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Test
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08.07.2015

Markbass Mini CMD 151P Test

Basscombo

Kleiner italienischer Kraftprotz

In diesem Test steht der große Bruder des CMD 121P-Basscombo auf dem Prüfstand, der bereits in einem vorangegangen bonedo-Test Bestnoten einfahren konnte. Er hört auf den Namen CMD 151P, ist mit einem 15"-Lautsprecher ausgestattet und wird ebenfalls vom 500 Watt starken Combo-Head II angetrieben, der auf dem Little Mark III-Topteil basiert.

Markbass war ja eine der ersten Verstärkerschmieden, die im großen Stil mit ultrakompaktem, leichtem und leistungsfähigem Bass-Equipment auf den Markt kamen, um uns Tieftöner den Alltag zu erleichtern - Marco de Virgiliis, seines Zeichens Chef und Mastermind von Markbass, kann also getrost als Pionier im Leichtbausektor bezeichnet werden! Vor allem die Combos des italienischen Bassistenausrüsters sind wegen ihrer komfortablen Handhabung und der einfachen Bedienung absolute Verkaufsschlager in den Musikgeschäften. Schauen wir doch mal, wie der CMD 151P im Test wegkommt...

Details

Mit den Maßen von 46,4 x 46,4 x 48 cm (H x B x T) ist der CMD 151P einer der kompaktesten 15"-Basscombos auf dem Markt, und über das niedrige Gewicht von gerade mal 18,5 kg werden sich besonders die Tieftöner mit Rückenproblemen freuen. Der Transport mit dem großen Schalengriff an der Oberseite ist denn auch wirklich ein Kinderspiel - mit einer Hand lässt sich der Würfel mühelos zum Einsatzort bewegen. Trotzdem wurde der Combo überaus stabil gebaut und macht (wie alle Markbass-Produkte) einen absolut soliden und roadtauglichen Eindruck. Das Gehäuse ist mit schwarzem Nadelfilz überzogen und wird rundum durch Stapelecken aus Kunststoff geschützt.

Ein Lochgitter aus dicken Metall bietet hervorragenden Schutz für den 15"-Neodym-Lautsprecher aus dem Hause B&C sowie den Piezo-Hochtöner in der rechten oberen Ecke.

Auf der Rückseite hat Markbass beim CMD 151P Bassreflexöffnungen angebracht, um die Übertragung der tiefen Frequenzen zu optimieren - sicherlich eine sinnvolle Entscheidung, denn derartige Combos neigen nicht selten konstruktionsbedingt zu einem etwas mittenlastigen, nöligen Sound. Ebenfalls auf der Rückseite sitzt die Kraftzentrale des leistungsstarken Basscombos. Das über viele Jahre bewährte Topteil Little Mark III mit einer 500 Watt starken Analogendstufe wurde hochkant in das Combogehäuse gebaut, sodass die Bedienelemente komfortabel von oben zugänglich sind. Ein negativer Nebeneffekt dieser Bauweise ist allerdings, dass die meisten Anschlüsse, die sich bei Basstops ja in der Regel auf der Rückseite befinden, beim CMD 151P nach unten zeigen. Um die richtige Buchse zu finden, muss der Combo deshalb immer nach vorne gekippt werden. Das ist sicher nicht optimal, aber man kann doch gut damit leben.

Die Features des Little Mark-Topteils sind den meisten von euch sicher bekannt, denn schließlich ist der kräftige Winzling bereits in der dritten Generation erhältlich und seit vielen Jahren bei Bassisten rund um den Globus im Einsatz.

Zum Anschluss des Basses hält der Combo-Head gleich zwei Buchsen bereit: über der üblichen Klinke sitzt nämlich eine zusätzliche XLR-Buchse für ein weiteres Eingangssignal. Darauf folgt die Preamp-Sektion inklusive Gain-Regler und Clip-LED zum genauen Einpegeln des Signals und ein Vierband-Equalizer mit Reglern für Bässe, Tiefmitten, Hochmitten und Höhen. Damit lässt sich soundmäßig schon einiges bewerkstelligen. Die Geheimwaffe der Markbass-Amps ist aber ihre spezielle Filter-Sektion mit den "VLE" (Vintage Loud Speaker Emulator) und "VPF" (Variable Pre-Shape Filter) Features. Der "VLE"-Regler senkt im Uhrzeigersinn den oberen Bereich bis in die Tiefmitten (20 kHz bis 250 Hz) und liefert bei Bedarf weiche Vintage-Sounds, der VPF-Regler greift hingegen bei 380 Hz und beschneidet den Mittenbereich immer stärker, je weiter man den Regler aufdreht. Schließlich haben auch noch der obligatorische Master-Regler für die Endlautstärke und ein weiterer Regler für die Lautstärke des Line-Out Ausgangs auf der Front des Verstärkerteils ihren Platz gefunden. Den zugehörigen Line- Ausgang in Form einer XLR-Buchse inklusive zweier kleiner Schalter für Groundlift und die Pre/Post EQ-Funktion finden wir auf der Rückseite des Verstärkerteils, wo auch die restlichen Verbindungsmöglichkeiten des sehr gut ausgestatteten Combos untergebracht wurden.

Zum Anschluss von Lautsprecherboxen stehen eine Speakonbuchse und eine Klinkenbuchse zur Verfügung, wobei die Klinke allerdings bereits für den internen 15-Zöller des Combos reserviert ist. An die Speakonbuchse kann eine Zusatzbox angeschlossen werden, um den Combo zu einem kleinen Bass-Stack zu erweitern. In diesem Fall setzt der Verstärker dann auch seine gesamte Leistung von gestrichenen 500 Watt frei.

Auch an einen Effektweg mit den üblichen Send- und Return-Klinkenbuchsen hat Markbass gedacht und dem Head sogar noch eine Tuner Out-Buchse zum Anschluss eines Stimmgerätes spendiert - bezüglich der Anschlussmöglichkeiten hat der CMD 151P für Combo-Verhältnisse also wirklich einiges zu bieten. Auf die mittlerweile fast zum Standard zählenden AUX In- und Kopfhöreranschlüsse für die heimische Übe-Session muss man bei meinem italienischen Testkandidaten jedoch leider verzichten.

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