Eigenrauschens. Das Pad dämpft um 10 dB, die Grenzfrequenz des Hochpassfilters ist mit 80 Hz angegeben, also deutlich über dem „Tiefdruck“ einer Bassdrum.

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