Test
5
26.08.2019

Pioneer DJ DDJ-1000SRT Test

DJ-Controller

Auf zu neuen Serato Sphären?

Eineinhalb Jahre nach dem Release des Pioneer DDJ-1000 Controllers für rekordbox dj kommt die Serato-Edition auf den Markt. Ausgerüstet mit riesigen Display-Jogwheels, einem Standalone-Mixer mit Color- und Beat-FX, Serato DVS-Option und vielem mehr, möchte der Performance-Controller nun im Serato-Kosmos die auflegende Zunft zum Kauf bewegen.

Stattliche 1499 Euro sind für Pioneer DJs Flaggschiff zu entrichten, dafür gibt es bei den ersten 5000 Modellen die komplette Serato DJ Suite dazu, also Serato DJ Pro, Serato Video, das DVS Plug-In, Serato Play, die FX Back Pack, Chip Pack und Jet Pack, Serato Flip sowie Pitch n’ Time DJ. Das Gerät tritt in direkte Konkurrenz zum beliebten DDJ-SX3 aus gleichem Hause, bricht zum Teil allerdings mit „gängigem“ Serato-Controller-Layout. Geht das Konzept auf?

Details

Guide und der Serato DJ Pro Expansion-Pack Gutschein. Hat man den Inhalt aus der Verpackung befreit, wird sofort klar: Der DDJ-1000SRT ist ein echter Flaggschiff-Controller. Er misst 71 x 73 x 36 cm, wiegt 6 kg und punktet mit solider Pioneer-Fertigungsqualität. Allein die Jogwheels haben einen beeindruckenden Durchmesser von 206 mm und das Mischpult fällt kaum kleiner aus als bei einem DJM-900NXS2. Pate stand der DDJ-1000 für rekordbox. Das Gerät unterscheidet sich folglich in dem einen oder anderen Funktionsaufdruck zu seinem Counterpart, sollte ihm ansonsten aber in nichts nachstehen. Die nach Fingerabdrücken lechzende Oberfläche hält man mittels Poliertuch in Schach.

Front und Backpanel

Vorn sind nur die Kopfhöreranschlüsse auszumachen, hinten gibt es zahlreiche Ein- und Ausgänge für unterschiedliche Setups. Dazu zählt das XLR/Klinke/Cinch-Trio für die Beschallungsanlage, zwei symmetrische Mikrofonanschlüsse in XLR-Combo und Klinke, vier Stereo-Cinch-Inputs für externe Zuspieler und zwei USB-Buchsen für DJ-Teams und DJ-Handover.

Mischpult

Es folgt ein Blick auf den Standalone-Mixer. Die Quellwahlschaltung wartet mit 3 Stellungen auf: USB-A, Line (Phono), USB-B. Das Standalone-Mischpult ist mit Dreiband-EQs nebst Reglern für die Color-FX bestückt, die da wären: Dub-Echo, Filter, Pitch und Noise. Es folgen Cue-Tasten, hier ohne Shift-Funktion. 45-mm-Flachbahnregler mit P-Lock-Fadercaps kümmern sich um die Pegelstände, die am achtschrittigen Channelmeter pro Kanal abgelesen werden können. Für den Sample-Player ist ein dedizierte Lautstärkeregler vorhanden. 

Der Crossfader ist ein Magvel, mit laut Hersteller prognostizierten 10 Millionen Moves und er flutscht butterzart von rechts nach links (und umgekehrt), ist zudem den Kanälen zuweisbar und in der Flankensteilheit sowie dem Cut-In konfigurierbar. Okay, die hier silbernen Faderkappen sind sicher Geschmackssache.

Insgesamt 14 Beat-FX lassen sich den Kanälen, Sampler, Master und Mike zuweisen. Folgende Effekte sind an Bord:

Echo

Multi-Tap-Delay

Spiral

Reverb

Trans

Flanger

Pitch

Slip-Roll

Roll

Enigma JET

Mobius (Saw)

Mobius (Triangle)

Low Cut Echo

Decks und Jogwheel

Die Decksektionen bringen Loop-Tasten, Performance-Pads, eine Slip-Funktion und Censor, Key-Shifting und Matching und nicht zu vergessen das hünenhafte und robuste 206 mm große Jogwheel sowie einen angemessen langen Pitchfader mit. Die Teller sind im Laufwiderstand regulierbar und ihre On-Jog-Displays zweigen Seratos Nadelindikator und Track-Infos an. Alles richtig gemacht, Pioneer?

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare