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Test
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19.08.2015

PDP Concept Series Direct Drive Bass Drum Pedale Test

Bass Drum Pedale

Einfach mal blau machen

Heute im bonedo Test: die neuen PDP Concept Series Direct Drive Bass Drum Pedale. Ein Single Pedal und sein doppelter Kompagnon sind angetreten, um sich einem ausführlichen Check zu unterziehen. Mit ihren extralangen Trittplatten aus gebürstetem Aluminium und den auffälligen blauen Elementen zur Kraftübertragung versprühen die Pedale ein Hi-Tech Flair und sehen teurer aus als sie sind. Die Doppelkette des Vorgängermodells ist passé – Direct Drive heißt das neue Zauberwort, und wir erklären euch, was sich dahinter verbirgt.

Während die Fußmaschinen aus dem Hause DW – allen voran das Modell 5000 – inzwischen Kultstatus erlangt haben, steht die Verwandtschaft aus dem Hause PDP, trotz gewisser Familienähnlichkeit, immer noch etwas im Schatten. Dies soll sich mit der neuesten Inkarnation der Concept Series Pedale ändern, was alleine schon durch den optischen Auftritt nachdrücklich vermittelt wird. Aber auch die technischen Features – Stichwort Direct Drive – dieser in der preislichen Mittelklasse angesiedelten Treter können sich sehen lassen. Wie sich das Ganze in der Praxis anfühlt, haben wir für euch herausgefunden. 

Details

Die Konstruktion der Pedale ermöglicht verschiedene Spieltechniken

Die edel anmutenden PDP Direct Drive Pedale weisen auf den ersten Blick bezüglich ihrer Konstruktion keine Besonderheiten auf. Massive Bodenplatten aus pechschwarzem Aluminiumguss, auf der Unterseite mit kräftigen Gummirippen versehen, sorgen, in Kombination mit herausschraubbaren Metalldornen, für bombensicheren Stand. Die Befestigung am Bass Drum Spannreifen erfolgt mit der gängigen Klemmvorrichtung, deren Feststellschraube bequem von der rechten Seite zugänglich ist, und auch an eine Halterung für den mitgelieferten Vierkantschlüssel ist gedacht worden. Auffallend ist das üppig dimensionierte Trittbrett, das mit 27 Zentimetern Länge auch Yetis oder Menschen mit sehr großen Füßen genügend Platz zum Austoben lässt. Aber auch Normalsterbliche finden hier beste Voraussetzungen zum Ausprobieren der „Heel-Toe“-Technik. Sowohl die Spielfläche als auch das mit einer kreisrunden Gummieinlage versehene Fersenteil bestehen aus fein gebürstetem Aluminium und erfreuen daher auch diejenigen Drummer, die sich der „Slide“-Fußtechnik verschrieben haben. Die Zugfeder, beim Single Pedal auf der rechten Seite zu finden, kann durch eine gekonterte Rändelschraube in der Spannung variiert werden. Um die Reibung möglichst gering zu halten, ist sie am oberen Ende in einen kugelgelagerten Ring eingehängt. Oberhalb dieses Ringes befindet sich die Vierkantschraube zur Justierung des Anschlagwinkels. Das war es dann auch schon mit den Einstellmöglichkeiten – gewohnter Standard also. 

Direct Drive statt Fahrradkette

Als Schlägel kommt der DW SM101 Air Beater mit zwei Spielflächen – Kunststoff und Filz – zum Einsatz. Gegenüber dem herkömmlichen SM101 Modell wurde hier einfach an den Außenseiten Kunststoffmaterial entfernt, also sozusagen durch Luft ersetzt … zack, und schon ist der geniale Name gefunden! Zum „Luftschlagzeug“ spielen dürfte der Air Beater aber dennoch eher ungeeignet sein. Ein sinnvolles Feature ist der auf dem Schlägelschaft verschiebbare kleine Block, der, mittels Vierkantschraube fixiert, passgenau in das Gegenstück auf der Hauptachse einrastet und somit beim Aufbau keine erneute Justierung erfordert. Wer mag, kann dieses Teil natürlich auch am oberen Ende des Schaftes platzieren, um dem Beater dadurch etwas mehr Gewicht zu verleihen. Und nun könnt ihr euer blaues Wunder erleben! Nein, keine Angst, aber tatsächlich sticht die Besonderheit des Pedals, nämlich das knallblaue Verbindungsstück zwischen Achse und Trittbrett, also dort, wo sich meistens eine Art Fahrradkette befindet, schon sehr ins Auge. Diese etwa zwölf Zentimeter lange starre Metallstrebe sorgt dafür, dass die Zugkraft an dem verchromten Zwischenstück senkrecht nach unten wirkt anstatt den Umweg über eine Umlenkrolle zu nehmen – daher die Bezeichnung „Direct Drive“. Dieses Konstruktionsprinzip kennt man bisher vorwiegend aus der Luxusklasse, insofern stellt das Feature, gemessen am vergleichsweise günstigen Preis, durchaus etwas Besonderes dar.

Aus eins mach zwei – Das Doppelpedal

Das Hauptpedal der Doppelfußmaschine ist, bis auf die zweite Feder auf der linken Seite und die dazu gehörige Mechanik identisch mit dem Single Pedal. Über eine zweifach ausziehbare Stange wird das Pedal für den linken Fuß angekoppelt, welches mit derselben kräftigen Bodenplatte versehen ist. Die minimale Distanz zwischen den Pedalen beträgt 37 Zentimeter, maximal sind 54 Zentimeter möglich.

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