Test
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12.03.2020

Praxis

Mir ist noch eine weitere Verwendung eingefallen, bei der die Radial Catapult Extender eine lässige Problemlösung dargestellt hätten. Ich arbeite als Haustechniker in einem Rockclub am Niederrhein. Dem Zeitgeist verpflichtet, gibt es in dem Schuppen kein analoges Multicore von der Bühne zum FoH-Platz. Für die meisten Fremdproduktionen kein Problem. Bis neulich ein Kollege von seinem Midas-Pult unbedingt drei analoge Rückwege zur Bühne benötigte. Auf diese Anfrage konnte ich nur „analog“ reagieren, und habe drei einzelne XLR-Kabel vom FoH zur Bühne verlegt.

Mit den Radial Catapult Mini TX und RX im Gepäck hätte ich schlichtweg eine unserer vier CAT5e-Hausleitungen vom FoH zur Bühne damit bestückt und wäre nach zwei Minuten am Catering gewesen. Das Gleiche gilt für die Verkabelung von Ampracks, bei denen sich die Catapults als elegante Alternative anbieten. Ich habe alle Module am Spare-Rack des Clubs ausprobiert und kann keinen hörbaren Unterschied zur normalen XLR-Verkabelung mit einzelnen Patchkabeln feststellen. 

Einen Unterschied macht allerdings das verwendete CAT5e-Kabel. Im Grunde funktioniert jedes billige CAT5e-Kabel, das geschirmt ist (UTP). Allerdings reagiert der herkömmliche RJ45-Stecker allergisch, falls das Kabel unter Zug steht. Und das kann auf jeder Bühne passieren. Daher sollte man die Finger von Billigkabeln lassen und für eine sichere Verbindung der Catapult-Einheiten nur Bühnen-Netzwerkkabel (z. B. Thomann Artikelnummer 424072) mit Neutrik-EtherCon-Steckern verwenden. Diese halten den RJ45-Stecker auch unter Zug sicher in der Buchse.

Zudem lassen sich diese hochwertigen Kabel deutlich besser verlegen, da sie sich nicht so leicht verdrillen. Der Kombination von Profi-Cat5e-Kabeln mit den Radial Catapult Extendern würde ich ohne Bauchschmerzen auch in kritischer Hardware (In-Ear- oder Ampracks) verbauen. Vor allem, weil die Catapult Extender qualitativ wirklich hervorragend sind.

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