Test
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19.10.2021

RANE Seventy A-Trak Signature Edition Battlemixer Test

Performance-Battlemixer

Design, Sound & Function

Der US-amerikanische Hersteller RANE und A-Trak haben sich zusammengetan und den Rane Seventy Battlemixer redesignt: RANE Seventy A-Trak Signature Edition basiert auf dem Modell aus April 2020 und bringt einige funktionale Updates sowie ein frisches Design mit. Bei der Entwicklung spielte der ehemalige DMC Champion eine zentrale Rolle – das Ziel: nicht weniger, als den ultimativen Mixer für die Zukunft der Turntable-Performance zu gestalten.

Details

Schon beim Auspacken wird klar: Der Rane Seventy A-Trak Signature Edition ist eine imposante Erscheinung im Universum der Battlemixer. Vollmetallchassis mit „Überrollbügel“, silberfarbenes Design soweit das Auge reicht. Das Ganze geheckspoilert durch die Chrom-Optik der Potikappen, die als Drehregler an der Front und auf der Bedienoberfläche verbaut sind und an Ranes Rotary-Pulte MP2014 und MP2015 erinnern.

On top bietet das Pult diverse Effekte, große Transformer-Hebel und Performance-Pads, garniert mit A-Trak-Edition Logos, deren Schriftzug auf der Oberfläche prangt, ebenso wie am Frontpanel und auf der Rückseite mit ihren zahlreichen Anschlussschnittstellen. Selbst die Typo der Beschriftungen zieht mit. Mit Maßen von 445 x 285 x 105 mm legt der Battlemixer eine nicht zu unterschätzende Tiefe an den Tag. Das Gewicht beträgt 5,6 kg.

Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. In meinen Augen ist das Mischpult ein echter Hingucker. Soweit der optische Ersteindruck.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören gegenüber dem Seventy (hier im Test) noch ein 10-Zoll großes Serato Sticker-Lock-Vinyl sowie ein speziell gestaltetes Sticker-Set und ein persönlich signiertes Statement des namengebenden DJs.

Nachstehend eine Auflistung der Front- und Backpanel-Bestückung, zuerst die …

Rückseite

  • 2x Aux und Phono/Line – Cinch, vergoldet
  • Session I/O L/R – Cinch, vergoldet
  • Master-XLR-Out und Booth-Klinke-Out
  • 2x XLR-Klinke-Combo Jack mit Mike/Line-Dipswitch
  • 2x USB, Typ-B für Rechner A und B
  • 2x USB, Typ A für DJ-Controller wie Rane Twelve (MK2), Denon LC/SC6000 oder sonstige Controller

Dazu entdecke ich zwei große, griffige Erdungsschrauben für die Massekabel von Turntables und die Kaltgerätebuchse für das interne Netzteil. Leider ist keine MIDI-Out-Buchse an Bord und das Mischpult entbehrt der Möglichkeit, externe Effektoren via Send/Return einzubinden.

Dafür wieder dabei: der Session-Input. Er dient als zusätzlicher Line-Eingang (Groovebox oder Drum-Machines zum Beispiel, was erneut eine MIDI-Out-Buchse zur Synchronisation vermissen lässt). Der Session-Ausgang hingegen dient als zusätzlicher Recording-Out oder für einen zweiten Mixer etc. Beide Lautstärken lassen sich bequem am Bedienpanel oben justieren und der Session-In kann über die CUE-Schiene vorgehört werden. Die Ingredienzien am …

Frontpanel

  • Contour-Controls für Line und Crossfader inklusive Reverse-Switch
  • Tension-Control für den Crossfader
  • 3,5 mm und 6,3 mm Kopfhöreranschluss mit Split-Cue-Schalter
  • MIC2 Level- und Tone-Control (für MIC1 oben zu finden)
  • MIC1/2 Echo-Regler und On-Switch

Zum Split-Cue-Schalter: Manch einer wird sich mitunter fragen, warum er nicht direkt in der Kopfhörersektion oben auf dem Battlemixer verbaut wurde. Aus Platzgründen vielleicht, denn immerhin ist hier ein Cuefader vorhanden, den es am 72er ja nicht gibt. Der Spilt-Cue-Switch ist allerdings sehr klein geraten. Ganz anders die Tension-Control-Reglung: Eine griffige Schraube verabreicht dem Crossfader ein Gleitverhalten von butterzart bis widerspenstig, hier sollte jeder die passende Einstellung finden können und der Cut-In der Fader darf zudem direkt über das Setup-Menü oder über die Control-Panel-Software definiert werden. Gut so.

Kreative Spielwiese

Am Seventy A-Trak finden sich u .a. separate Loop-Sektionen, Performance-Pads für Hotcues, Scratch-Bank, Sampler und Co., integrierte Effekte, Filter, Navigations-Controller und umkehrbare Transformer-Hebel. Das kennen wir aus dem Rane Seventy, den wir in diesem Artikel ausgiebig auf den Zahn gefühlt haben, daher gehen wir im Praxisteil primär auf die Neuerungen ein.

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