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Test
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13.10.2016

Schlagwerk Fineline Comfort Dark Night und Tineo Cajons Test

String-Cajónes

Ganz was Feines?

Zwei neue Gesichter ergänzen Schlagwerks 2009 eingeführte Top-Cajón-Serie Fineline comfort: Dark Night und Tineo nennen sich die beiden Schlagflächen-Varianten. Und beim Dark Night ist nicht nur die Schlagfläche neu. Sein Korpus ist aus schön gemaserter Kernbuche gefertigt und macht das ohnehin schon auffällig geformte Cajón zum besonderen Hingucker. 

Ausgestattet sind die Cajónes der Fineline comfort Serie zudem mit besonders feinen Snare-Spiralsaiten, zudem besitzen sie einen im „CLM-Verfahren“ formverleimten Korpus und werden mit einem hochwertigen Sitzkissen aus Leder geliefert. Dass das alles seinen Preis hat, versteht sich von selbst. 

Details

Schlagwerk lässt schon bei seinen Budget-Cajónes keinen Zweifel an der Fertigungsqualität aufkommen - und das gilt für die Topmodelle der Firma natürlich ganz besonders. Sorgfältig ausgewählte Hölzer, hochwertige Lackierung, geschmeidige Kanten, sauber versenkte Schrauben: Das alles scheint im Werk in Gingen an der Fils ganz selbstverständlich zum guten Ton zu gehören. Prima, denn so können wir uns in diesem Test auf das Schöne konzentrieren. Und schön anzuschauen sind diese beiden Luxuskisten auf jeden Fall.

Komfortabel gerundet 

Auffälligstes Erkennungsmerkmal der Fineline comfort Cajónes ist zweifellos ihr Korpus. Im so genannten CLM-Verfahren (Cross Laminating & Moulding) entsteht der obere Korpusteil, indem mehrere dünne Lagen Buchenholz (Kernbuche beim Dark Night Modell) in einer Form verleimt werden. Daraus resultieren die gebogenen und angenehm gerundeten Kanten, die das Sitzen auf dem Cajón besonders komfortabel machen sollen. Die Bodenplatte besteht aus herkömmlichem Buchensperrholz und misst in ihrer Grundfläche etwa 30 x 30 Zentimeter. Mit 50 Zentimetern Höhe entsprechen die Fineline Cajónes der Standardgröße. Auch die angeleimten Rückwände bestehen aus Buchensperrholz, weisen drei Lagen auf und sind knapp fünf Millimeter dick. 

Optische Leckerbissen

Neben der kennzeichnenden Korpuskonstruktion sind auch die Schlagflächen der beiden Cajónes echte Hingucker. Tineo ist ein südchilenischer Baum, der auch unter dem Namen Indischer Apfel gehandelt wird und beim Testinstrument als Furnierschicht die etwa drei Millimeter dicke und aus vier Lagen aufgebaute Schlagfläche schmückt.

Das Dark Night Modell ist mit einem an schwarzes Makassar erinnernden Design-Furnier ausgestattet. Ein hübsches Detail ist auch die hauchdünne Gummierung auf der Sitzfläche in Form des Schlagwerk-Logos.

Fein gezwirbelt

Im Inneren der beiden Kisten entdeckt man eine weitere Besonderheit: Statt der meist üblichen Gitarrensaiten kommen bei den Fineline-Cajónes feine Spiralen zum Einsatz, die Schlagwerk CW2 Snare Wires nennt. Solche findet man übrigens auch in Pepote-Cajónes, die sich durch eine sehr filigrane Snare-Ansprache auszeichnen. In den beiden Finelinern sind hinter der Schlagfläche an jeder Seite sechs Spiralsaiten montiert, deren Spannung sich mit zwei Inbusschrauben an der Unterseite anpassen lässt. Für einen besseren Kontakt zur Schlagfläche sind sie zusätzlich mit Klettbändern fixiert. Beide Cajónes sind werkseitig optimal eingestellt. Ein Rudel Glöckchen, welche an einer Strebe im Cajón angebracht sind, sorgen zudem für ein dezentes Klingeln im Sound.

Alles dabei

Komplettiert werden die Fineline-Cajónes durch ein Schaumgummi-Kissen mit einer aufgenähten Echtleder-Sitzfläche für rutschfreien Sitzkomfort. Auch ein Inbusschlüssel zur Saitenjustierung steckt immer griffbereit hinter dem Schalloch. Die vier Filzfüße, die unter die Bodenplatte getackert sind, haben sich bei Schlagwerks Cajónes schon seit vielen Jahren bewährt.

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